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Sportartikelhersteller Streik bei Zulieferern von Adidas und Nike

Sie sagen nein: Arbeitskräfte eines chinesischen Zulieferers großer Sportartikelhersteller streiken. Sie wissen um ihre Rechte und wollen sich nicht mehr mit minimalen Verbesserungen abgeben, die Firmen ihnen anbieten.
15.04.2014 - 18:22 Uhr Kommentieren
Reebok und Adidas sind die Hauptabnehmer von Yue Yuen Industrial, wo die Arbeitskräfte nun streiken. Quelle: Reuters

Reebok und Adidas sind die Hauptabnehmer von Yue Yuen Industrial, wo die Arbeitskräfte nun streiken.

(Foto: Reuters)

Dongguan/ Hongkong Tausende Arbeiter legen mit ihrem Streik einen chinesischen Zulieferer großer Sportartikelhersteller wie Adidas und Nike lahm. Ein Angebot des Schuhherstellers Yue Yuen Industrial schlugen die Streikenden in der südchinesischen Stadt Gaobu am Dienstag aus. Den seit zehn Tagen anhaltenden Ausstand setzten sie fort. Sie wollen unter anderem höhere Sozialversicherungsbeiträge und Lohnerhöhungen erreichen. Adidas erwartet keine Lieferengpässe durch den Streik.

Es handelt sich um den größten Arbeitskampf in China in der jüngsten Vergangenheit. Der Konflikt zeigt das zunehmende Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer in China, die sich immer besser informieren und organisieren und dafür auch moderne Mittel wie soziale Netzwerke und das Internet nutzen.

Ein Sprecher von Yue Yuen sagte, die Firma habe bessere Sozialleistungen angeboten. Die neuen Konditionen sollten am 1. Mai in Kraft treten. Die Streikenden lehnten das Angebot jedoch ab. „Die Firma betrügt uns schon seit zehn Jahren“, sagte eine Arbeiterin auf dem riesigen Industriegebiet von Gaobu im Delta des Perlenflusses. „Die Verwaltung von Gaobu, das Arbeitsamt und die Sozialversicherung betrügen uns alle zusammen“, schimpfte sie. Hunderte Polizisten blieben in dem Industriegebiet stationiert, einige mit Schilden und Schäferhunden.

Der Sportausrüster Adidas erklärte, man beobachte den Konflikt, und bestätigte, der Mutterkonzern von Yue Yuen, Pou Chen Group, sei auch in Gesprächen mit der örtlichen Regierung über die Arbeitsbedingungen. Zu Lieferengpässen für Adidas komme es nicht. Der deutsche Konzern lässt – ähnlich wie Konkurrenten – seine Sportartikel bei weltweit über 1000 Zulieferern produzieren.

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