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Sportartikelkonzern Nike zieht USA-Sneaker wegen Rassismus-Vorwürfen zurück

Der Schuh zum Nationalfeiertag zeigte eine alte Version der US-Flagge. Werbestar Colin Kaepernick soll sich für den Verkaufsstopp eingesetzt haben.
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Die frühe Variante der Nationalflagge der USA gilt Kritikern als Symbol von Nationalismus, Sklaverei und „White Supremacy“. Quelle: Nike
„Air Max 1 USA“ von Nike

Die frühe Variante der Nationalflagge der USA gilt Kritikern als Symbol von Nationalismus, Sklaverei und „White Supremacy“.

(Foto: Nike)

Düsseldorf Der Sportartikelriese Nike zieht seinen für den US-Nationalfeiertag entworfenen Schuh zurück. Grund seien Rassismus-Vorwürfe, berichtet das „Wall Street Journal“. Der frühere Football-Profi Colin Kaepernick habe sich dafür eingesetzt, dass das Modell „Air Max 1 USA“ vom Markt genommen werde, berichtet die Zeitung. Eine Nike-Sprecherin bestätigte den Verkaufsstopp.

Stein des Anstoßes ist die sogenannte „Betsy Ross Flag“, die an der Rückseite der Schuhe zu sehen ist. Diese frühe Variante der Nationalflagge der USA mit 13 kreisförmig angeordneten weißen Sternen wurde Ende des 18. Jahrhunderts entworfen. Kritikern gilt sie als Symbol von Nationalismus, Sklaverei und „White Supremacy“. Auch einige rechtsextremistische Gruppen in den USA verwenden sie.

Nike hatte die „Air Max 1 USA“ für den amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli entworfen. Nun ruft der Konzern die Sneakers ohne Angaben von Gründen von den Händlern zurück. Auch auf der Nike-Website sind sie nicht erhältlich. Auf der Website „StockX“ werden die Schuhe, die ursprünglich 120 Dollar kosteten, mit teils mehr als 2000 Dollar gehandelt.

Kaepernick war im vergangen Jahr Star einer umstrittenen Werbekampagne von Nike. „Believe in something. Even if it means sacrificing everything. Just do it“ – „Glaube an etwas. Auch wenn das bedeutet, alles aufzugeben. Mache es einfach“ – zitiert Nike den einstigen Quarterback der San Francisco 49ers auf Plakaten und in Werbespots. Die Kampagne kurbelte das Geschäft von Nike merklich an.

Kaepernick war der erste Football-Spieler der Profiliga NFL, der aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze beim Abspielen der Nationalhymne gekniet und nicht gestanden hatte. Damit zog er den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich. Seit 2017 ist der 31-Jährige ohne Team.

Mehr: Der US-Konzern Nike startet eine weltweite Werbekampagne zur Frauen-Fußball-WM. Aber nicht alle Sportlerinnen halten das für glaubwürdig.

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