Spielwarenhersteller „Barbie“-Hersteller Mattel streicht 2200 Jobs

Mattel macht vor allem die Pleite von Toys'R'Us in den USA zu schaffen. Die kostet jetzt auch bei dem Barbie-Hersteller Jobs.
Update: 26.07.2018 - 12:08 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen beschäftigt 28.000 Mitarbeiter. Quelle: AFP
Barbie-Hersteller Mattel

Das Unternehmen beschäftigt 28.000 Mitarbeiter.

(Foto: AFP)

New YorkDie zwei bekanntesten Marken des Spielzeugkonzerns Mattel laufen rund – der Absatz von Barbie-Puppen und Hot-Wheels-Spielzeugautos. Doch das reicht nicht. Der US-Spielzeugkonzern Mattel hat angekündigt, mehr als jede fünfte Stelle in der Verwaltung abzubauen. Insgesamt 2200 Arbeitsplätze streicht Konzernchef Ynon Kreiz. Und damit nicht genug: Zwei eigene Fabriken in Mexiko will Kreiz verkaufen und die Produktion an nicht genannte andere Orte verlagern.

Die Pleite des Spielzeughändlers Toys'R'Us ist der Hauptgrund für den Konzernumbau. Das zweite Quartal sei dadurch wie erwartet „herausfordernd“ gewesen, so Kreiz. Toys'R'Us hatte 2017 Insolvenz angemeldet, Hunderte Filialen sind in den USA seitdem geschlossen worden und dadurch viele Verkaufsstellen weggefallen.

„Die Bruttomarge war noch schlechter, als wir erwartet hatten“, so Jaime Katz, Analyst bei Morningstar, der auch die Toys'R'Us-Pleite für den Hauptgrund der schwachen Entwicklung hält. Die Marge betrug im Zeitraum von April bis Juni 30,4 Prozent und lag damit acht Prozentpunkte unter dem Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich meldete Mattel einen Quartalsverlust von 240 Millionen Dollar.

Mattel will weniger Fabriken betreiben

Der Vorstand will die Kosten um mindestens 650 Millionen Dollar senken. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen El Segundo will unter anderem weniger auf eigene Produktionsstätten setzen und sich verstärkt auf die Fortentwicklung seiner Marken kümmern. Der Konzern mit rund 28.000 Beschäftigten hat etwa ein Dutzend Werke rund um die Welt.

Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel in den USA am Mittwochabend um 9,1 Prozent und notierte bei 14,80 Dollar. Der Mattel-Umsatz ist im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 841 Millionen Dollar gefallen und damit stärker als von Analysten erwartet.

Der Absatz der wichtigsten Marken Barbie und Hot Wheels stieg allerdings. Das Geschäft mit den berühmten Puppen steigerte den Umsatz um zwölf Prozent, die Spielzeugauto-Verkäufe legten sogar um 21 Prozent zu. Der Mattel-Rivale Hasbro hatte diese Woche für das zweite Quartal bessere Ergebnisse vorgelegt, als Analysten erwartet hatten – ein Zeichen, dass der Hersteller von „Monopoly“ nicht ganz so stark unter der Toys'R'Us-Pleite leidet. Allerdings war bei Hasbro das erste Quartal schwach ausgefallen.

Nach den Kostensenkungen strebt der seit April amtierende Vorstandschef Kreiz an, die geschützten Marken des Unternehmens fortzuentwickeln – etwa durch Film- und TV-Produktionen.

Mit Material von AP und Bloomberg.

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