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Sportartikel-Hersteller Adidas will sich von US-Marke Reebok trennen

Seit Jahren liefert die US-Tochter des Sportkonzerns enttäuschende Zahlen ab. Nun prüft Vorstandschef Kasper Rorsted einen Verkauf. An der Börse kommt das gut an.
14.12.2020 - 16:23 Uhr Kommentieren
Der Sportkonzern Adidas will sich womöglich von seiner US-Tochter Reebok trennen. Eine Entscheidung soll am 10. März verkündet werden. Quelle: AFP
Reebok

Der Sportkonzern Adidas will sich womöglich von seiner US-Tochter Reebok trennen. Eine Entscheidung soll am 10. März verkündet werden.

(Foto: AFP)

München Adidas steht kurz davor, sich von Reebok zu trennen. Der Sportkonzern habe damit begonnen, strategische Alternativen für die US-Marke zu prüfen, teilte Adidas am Montag mit. Ein Verkauf komme ebenso in Betracht wie ein Verbleib in der Gruppe.

Seit Längerem wird in der Sportbranche bereits spekuliert, dass Vorstandschef Kasper Rorsted das angeschlagene Label abstößt. Eine Entscheidung soll nun am 10. März verkündet werden. Dann will Rorsted auch den neuen Fünf-Jahres-Plan vorstellen.

Adidas erklärte am Montag, Reebok habe seine Profitabilität in jüngster Zeit „deutlich verbessert“ und bereits 2018 wieder einen Gewinn ausgewiesen. Detaillierte Zahlen zur Profitabilität des Labels legt der im Dax notierte Konzern aber schon seit Jahren nicht mehr vor. 2019 sei Reebok mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf den Wachstumspfad zurückgekehrt.

Reebok hat gegenüber der Kernmarke Adidas in den vergangenen Jahren immer weiter an Bedeutung verloren. Die Marke steht mittlerweile für nicht einmal mehr als zehn Prozent vom Umsatz – beim Kauf 2006 waren es etwa 20 Prozent.

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    Trotzdem hat Rorsted seit seinem Amtsantritt 2016 einen Verkauf stets abgelehnt. Stattdessen gab der Däne Reebok bis 2020 Zeit, das Niveau der Stamm-Marke Adidas zu erreichen.

    Der Adidas-Chef rückt von der Marke Reebok ab. Quelle: dpa
    Kasper Rorsted

    Der Adidas-Chef rückt von der Marke Reebok ab.

    (Foto: dpa)

    Davon kann bisher keine Rede sein. Reebok schneidet nach wie vor schlechter ab als Adidas. So ist der Umsatz von Adidas im dritten Quartal währungsbereinigt um gut zwei Prozent gesunken. Das Geschäft von Reebok hingegen brach um mehr als sieben Prozent ein.

    An der Börse kommen die Nachrichten gut an

    Rorsted-Vorgänger Herbert Hainer hatte Reebok vor 14 Jahren für drei Milliarden Euro gekauft. Hainers großes Ziel war es, Weltmarktführer Nike mit vereinten Kräften vom Thron zu stoßen. Der Plan ging nicht auf. Das Label von der amerikanischen Ostküste ist jahrelang geschrumpft und hinkt sämtlichen großen Wettbewerbern hinterher.

    Als mögliche Käufer gelten in der Sportbranche sowohl Finanzinvestoren als auch große Konglomerate, die mehrere Marken unter einem Dach bündeln. So käme unter anderem die amerikanische VF Corp. infrage, Eigentümer bekannter Namen wie Timberland und The Northface.

    Auch der Sportkonzern Anta Sports wäre ein möglicher Abnehmer. Die Chinesen haben zuletzt die finnische Amer Group übernommen, den Besitzer von Salomon, Wilson und Atomic.

    An der Börse kam die Nachricht vom Montag gut an: Der Aktienkurs kletterte um knapp zwei Prozent auf rund 288 Euro. Seit dem Tiefstand im März haben sich die Papiere kräftig erholt und notieren derzeit in etwa auf dem Niveau, das sie zum selben Zeitraum des Vorjahrs hatten.

    Adidas wurde von der Pandemie schwer getroffen. Der Umsatz ist in den ersten neun Monaten um rund ein Fünftel zurückgegangen. Der Gewinn ist sogar um mehr als 80 Prozent eingebrochen.

    Die Aussichten sind derzeit gemischt. Der Wachstumsmotor China gerate ins Stottern, schrieb Warburg-Analyst Jörg Frey am vergangenen Freitag. Zudem dürfte der Konzern unter den erneuten Ladenschließungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern leiden.

    Mehr: „Die Hälfte der eigenen Läden ist zu“: Für Puma-Chef Gulden ist 2020 ein verlorenes Jahr.

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