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Sportartikelkonzern Adidas erleidet Rückschlag bei der Marge – die Blitzanalyse

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Adidas erleidet Rückschlag bei der Marge Quelle: dpa
Adidas-Chef Kasper Rorsted

Seit seinem Amtsantritt vor gut drei Jahren hat es der Däne geschafft, Adidas Zug um Zug profitabler zu machen.

(Foto: dpa)

München Europas größter Sportkonzern Adidas hat am Mittwochmorgen seine Quartalszahlen vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Turnschuh-Hersteller hat den Umsatz im dritten Quartal um neun Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen sind die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent geklettert.
  • Der Gewinn des Dax-Konzerns aus fortgeführten Geschäftsbereichen ist zwischen Juli und Ende September um zwei Prozent auf 644 Millionen Euro gefallen.
  • Die operative Marge ist ebenfalls gesunken und zwar um 1,3 Prozentpunkte auf 14 Prozent.

Das fällt positiv auf

Stärkeres Wachstum: Im März hat Vorstandschef Kasper Rorsted angekündigt, dass Adidas im zweiten Halbjahr stärker wachsen würde als in den ersten sechs Monaten. Dieses Versprechen hat der Konzernlenker im dritten Quartal eingehalten. Positiv auch, dass das Unternehmen in allen Regionen weltweit mehr Shirts, Shorts und Turnschuhe abgesetzt hat. Das gilt nicht zuletzt für die Heimatregion Europa, in der die Marke mit den drei Streifen mehrere Quartale lang mit schrumpfenden Erlösen zu kämpfen hatte.

Das fällt negativ auf

Weniger profitabel: Seit seinem Amtsantritt vor gut drei Jahren hat es Rorsted geschafft, Adidas Zug um Zug profitabler zu machen. Im dritten Quartal musste der Däne nun einen Rückschlag hinnehmen. Adidas selbst begründet das mit höheren Kosten für Luftfracht und einen „weniger günstigen Preismix“; das heißt: Der Konzern musste Ware verramschen. Gleichzeitig habe das Unternehmen mehr für Marketing ausgegeben. Darüber hinaus seien Kosten vom vierten ins dritte Quartal verlagert worden.

Was jetzt passiert

Die Prognose steht: „Wir bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr und sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum im vierten Quartal deutlich beschleunigen wird“, sagte Rorsted. 2019 werde trotz einiger Herausforderungen ein Rekordjahr.

Der Konzernlenker verspricht für das laufende Jahr ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von fünf bis acht Prozent. Die operative Marge soll von 10,8 Prozent im vergangenen Jahr auf bis zu 11,5 Prozent klettern. Der Gewinn soll um 10 bis 14 Prozent steigen.

Lokalrivale Puma kam im dritten Quartal allerdings dynamischer voran und erzielte ein Umsatzplus von währungsbereinigt 17 Prozent. Die Marke mit dem Raubtierlogo steigerte den Gewinn vor Zinsen und Steuern zudem um ein Viertel. Das Label ist auch fürs gesamte Jahr zuversichtlicher und rechnet mit 15 Prozent höheren Erlösen. Allerdings ist Puma deutlich kleiner als Adidas.

Mehr: Nach einer Reihe von Skandalen hört Nike-Chef Mark Parker auf. Er ist nicht der einzige Topmanager der Branche, der seinen Job aufgibt.

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