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Spitzelaufträge Bahn-Affäre: Sparda-Bank stellt Anzeige

Kaum hat der neue Bahn-Chef Rüdiger Grube sein Amt angetreten, muss er sich schon mit der ersten Anzeige auseinandersetzen. Die Spitzelaffäre, die Grube bis zum ersten Juni aufklären will, wird den Nachfolger von Hartmut Mehdorn wohl noch etwas länger beschäftigen. Die Vergehen sind erheblich: den Banken missfällt vor allem, dass die Bahn Konten ausspähen ließ. Nun hilft bei der Aufklärung auch die Staatsanwaltschaft.
Die Deutsche Bahn wurde angezeigt. Quelle: ap

Die Deutsche Bahn wurde angezeigt.

(Foto: ap)

FRANKFURT. Die Sparda-Bank Hessen hat im Zuge der Spitzelaffäre bei der Deutschen Bahn eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Eine zusätzliche zivilrechtliche Klage behält sich das Geldinstitut vor, sagte Bankvorstand Jürgen Weber.

Wie die Bahn zugegeben hat, wurden zwischen 1999 und 2002 mehrfach Konten von Mitarbeitern ausgespäht. Ein Mitarbeiter hatte seine Konten bei der Sparda Bank Hessen, ein zweiter bei der Frankfurter Volksbank. Auch die Volksbank hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Die Bahn begründete die Spitzelaufträge mit dem Verdacht, dass die betreffenden Mitarbeiter korrupt gewesen seien. Der Konzern betont zudem, dass er die Aufträge nicht direkt vergab, sondern eine Kanzlei zwischengeschaltet habe. Diese wiederum habe eine Kölner Detektei mit der Beschaffung von Kontobewegungsdaten beauftragt.

Wie die Detektei die Daten beschafft hat, ist unklar. Nach Angaben des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix können sie nur auf illegale Weise ermittelt worden sein. Außerdem musste die Bahn feststellen, dass die Kontodaten den Vorwurf der Korruption gar nicht erhärten konnten. Trotzdem sind diese Daten nach Angaben von Dix bis heute bei der Bahn gespeichert.

Neben der Detektei, der Kanzlei und der Bahn selbst muss sich auch ein Ombudsmann der Bahn rechtfertigen. Dix legt nahe, dass es sich bei diesem Ombudsmann um Edgar Joussen handelt. Joussen und die Bahn äußerten sich auf Anfrage zu diesem Sachverhalt bisher nicht. Die Bahn-Gewerkschaft Transnet hat aber ihre Mitarbeiter bereits davor gewarnt, sich mit eventuellen Problemen an den Ombudsmann zu wenden.

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