Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
ICE der Deutschen Bahn

Im Januar fuhren ICE und IC zu 84,3 Prozent nach Plan.

(Foto: Bloomberg)

Staatskonzern Deutsche Bahn ist pünktlich wie lange nicht mehr

Konzernchef Lutz verspricht weitere Besserung in 2020. Dabei warnt er aber davor, Zeit mit einer Debatte über eine zweite Bahnreform zu vergeuden.
04.02.2020 - 18:30 Uhr 1 Kommentar

Berlin Nach einem unerwartet guten Start ins neue Jahr rechnet Bahnchef Richard Lutz für 2020 mit einer Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr von 78 Prozent. „Dafür müssen wir uns auch in den nächsten Monaten mächtig reinhängen“, sagte Lutz am Dienstag in Berlin. Der positive Trend zeige, dass die „vielfältigen Anstrengungen greifen“.

Im Januar fuhren ICE und IC zu 84,3 Prozent nach Plan – ein Wert, der seit 2014 nicht mehr erreicht wurde. Allerdings startete die Deutsche Bahn auch im Vorjahr mit Bestwerten. Trotzdem wurde das Ziel nicht erreicht. Die Pünktlichkeitsquote lag 2019 nur bei 75,9 Prozent.

Lutz sprach auch von einer „stark gestiegenen Nachfrage“ im Fernverkehr, ohne allerdings Zahlen zu nennen. Der Vorstand des Staatskonzerns erwartet nach früheren Angaben fünf Millionen zusätzliche Fahrgäste durch die Senkung der Mehrwertsteuer im Fernverkehr.

Durch die ebenfalls verbilligten BahnCards liege der Einstiegspreis für den Fernverkehr jetzt bei 13,40 Euro, sagte Lutz. Das sei der niedrigste reguläre Preis für ein Fernverkehrsticket seit der Bahnreform 1994. Noch vor einem Jahr waren Lutz und Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla mehrfach ins Bundeverkehrsministerium zitiert worden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Anlass waren unter anderem die weiter sinkenden Pünktlichkeitsquoten, die Mängel an den Zügen und die wachsenden Probleme im Güterverkehr. Inzwischen wird die Deutsche Bahn mit Geld zugeschüttet. Allein durch die Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund zur Sanierung des Gleisnetzes stehen 84 Milliarden Euro bis 2030 zur Verfügung.

    Grafik

    Davon stammen 62 Milliarden Euro aus der Staatskasse. Dazu kommen mehrere Förderprogramme für den Nahverkehr und die Digitalisierung in Milliardenhöhe, von denen die Bahn profitieren wird. Lutz erneuerte das Ziel der Bahn, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

    Lutz warnt vor Reformdebatte

    Dazu sollen auch Organisationsstrukturen angepasst werden. „Für zentrale Produktionsprozesse lösen wir das Nebeneinander in verschiedenen DB-Gesellschaften auf“, versicherte Lutz. So werde die Netz AG in 2020 „umfassend reorganisiert und auf die zentralen Herausforderungen des Kapazitätsmanagements ausgerichtet.“ Pofalla hatte bereits vor einer Woche Maßnahmen für den Sommer angekündigt.

    Allerdings warnte Lutz davor, die Bahn jetzt in eine Reformdebatte zu treiben. „Lassen sie uns bloß nicht unsere Zeit und unsere Energie auf Nebenschauplätzen vergeuden.“ Zuletzt hatten Politiker verschiedener Parteien eine zweite Bahnreform ins Gespräch gebracht.

    Unter anderem mit Vorschlägen, die Bahn in eine andere, mehr der Gemeinnützigkeit verschriebene Rechtsform umzuwandeln. „Wir als Vorstand“, sagte Lutz, „verweigern uns keinem Dialog“. Aber wenn der Kunde im Mittelpunkt stehe, brauche es keine erneute Diskussion über die Trennung von Netz und Betrieb, „die das System Eisenbahn auf Jahre hinaus belasten würde“.

    Grafik

    Mehr: Nur ein Viertel der Züge soll laut Bahn unpünktlich sein? Vielfahrer glauben an eine statistische Täuschung – exklusive Berechnungen zeigen: Sie haben recht.

    Startseite
    Mehr zu: Staatskonzern - Deutsche Bahn ist pünktlich wie lange nicht mehr
    1 Kommentar zu "Staatskonzern: Deutsche Bahn ist pünktlich wie lange nicht mehr"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kein Wunder, es gab keine Flocke Schnee und Eis. und was heisst hier "keine Nebenkriegsschauplätze"? Auch wenn Herr Lutz Milliarden zugeschüttet wird, sollte er einmal die Koalitionsvereinbarung lesen und die Regierung (und somit Stellvertreter für das Volk) ist nun mal Eigentümer und somit auch sein Arbeitgeber. Auf welcher Wolke schweben die Herren Lutz und Pofalla?

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%