Spielzeugbranche Lego eröffnet Fabrik in China

Der Spielzeughersteller Lego produziert ab sofort auch in China. Für das Unternehmen ist es der erste Standort in Asien. Nach einem Streit mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei zeigt sich Lego kompromissbereit.
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Der dänische Spielzeughersteller Lego hat in China seine erste asiatische Niederlassung eröffnet. Die Eröffnung war im Vorfeld nicht ganz unumstritten, da Lego dem Künstler Ai Weiwei verweigert hatte, ihn mit Bausteinen zu beliefern – zum Wohlwollen der chinesischen Regierung. Quelle: AFP
Neuer Standort in China

Der dänische Spielzeughersteller Lego hat in China seine erste asiatische Niederlassung eröffnet. Die Eröffnung war im Vorfeld nicht ganz unumstritten, da Lego dem Künstler Ai Weiwei verweigert hatte, ihn mit Bausteinen zu beliefern – zum Wohlwollen der chinesischen Regierung.

(Foto: AFP)

JiaxingDer dänische Spielzeugkonzern Lego hat am Freitag seine erste Fabrik in China eröffnet. Das Werk in Jiaxing rund hundert Kilometer von Shanghai entfernt soll zum Großteil für den asiatischen Markt produzieren, wie Lego mitteilte. Zwischen 70 und 80 Prozent der Produktion sollen in der Region verkauft werden.

Für Lego ist die Fabrik die fünfte weltweit und die erste in Asien. Das dänische Familienunternehmen investierte nach eigenen Angaben „hunderte Millionen Euro“ in Jiaxing. Dort sollen 1200 Menschen arbeiten. Die anderen Fabriken stehen in Dänemark, Ungarn, Tschechien und in Mexiko.

Die größten Spielwarenhersteller der Welt
Platz 10: Zapf Creation AG
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Die deutsche Zapf Creation AG aus dem oberfränkischen Rödental ist nach eigenen Angaben Europas größter Puppenhersteller und vertreibt Marken wie die „Baby Born“. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 58,9 Millionen Euro.

Quelle: Unternehmensangaben

Platz 9: Bruder
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Auch Bruder hat sich spezialisiert: Das Fürther Familienunternehmen bietet Spielfahrzeuge im einzigartigen Maßstab 1:16 an. Das Unternehmen ist auch international tätig und unterhält für den nordamerikanischen Markt ein Lager in den USA. 2014 wurde ein Umsatz von 75 Millionen Euro erwirtschaftet.

Platz 8: Steiff
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Der 1877 von Margarete Steiff gegründete Plüschtierhersteller erlebte 2014 eine herbe Niederlage: Der Europäische Gerichtshof entschied, dass der Hersteller keinen Schutz des europaweit bekannten Markenzeichens „Knopf im Ohr“ mehr beanspruchen kann. Einem Knopf im Ohr fehle es schlicht an Unterscheidungskraft. Umsatzwerte von Steiff liegen nur für 2013 vor, in diesem Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 93,27 Millionen Euro.

Platz 7: Schleich
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Das international tätige Unternehmen Schleich aus Schwäbisch Gmünd produziert handbemalte, möglichst originaltreue Hartgummifiguren. 2014 wurde Schleich, das 1986 in Konkurs gegangen war, durch den französischen Investor Ardian für 220 Millionen Euro gekauft. 2013 betrug der Umsatz 106 Millionen Euro.

Platz 6: Ravensburger
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Die international tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in, nun ja, Ravensburg, ist auch heute noch weltweit vor allem durch die Herstellung von Gesellschaftsspielen und Puzzles bekannt. Der Umsatz 2014 betrug 373,2 Millionen Euro.

Platz 5: Playmobil
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Der Systemspielzeughersteller der zur Geobra Brandstätter Stiftung mit Sitz im fränkischen Zirndorf gehört, produziert seit 1974 seine nach dem Kindchen-Schema konstruierten Figuren. Mit seinen ursprünglich „Klickies“ genannten Figuren erwirtschaftete Playmobil 2014 einen Umsatz von 535 Millionen Euro.

Platz 4: Simba-Dickie-Group
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Die Simba-Dickie-Group tätigte 2013 einen prominenten Zukauf: Der Spielwarenhersteller, der sich einst durch einen Zusammenschluss der Unternehmen Simba Toys und Dickie Toys gegründet hatte, kaufte den insolventen Modelleisenbahnhersteller Märklin. 2014 betrug der Umsatz der Unternehmensgruppe 602 Millionen Euro.

In China hofft Lego auf „das Versprechen der Marke: Sicherheit und hohe Qualität“, erklärte Firmenchef Jörgen Vig Knudstorp. Lego ist seit den 80er-Jahren auf dem chinesischen Markt präsent. Im Mai erst eröffnete das Unternehmen einen riesigen Laden, den größten weltweit, im neuen Disneyland in Shanghai. Lego plant auch einen eigenen Themenpark in der Metropole.

Das Projekt wird wohlwollend betrachtet – umso mehr nach der Absage von Lego, den chinesischen Künstler Ai Weiwei mit Bausteinen zu beliefern. Lego könne die Nutzung seiner Steine für „politische Werke“ nicht dulden, hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr erklärt. Ai Weiwei warf den Dänen vor, sie wollten ihre Chancen in China damit verbessern. Anfang dieses Jahres erklärte sich Lego zu einem Kompromiss bereit – das Unternehmen verzichtet fortan darauf zu fragen, wofür seine bunten Bausteine verwendet werden sollen.

  • afp
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