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Sportartikelhersteller Puma hebt Prognose erneut an – Aktienkurs schießt nach oben

Die Turnschuhe des Sportkonzerns sind begehrt wie nie, Puma wächst rund um den Globus. Vorstandschef Björn Gulden dämpft trotzdem die Erwartungen.
Update: 25.10.2018 - 10:51 Uhr Kommentieren
Puma hebt die Umsatzprognose erneut an Quelle: dpa
Puma

Das Ebit solle in diesem Jahr um knapp 100 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

(Foto: dpa)

MünchenDie Börsianer sind nervös, der Dax ist an diesem Donnerstag erneut unter Druck geraten. Doch eine Aktie begeistert die Investoren: Puma. Der Kurs des fränkischen Sportkonzerns ist an diesem Morgen um mehr als acht Prozent auf rund 437 Euro geklettert.

Das hat seinen Grund: Puma ist ausgezeichnet in Form. Die Shirts, Shorts und Sneaker des börsennotierten Unternehmens sind weltweit gefragt. Im dritten Quartal sei der Sportkonzern in allen Regionen und sämtlichen Kategorien gewachsen, teilte Puma am Morgen mit.

Der Umsatz ist zu konstanten Wechselkursen um 14 Prozent nach oben geschossen, auf gut 1,2 Milliarden Euro. Damit hat die Marke mit dem Raubtierlogo das hohe Tempo aus dem Frühjahr annähernd gehalten.

Auch unterm Strich sieht es gut aus. Der Gewinn kletterte um ein Viertel auf 77,5 Millionen Euro. „Das dritte Quartal endete ein wenig besser als von uns erwartet“, sagte Vorstandschef Björn Gulden in einer Telefonkonferenz.

Daher hat der ehemalige Profi-Fußballer die Prognose für das laufende Jahr an diesem Donnerstag erneut angehoben. Der Manager rechnet jetzt mit einem währungsbereinigten Umsatzplus zwischen 14 und 16 Prozent, bisher hatte er maximal 14 Prozent versprochen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll nun 325 Millionen bis 335 Millionen Euro erreichen, zuletzt hatte Gulden maximal 330 Millionen in Aussicht gestellt.

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Trotz des guten Geschäftsverlaufs gibt sich Gulden zurückhaltend. Einerseits würden starke Währungsschwankungen dem Konzern zu schaffen machen. Doch das sei nicht die einzige Herausforderung. Auch der stark schwankende Geschmack der Kunden sei ein Problem.

Gulden: „Nach wie vor sehen wir große Veränderungen bei Produkttrends und der Konsumentennachfrage, aber wir glauben, dass wir schnell genug reagiert haben, um unser Wachstum fortzusetzen.“

Klamotten kommen besser an als Schuhe

Dazu kommt: Die Klamotten von Puma kommen bei der jungen Kundschaft hervorragend an, die Schuhe dagegen nicht mehr so sehr. So kletterten die Einnahmen aus den Textilien um währungsbereinigt 27 Prozent. Bei den Schuhen betrug das Plus dagegen zu konstanten Wechselkursen nur gut zwei Prozent.

Das sei nach dem Sneaker-Boom der vergangenen Jahre aber nicht überraschend, erläuterte Gulden: „Es ist nur natürlich, dass das jetzt so eintritt.“ Mit Textilien erziele Puma höhere Margen, daher sei die Entwicklung hilfreich für den Konzern.

Die Investoren setzen schon seit geraumer Zeit große Hoffnungen in den drittgrößten Turnschuh-Hersteller der Welt. Der Aktienkurs von Puma ist seit Jahresbeginn um rund ein Fünftel gestiegen, damit gehören die Franken zu den größten Gewinnern im MDax. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Wert sogar mehr als verdoppelt.

Analysten sahen Puma zuletzt sehr positiv. Die zunehmenden Handelskonflikte, der Brexit sowie steigende Zinsen dürften die weltweite Sportartikel-Nachfrage bislang nicht besonders geschmälert haben, so UBS-Analyst Jay Sole jüngst in einer Branchenstudie. Die bekannten Marken hätten sogar ein steigendes Verbraucherinteresse verzeichnet. Besonders gut seien die Aussichten nicht zuletzt für Puma, aber auch für den wesentlich größeren Rivalen Adidas.

Puma überzeuge mit hohem Wachstum, so HSBC-Analyst Antoine Belge. Seit dem Hoch im Juni sei die Aktie um über 20 Prozent gefallen, ohne dass sich an den Markterwartungen etwas geändert habe. Die Bewertung sei angesichts des erwarteten Wachstums des Gewinns je Aktie von jährlich 28 Prozent in den Jahren 2018 bis 2020 nicht zu hoch.

Gulden hat noch Einiges vor mit Puma. Ende September ist das Label in den USA wieder ins Geschäft mit Basketball eingestiegen. Ziel von Gulden ist es, damit langfristig in Amerika zum ernstzunehmenden Wettbewerber von Nike zu werden. Der Konzern von der amerikanischen Westküste dominiert in den Sportläden zwischen New York und Los Angeles.

„Die Investition in den Basketball-Leistungssport und in die Kultur rund um den Basketball spiegelt unser starkes Bekenntnis sowohl zum Performance-Sport als auch zu Sportstyle im nordamerikanischen Markt wieder“, sagte Gulden. Bis nennenswerte Umsätze daraus entstehen, wird es aber noch eine Weile dauern. Gut, dass es in den anderen Bereichen rund läuft.

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