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Sportartikel-Hersteller Nike enttäuscht die Anleger

Das vierte Quartal im Geschäftsjahr des Adidas-Konkurrenten lief schwächer als erwartet. In den USA wachsen die Deutschen stärker als die Amerikaner.
28.06.2019 - 00:34 Uhr Kommentieren
Laut CEO Mark Parker wachst Nike in Nordamerika wieder. Quelle: AFP
Nike

Laut CEO Mark Parker wachst Nike in Nordamerika wieder.

(Foto: AFP)

New York Die Erwartungen des Markts hat der US-Sportartikelhersteller Nike nicht erfüllen können. Höhere Marketingkosten haben dem Adidas-Rivalen Nike einen Gewinnrückgang eingebrockt. Im vierten Quartal, das am 31. Mai endete, ist der Gewinn um 13 Prozent auf 989 Millionen Dollar zurückgegangen . Der Umsatz legte vier Prozent auf 10,18 Milliarden Dollar zu. Die Analysten hatten aber mehr erwartet.

Mark Parker, Chairman und CEO, zeigt sich dennoch optimistisch. „Unserer besondere Innovation und unserer digitaler Vorteil hat das Wachstum beschleunigt“, sagte er. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar.

In den USA weniger Wachstum als Adidas

Damit liegt Nike weiterhin deutlich vor dem deutschen Rivalen Adidas. Der hatte zuletzt seinen Umsatz für das Gesamtjahr um drei Prozent auf knapp 22 Milliarden Euro gesteigert. Aber gerade auf dem US-Markt hatte Adidas zuletzt aufgeholt.

Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach setzte dort im vergangenen Geschäftsjahr mit 4,7 Milliarden Euro ein Zehntel mehr als im Vorjahr um. Nike dagegen hat im Gesamtjahr nur sieben Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar auf dem Heimatmarkt zulegen können und hatte im Vorjahr sogar Marktanteile verloren.

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Standort erkennen

    Die USA bleiben der wichtigste Markt für die Branche. In keinem anderen Land geben die Menschen so viel Geld für Sportartikel aus wie in den Vereinigten Staaten. Der Markt gilt außerdem als Trendsetter für andere Länder.

    China-Sorgen

    Der wichtigste Wachstumsmarkt bleibt dagegen China. Dort konnte Nike den Umsatz im Gesamtjahr um 24 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Dollar steigern.

    China ist für Nike auch ein wichtiger Produktionsstandort. Rund ein Viertel seiner Schuhe und Kleidung lässt Nike dort fertigen. Daher bereitet der aktuelle Handelsstreit zwischen China und den USA dem Unternehmen Kopfschmerzen. Zusammen mit anderen 170 Schuhherstellern hat Nike im Mai in einem offenen Brief US-Präsident Donald Trump aufgefordert, keine neuen Zölle zu verhängen. „Die geplanten zusätzlichen Zölle wären eine Katastrophe für unsere Kunden, unsere Unternehmen und die US-Wirtschaft als Ganzes“, hatten die Hersteller in ihrem Brief angemahnt.

    Zuletzt hatte Nike auf dem chinesischen Markt auch noch ein anderes Problem: Weil sein japanischer Kooperationspartner Undercover des Designers Jun Takahashi sich positiv über die Proteste in Hongkong äußerte, hatten Chinesen zum Boykott aufgerufen. Nike bestätigte, dass es einige Produkte in China vom Markt nehme.

    Die Frauen-Frage

    In den vergangenen Monaten hat Nike im Zuge der Frauenfußball-WM vermehrt auf die weibliche Zielgruppe gesetzt. 14 von 24 Teams werden von Nike gesponsort. Auch im Frauen-Basketball ist Nike sehr präsent und hat zuletzt eine neue Yoga-Kollektion herausgegeben. Bisher machen Schuhe, Shirts und Hosen für Frauen weniger als ein Viertel des Umsatzes aus.
    Der neue Fokus des Marketings auf Frauen kommt zu einer Zeit, in der das Unternehmen in der Kritik steht, Frauen nicht gut zu behandeln. Verschiedene Top-Manager haben im vergangenen Jahr im Zuge der Untersuchungen über sexuelle Belästigung und Diskriminierung ihren Posten geräumt. Außerdem laufen mehrere Klagen wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz.
    Außerdem hat die Leichtathletin Alysia Montano Nike vorgeworfen, das Unternehmen aus Oregon habe sie gezwungen, hochschwanger Wettkämpfe zu absolvieren und bald nach der Geburt wieder anzufangen, wenn sie ihren Sponsorenvertrag nicht verlieren wollte.

    Mehr: 800-Meter-Lauf bei 43 Grad mit Babybauch: Was die Leichtathletin Alysia Montano über ihren einstigen Sponsor Nike sagt, lesen Sie hier.

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