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Sportartikelkonzern Kasper Rorsted macht Adidas immer profitabler – die Blitzanalyse

03.05.2019 - 08:03 Uhr Kommentieren
Der Däne steht seit zweieinhalb Jahren an der Spitze von Adidas, seither ist die Marge stark gestiegen. Quelle: dpa
Kasper Rorsted

Der Däne steht seit zweieinhalb Jahren an der Spitze von Adidas, seither ist die Marge stark gestiegen.

(Foto: dpa)

München Europas größter Sportkonzern Adidas hat am Freitagmorgen seine Quartalszahlen vorgelegt. Die wichtigsten Fakten.

  • Der Turnschuh-Hersteller hat den Umsatz im ersten Quartal um sechs Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen sind die Erlöse um vier Prozent geklettert.
  • Der Gewinn des Dax-Konzerns ist in den ersten drei Monaten des Jahres um 16 Prozent auf 631 Millionen Euro gestiegen.
  • Die operative Marge ist kräftig geklettert und zwar um 2,5 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent.

Das fällt positiv auf

Hoch profitabel: Adidas wird unter Kasper Rorsted immer profitabler. Der Däne steht seit zweieinhalb Jahren an der Spitze der Marke, seither ist die Marge stark gestiegen. Das kräftige Plus im jüngsten Quartal begründet Adidas mit niedrigeren Beschaffungskosten, günstigen Währungsentwicklungen sowie einem verbesserten Produkt- und Vertriebskanalmix.

Vor allem im eigenen E-Commerce läuft das Geschäft prächtig. Positiv entwickelt sich auch das Geschäft in China. In der Volksrepublik stiegen die Erlöse zum Jahresbeginn währungsbereinigt um 16 Prozent.

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    Das fällt negativ auf

    Flaute in Europa: Ausgerechnet auf dem Heimatmarkt Europa tut sich Adidas schwer. Hier ist der Umsatz in den ersten drei Monaten zu konstanten Wechselkursen um drei Prozent geschrumpft. In Nordamerika ging es nicht mehr so stark bergauf wie im vergangenen Jahr, der Umsatz stieg lediglich um drei Prozent. Das ist besonders problematisch, denn dort will Rorsted eigentlich besonders stark wachsen.

    Doch in Amerika hat der Turnschuh-Hersteller mit Lieferproblemen zu kämpfen, weil es an Nachschub aus den Fabriken in Asien fehlt. Unerfreulich ist auch, dass Reebok nicht auf die Beine kommt. Die Erlöse der US-Tochter sind währungsbereinigt um sechs Prozent zurück gegangen.

    Was jetzt passiert

    Die Prognose steht: „Wir bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr und sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen wird“, sagte Vorstandschef Rorsted.

    Der Konzernlenker verspricht fürs laufende Jahr ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von fünf bis acht Prozent. Die operative Marge soll von 10,8 Prozent im vergangenen Jahr auf bis zu 11,5 Prozent klettert. Der Gewinn soll um zehn bis 14 Prozent steigen.

    Analysten hatten im Vorfeld bereits mit einem schwächeren ersten Quartal gerechnet. Die meisten Beobachter erwarten, wie Adidas selbst, eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr.

    Lokalrivale Puma ist mit einem Umsatzplus von währungsbereinigt 15 Prozent dynamischer ins Jahr gestartet. Die Marke mit dem Raubtierlogo steigerte den Gewinn vor Zinsen und Steuern zudem um mehr als ein Viertel. Das Label ist auch fürs gesamte Jahr zuversichtlicher und rechnet mit zehn Prozent höheren Erlösen. Allerdings ist Puma deutlich kleiner als Adidas.

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