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Staatskonzern Gewerkschaft: Bund muss für Weihnachtsverkehr der Bahn zahlen

EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel fordert ein Umsteuern statt des „Prinzips Hoffnung“. Die Deutsche Bahn soll zum Mobilitätsanbieter Nummer eins werden.
09.12.2020 - 19:50 Uhr Kommentieren
Bislang sind fünf Milliarden Euro Coronahilfe für die Bahn vom Bundestag freigegeben worden, aber noch nicht durch die EU-Wettbewerbskommission. Quelle: dpa
Deutsche Bahn

Bislang sind fünf Milliarden Euro Coronahilfe für die Bahn vom Bundestag freigegeben worden, aber noch nicht durch die EU-Wettbewerbskommission.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Eisenbahnergewerkschaft EVG hat nach eigenen Angaben auf der Aufsichtsratssitzung ein Umsteuern in der Strategie vom Vorstand der Deutschen Bahn gefordert. Die „geplante Hochlaufkurve“ nach dem tiefen Einbruch durch die Pandemie hält EVG-Bundeschef Klaus-Dieter Hommel nicht für realistisch.

Der Vorstand klammere sich an das „Prinzip Hoffnung“, dass ab dem Jahr 2022 eine Normalisierung des Verkehrs einsetze. Dabei sei jetzt schon klar, dass der Staatskonzern „bis 2025 nicht in der Lage sein wird, seine Investitionen zu verdienen“.

Hommel bemängelte nach der Sitzung „konkrete Maßnahmen“ des Vorstands unter Leitung von Richard Lutz. Die Gewerkschaft fordert, die „Bahn zum Mobilitätsdienstleister Nummer eins“ in Deutschland weiterzuentwickeln. Die Kunden wollten ein Mobilitätsangebot von Haus zu Haus, „das weit über das Bahnfahren hinausgeht“.

Der EVG-Chef wies auch darauf hin, dass das bislang geplante Hilfspaket des Bundes zur Finanzierung der Corona-Folgen bei der Deutschen Bahn nicht ausreiche. So werde eine eigentlich geplante Dividende von 650 Millionen Euro, die dann für den Ausbau der Schieneninfrastruktur an die Bahn zurückfließen sollen, ausfallen. Das müsse der Bund ausgleichen, forderte Hommel.

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    Der Bund erwarte zudem, „die Mobilität übers Jahresende aufrechtzuerhalten“. Das koste viel Geld, weil zum Beispiel 100 zusätzliche Züge eingesetzt werden sollen, obwohl die Auslastung derzeit sehr gering ist. Die EVG wiederum erwartet eine „entsprechende Kompensation durch den Eigentümer“.

    Bislang sind fünf Milliarden Euro Coronahilfe für die Bahn vom Bundestag freigegeben worden, aber noch nicht durch die EU-Wettbewerbskommission. Der Verkehrsminister hat die Kapitalspritze bis heute nicht in Brüssel notifiziert. Deshalb ist vorerst keine Auszahlung möglich. Folge: Die Verschuldung der Bahn wird zum Jahresende auf 32 Milliarden Euro steigen.

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