Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Staatskonzern Börsengang von Bahn-Tochter Arriva angeblich aufgeschoben

Bahnchef Richard Lutz soll laut einem Bericht eingeräumt haben, dass sich die Abläufe verzögern. Selbst bis zum Ende des Jahres könne es schwierig werden.
20.02.2020 - 01:59 Uhr Kommentieren
Bahn-Tochter Arriva: Börsengang offenbar aufgeschoben Quelle: dpa
Arriva-Zug

Ein Zug der internationalen Bahn-Nahverkehrstochter Arriva: Insidern zufolge kann im ersten Halbjahr kein Börsengang des Unternehmens gestartet werden.

(Foto: dpa)

Berlin Die Hängepartie um Verkauf oder Börsengang der internationalen Bahn-Nahverkehrstochter Arriva zieht sich Aufsichtsrats- und Konzernkreisen zufolge noch weiter hin. Im ersten Halbjahr könne kein Börsengang gestartet werden, hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung des Konzerns am Mittwoch aus dem Umfeld des Gremiums.

Bahnchef Richard Lutz habe einräumen müssen, dass sich die Abläufe verzögerten. „Es wird voraussichtlich auch bis Jahresende schwierig“, sagte ein Konzernvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Nachdem bereits der Komplettverkauf von Arriva an Investoren gescheitert war, hatte Lutz einen Börsengang mit einem Minderheitsanteil ab Mai ins Auge gefasst. Zuletzt hatte Arriva aber die Lizenz für das Streckennetz „Northern Rail“ verloren. Zudem verunsichert der Brexit potenzielle Investoren.

Offen blieb in der Sitzung auch das zweite, vom Konzernvorstand angeschobene Projekt zur finanziellen Stabilisierung: der Verkauf von Loks- und Waggons der seit Jahren kriselnden Frachtsparte DB Cargo. Diese sollten in eine sogenannte Asset-Gesellschaft ausgelagert werden, an der sich neben der Bahn weitere Investoren beteiligen sollten. Die Deutsche Bahn sollte dann Fahrzeuge der Gesellschaft zurückmieten. Loks und Waggons könnten dann aber auch an andere Bahnen abgegeben werden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In Konzernpapieren war der Verkauf als notwendig dargestellt worden, um Sonderabschreibungen auf den Unternehmenswert von DB Cargo zu verhindern. Diese hatten 2015 schon einmal den gesamten Bahn-Konzern in die roten Zahlen gedrückt.

    Regierungsvertreter im Aufsichtsrat und auch Arbeitnehmervertreter hätten sich eher skeptisch zu dem Vorhaben geäußert. Die Bundesvertreter hätten deutlich gemacht, dass die Bahn im Rahmen des Klimapakets milliardenschwere Unterstützung – unter anderem über eine Kapitalspritze von sechs Milliarden Euro – erhalten habe. Der Vorstand müsse jetzt erstmal ohne weitere Verkäufe von Tafelsilber liefern, hieß es aus Aufsichtsratskreisen. Eine Bahn-Sprecherin wollte sich weder zum Thema zur Asset-Gesellschaft noch zu Arriva äußern.

    Arriva mit Sitz in Großbritannien war 2010 von der Bahn gekauft worden. Das Unternehmen erzielt mit über 50.000 Mitarbeitern europaweit einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro. Bliebe Arriva bei der Bahn, müsste die finanziell angeschlagene Bahn zusätzliches Geld aufbringen: „Aktuell begrenzen mangelnde finanzielle Spielräume das Wachstum und damit die Weiterentwicklung dieses Investments“, hieß es in einem Bahn-Dokument aus dem Frühjahr 2019.

    Eigentlich will die Bahn durch den Verkauf finanziellen Spielraum gewinnen. Der Aufsichtsrat hatte aber deutlich gemacht, dass zumindest der Buchwert des Unternehmens von knapp zwei Milliarden Euro erzielt werden müsse.

    Mehr: Europa soll wieder ein grenzüberschreitendes Bahnnetz erhalten. Lesen Sie hier mehr.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Staatskonzern - Börsengang von Bahn-Tochter Arriva angeblich aufgeschoben
    0 Kommentare zu "Staatskonzern: Börsengang von Bahn-Tochter Arriva angeblich aufgeschoben"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%