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Staatskonzern Bahn und Gewerkschaft einig bei Eckpunkten von Corona-Tarifvertrag

Die Einigung umfasst eine Lohnerhöhung ab 2022 in Höhe der Inflationsrate. Zudem will die Bahn weiter einstellen – und so ihr Personal verjüngen.
04.09.2020 - 11:19 Uhr Kommentieren
Laut Deutscher Bahn soll der neue Tarifvertrag bis Februar 2023 laufen. Quelle: dpa
Mitarbeiter der Bahn

Laut Deutscher Bahn soll der neue Tarifvertrag bis Februar 2023 laufen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG haben sich im Zuge der Coronakrise auf Eckpunkte eines Tarifvertrages verständig. Kern ist eine Lohnerhöhung ab 2022 in Höhe der Inflationsrate, wie Unternehmen und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Freitag mitteilten.

Betriebsbedingte Kündigungen bei dem angeschlagenen Staatsunternehmen sind ausgeschlossen. Zudem will die Bahn weiter in großem Stil einstellen und so ihr überaltertes Personal verjüngen. Die Gewerkschaft EVG betonte jedoch, man habe zwar in zahlreichen Punkten Übereinstimmung erzielt. Wesentliche Fragen seien allerdings auch noch offen. Vor allem verlangt die EVG, dass die zugesagten staatlichen Milliarden-Hilfen auch tatsächlich fließen. Offen ist zudem eine Einigung mit der konkurrierenden Lokführergewerkschaft GDL.

Laut Deutscher Bahn soll der neue Tarifvertrag bis Februar 2023 laufen. Ab Januar 2022 steigen die Löhne dann – je nach zuvor ermittelter Inflationsrate – zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. Für untere Lohngruppen soll es bei einer Inflationsrate unter ein Prozent noch eine Einmalzahlung geben. Der bisherige Tarifvertrag läuft im Februar 2021 aus. Bis Januar 2022 soll es dann offenbar keine Erhöhung geben.

Das ist insgesamt deutlich weniger als in vergangenen Jahren. Allerdings hatten sich EVG, Konzern und der Bund als Eigentümer im Rahmen eines „Bündnisses für die Bahn“ bereits auf weitere Punkte verständigt. Obwohl die Bahn unterm Strich bereits im ersten Halbjahr 3,7 Milliarden Euro Verlust machte, soll weiter investiert und eingestellt werden.

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    Der Bund will mehr als fünf Milliarden Euro über eine Kapitalspritze zur Verfügung stellen. Dem muss aber die EU noch aus Gründen des Wettbewerbsrechts zustimmen. Die EVG hatte zugleich angedeutet, man werde so bei künftigen Lohnerhöhungen moderate Forderungen stellen. Die GDL hat sich nicht an dem Bündnis beteiligt.

    Mehr: Bahn-Chef sieht „schlimmste Krise“ – Gewerkschaft lehnt Nullrunde im Tarifstreit trotzdem ab.

    • rtr
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