Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Staatskonzern Die Deutsche Bahn verfehlt ihr Pünktlichkeitsziel

Die Investitionen in das Streckennetz steigen 2020 auf eine neues Rekordniveau. Vorstand Ronald Pofalla baut deshalb die Netzgesellschaft um.
05.12.2019 - 13:00 Uhr Kommentieren
Die hohen Investitionen sollen laut Bahnchef Lutz ab Mitte der 2020er Jahre wirken. Quelle: dpa
Deutsche Bahn

Die hohen Investitionen sollen laut Bahnchef Lutz ab Mitte der 2020er Jahre wirken.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutsche Bahn investiert nach Angaben von Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla viel Geld in die Baustellenplanung und -steuerung, um Störungen durch Gleisbauarbeiten zu vermeiden. Unter anderem wurden 20 Millionen Euro in zwei so genannte Plankorridore investiert, was auf den Strecken Köln-Dortmund und im Raum Hamburg zu einer deutlichen Verringerung von Zugverspätungen geführt habe.

Trotzdem ist es dem Staatskonzern in diesem Jahr nicht gelungen, das selbst gesteckte Pünktlichkeitsziel zu erreichen. Statt 1,5 bis 1,6 Prozentpunkte besser zu werden als 2018 mit 74,9 Prozent nach Plan fahrenden Fernzügen, werde zum Jahresende wohl nur ein Prozent erreicht. Das sagte Pofalla in Berlin.

Mit Plankorridoren sind Streckenabschnitte gemeint, die zu mehr als 140 Prozent ausgelastet sind, sodass „jeder Wimpernschlag“ laut Pofalla zu weit reichenden Störungen im Gesamtnetz führt. Für diese Streckenabschnitte hat die Bahn seit 2019 besondere Koordinationsteams eingerichtet.

Diese Teams kümmern sich im Tagesbetrieb um geänderte Fahrgeschwindigkeiten oder Umleitungen, um Verzögerungen möglichst gering zu halten. Auf der Strecke durch das Ruhrgebiet seien dadurch in diesem Jahr 6000 Verspätungen wieder aufgeholt worden. 2020 sollen weitere solcher hoch belasteten Streckenabschnitte besonders geregelt werden: Fulda-Mannheim und Würzburg-Nürnberg.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Größte Reform seit 25 Jahren

    Ursache für die anhaltenden Verspätungen der Bahn sind die wachsenden Investitionen in die Instandhaltung. In diesem Jahr wird die Bahn laut Pofalla den Rekordbetrag von 10,7 Milliarden Euro investieren. Im kommenden Jahr werden es mindestens zwei Milliarden Euro mehr sein, sagte der Bahnvorstand.

    Dem Unternehmen stehen nach den jüngst geschlossenen Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund bis zum Jahr 2030 rund 170 Milliarden Euro an Mitteln zu Verfügung. Darin enthalten sind Bundeszuschüsse für Neubau und Instandhaltung des Netzes, Mittel der Länder und der Verkehrsverbünde sowie auch die elf Milliarden Eigenkapitalhilfe, die die Regierung im Rahmen ihre Klimapaketes der Deutschen Bahn genehmigt hatte.

    Einen Teil dieser Investitionen muss die Bahn auch selbst erwirtschaften, etwa den Kauf von ICEs. Pofalla macht – wie Bahnchef Richard Lutz am Tag zuvor – keine Hoffnungen, dass die Rekordsummen unmittelbar zu einer Verbesserung von Qualität und Pünktlichkeit führen werden.

    Lutz hatte gesagt, 80 Prozent pünktliche Fernzüge seien in den nächsten drei Jahren kaum zu erreichen. Aber die hohen Investitionen würden ab Mitte der 2020er Jahre positiv spürbar werden, versicherte er.
    Um die Milliarden auch verplanen und ausgeben zu können, wird die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn grundlegend umgebaut, kündigte Pofalla an.

    Aufgelöst würden zum Beispiel die regionalen Netzgesellschaften. Zudem soll die Zahl der jetzt 11.000 Planer und Techniker um weitere 900 aufgestockt werden. Der Bahnvorstand sprach von der „größten Reform der Netz AG“ seit 25 Jahren.

    Mehr: Die Deutsche Bahn will sich auf Qualität und Kunden statt auf Rendite konzentrieren. Doch die tiefroten Zahlen im Güterverkehr kann Bahn-Chef Richard Lutz nicht ignorieren.

    Startseite
    Mehr zu: Staatskonzern - Die Deutsche Bahn verfehlt ihr Pünktlichkeitsziel
    0 Kommentare zu "Staatskonzern: Die Deutsche Bahn verfehlt ihr Pünktlichkeitsziel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%