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Sportartikelhersteller Kinderschuhe gibt es bei Nike jetzt im Abo

Der US-Markt für Schuhe ist hart umkämpft. Mit seinem neuen Geschäftsmodell will der Sportartikelhersteller die Kunden wieder stärker an die Marke binden.
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Nike verkauft Kinderschuhe in den USA im Abo Quelle: mauritius images / Cum Okolo / Alamy
Nike-Schuhe

In den USA können Eltern bei Nike nun Schuhe für ihre Kinder im Abo kaufen.

(Foto: mauritius images / Cum Okolo / Alamy)

New York, Düsseldorf Es ist der Alptraum vieler Eltern: der ständige Besuch im Kinderschuhgeschäft. Nike will nun Abhilfe schaffen – und bietet Müttern und Vätern in den USA ab dieser Woche ein Abo für Kinderschuhe an.

Unter dem Namen „Nike Adventure Club“ bringt der US-Sportartikelhersteller eine App heraus, die ihre Nutzer via Push-Benachrichtigung über neue Kinderschuhe oder exklusive Modelle informiert, die in nahegelegenen Shops erhältlich sind. Diese können sie dort abholen oder die Schuhe nach Hause bestellen.

Das Angebot richtet sich an Eltern von Kindern zwischen zwei und zehn Jahren. Nike bietet drei verschiedene Abonnements an: für 20, 30 und 50 Dollar im Monat. Dafür bekommen die Eltern, je nach Abo-Modell, zwischen vier und zwölf Paar Schuhe pro Jahr. Die Ersparnis reicht – abhängig vom Modell – von null bis 50 Dollar pro Paar.

Wählen können die Eltern zwischen 100 Modellen der Marken Nike und Converse. Den Gang ins Schuhgeschäft soll ihnen eine Tabelle mit den verschiedenen Größen ersparen.

In einem Pilotprojekt haben laut Nike nur wenige der insgesamt 10.000 Teilnehmer die Schuhe zurückgeschickt, weil sie die falsche Größe für ihren Nachwuchs erhielten. „Etwa 15 Prozent der Erstbesteller erhielten nicht die richtige Größe“, sagt Nike-Manager Dave Cobban im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wenn der Kunde beim ersten Mal nicht die richtige Größe erhalten hat, darf er sofort einen neuen Schuh ordern, bevor er das falsche Paar zurückgeschickt hat“, räumt Cobban ein. Bei der zweiten Bestellung liege die Quote der Schuhe in falscher Größe nur noch bei fünf Prozent, bei der dritten Order sei sie nahe null.

Mit seinem neuesten Geschäftsmodell will Nike seine Kunden wieder stärker an die Marke binden. Denn der US-Markt für Kinderschuhe, der auf zehn Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt wird, ist hart umkämpft. Zwar ist Nike in den USA Marktführer und steigerte seinen Umsatz fürs Gesamtjahr um knapp drei Prozent auf 22 Milliarden Euro.

Doch vor allem der deutsche Mitbewerber Adidas holt auf Nikes Heimatmarkt auf. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach setzte in den USA im vergangenen Geschäftsjahr mit 4,7 Milliarden Euro ein Zehntel mehr als im Vorjahr um. Nike dagegen hat im Gesamtjahr nur um sieben Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar auf dem Heimatmarkt zulegen können und hatte im Vorjahr sogar Marktanteile verloren.

Nike ist nicht das erste US-Unternehmen, das seinen Kunden ein Abonnement für seine Produkte anbietet. So haben die Einzelhändler Walmart und Macy's ein vergleichbares Modell für Beauty-Produkte eingeführt. Auch für Kleidung gibt es entsprechende Angebote: etwa von Stitch X oder Trunk Club von Nordstrom. Und Internet-Gigant Amazon bietet einen vergleichbaren Dienst unter dem Namen Prime Wardrobe an.

Mehr: Vor drei Jahren hat Kasper Rorsted bei Adidas angefangen. Der Manager hat es geschafft, die Schwachstellen zu beseitigen, die ihm sein Vorgänger hinterlassen hatte.

Mit Agenturmaterial.

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