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Sportartikelhersteller Fußball-EM soll Adidas zu neuen Rekorden führen

2012 soll für Adidas ein Rekordjahr werden. Von Krise ist bei dem Sportartikelhersteller keine Rede. Adidas setzt große Hoffnungen aufs Fußballgeschäft. Und dann ist da ja noch der lukrative russische Markt.
10.10.2011 - 17:16 Uhr Kommentieren
Herbert Hainer setzt auf den Fußball große Hoffnungen für sein Unternehmen. Quelle: dpa

Herbert Hainer setzt auf den Fußball große Hoffnungen für sein Unternehmen.

(Foto: dpa)

Moskau Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas rechnet mit einem kräftigen Schub durch die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. „Weltweit erwarten wir im Jahr 2012 erneut einen Rekordumsatz im Bereich Fußball. Wir wollen unsere Position als weltweit führende Fußballmarke weiter ausbauen“, sagte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer vor Journalisten in Moskau.

Der Anstieg werde signifikant sein, sagte Hainer, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der der Adidas-Chef erwartet größere Erlöse als im Weltmeisterschaftsjahr 2010, als die Gruppe weltweit Fußballumsätze von gut 1,5 Milliarden Euro vermeldet hatte. „Auch in 2011 werden wir wieder rund 1,5 Millionen Euro mit Fußball umsetzen“, sagte Hainer.

Die Stagnation wertete er bereits als großen Erfolg, da Adidas in diesem Jahr nicht auf die Sonderkonjunktur eines bedeutenden Männer-Fußballturniers zählen konnte. Und trotzdem: „Von Krise ist bei uns nichts zu spüren, wir sind auf gutem Weg, alle gesteckten Ziele für 2011 zu erfüllen“, sagte er. „Wir wachsen überall und waren noch nie in einer besseren Position als jetzt.“ Auch für 2012 äußerte sich Hainer optimistisch: „Wir sehen die Verkäufe bis April und Mai, alle Zahlen sind positiv, unser Wachstum wird sich fortsetzen.“

Generell gelten Europa- und Weltmeisterschaften für die Sportartikler als Verkaufskatalysatoren. So waren die Jahre 2006 mit der Heim-WM und 1,2 Milliarden Euro fußballbezogenem Umsatz sowie das EM-Jahr 2008 mit 1,3 Milliarden Euro Umsatz stets Rekordjahre für Adidas. Dabei ist auch der Einsatz hoch: Eine Marketingschlacht begleitet stets die Großereignisse, auch beim Wettbewerb. „Bis zum Anpfiff werden wir jeden Monat neue Produkte in den Markt bringen“, kündigte Hainer an. Im November beginnt der Verkauf der Trikots der deutschen, spanischen und russischen Nationalteams. Auch Fußballschuhe mit eingebautem Chip, der Hobbykickern die Ermittlung von Leistungswerten ermöglicht und sie mit Profis vergleichbar macht, komme im November auf den Markt.

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