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Staatskonzern Gewerkschaft EVG fordert im Tarifstreit Nachbesserungen der Bahn

Die EVG will der erzielten Einigung zustimmen – aber nur, wenn die Bahn „verbindlichere Zusagen hinsichtlich künftiger Einstellungszahlen“ vorlegt.
11.09.2020 - 11:29 Uhr Kommentieren
Bahn und EVG hatten sich jüngst auf Eckpunkte eines Tarifvertrages verständigt. Quelle: dpa
Deutsche Bahn

Bahn und EVG hatten sich jüngst auf Eckpunkte eines Tarifvertrages verständigt.

(Foto: dpa)

Berlin Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn fordert die Gewerkschaft EVG Nachbesserungen und konkrete Zugeständnisse für künftige Neueinstellungen. Die Tarifkommissionen der EVG würden der Anfang des Monats erzielten Einigung nur zustimmen, wenn die Bahn „konkretere, vor allem aber verbindlichere Zusagen hinsichtlich künftiger Einstellungszahlen“ vorlege, teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Freitag mit.

„Die zuständigen Tarifkommissionen haben noch einmal deutlich gemacht, dass die Personalfrage für sie eine rote Linie ist, an der die Verhandlungen letztlich scheitern können“, sagte EVG-Verhandlungsführer Kristian Loroch. Die Bahn (DB) müsse hier umgehend nachsteuern.

Einer der Knackpunkte sei die Frage, ob die Bahn künftig Arbeit auslagere oder im Unternehmen halte. Die DB müsse „erklären, den 'Giftschrank' mit bereits angedeuteten Maßnahmen geschlossen zu halten, sonst gibt es keinen Abschluss“, betonte Loroch und erhob auch Forderungen an den Bund. „So lange nicht klar ist, ob die zugesagten Bundesmittel tatsächlich fließen, stellen wir den Tarifabschluss unter Vorbehalt.“

Bahn und EVG hatten sich jüngst auf Eckpunkte eines Tarifvertrages verständigt. Kern ist eine Lohnerhöhung ab 2022 in Höhe der Inflationsrate. Allerdings sieht die EVG auch hier weiteren Verhandlungsbedarf. Die Eisenbahner wollten konkret wissen, wie hoch die Lohnerhöhung sei und sich nicht auf komplizierte Berechnungsmethoden einlassen, sagte Loroch. „Insofern fordern wir die Deutsche Bahn auf, mit uns eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent zum 1.1.2022 zu vereinbaren“,

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    Die Lokführer-Gewerkschaft GDL ist bereits auf Konfrontationskurs mit der Bahn. Gewerkschaftschef Claus Weselsky hatte am Donnerstag einen Beitrag des Zugpersonals zur Sanierung des auch durch die Coronakrise angeschlagenen Staatskonzerns abgelehnt: „Wir haben gültige Tarifverträge bis Februar 2021 und sehen keinen Anlass, Abstriche beim Zugpersonal zuzulassen.“ Er lehne daher Verhandlungen zu einem Sanierungstarifvertrag ab.

    Mehr: Bahn-Chef sieht „schlimmste Krise“ – Gewerkschaft lehnt Nullrunde im Tarifstreit trotzdem ab.

    • rtr
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