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Staatskredit Air Berlin tilgt offenbar 40 Millionen Euro

Air Berlin hat laut einem Bericht einen großen Teil des 150 Millionen Euro schweren Staatskredits zurückgezahlt. Unterdessen läuft die Zeit für den erneuten Verkauf des Ferienfliegers Niki.
19.12.2017 Update: 19.12.2017 - 17:46 Uhr 1 Kommentar
Air Berlin tilgt offenbar 40 Millionen Euro Staatskredit Quelle: dpa
Staatskredit für Air Berlin

Die Finanzspritze der Bundesregierung war umstritten. Ein Teil des Kredits soll aber bereits getilgt sein.

(Foto: dpa)

Berlin/Frankfurt Der Bund hat einen Teil seines 150-Millionen-Euro-Überbrückungskredits für die insolvente Air Berlin zurück erhalten. Man habe am Freitag einen Teil des KfW-Kredits zurückgezahlt, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Dienstag, ohne Summen zu nennen. In Finanzkreisen wurden Medienberichte bestätigt, wonach Air Berlin gut 40 Millionen Euro an die KfW zurückgezahlt hat. „B.Z.“ und „Bild“-Zeitung hatten darüber berichtet.

Die staatliche KfW, die dem Bund und den Ländern gehört, hatte der Air Berlin im Sommer im Auftrag der Bundesregierung 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollte verhindert werden, dass die Flugzeuge am Boden bleiben müssen, nachdem der Großaktionär Etihad den Geldhahn zugedreht hatte. Der Bund bürgt für den Kredit.

Nach dem Scheitern des Verkaufs der Air-Berlin-Tochter Niki an die Lufthansa rechnet die Regierung jedoch nicht mehr damit, das Geld vollständig zurückzubekommen. Denn ein Großteil davon sollte mit dem Kaufpreis von insgesamt 210 Millionen Euro getilgt werden, den die Lufthansa ursprünglich zahlen wollte. Der Dax-Konzern zog sein Angebot zurück, da er keine Aussicht mehr auf eine Freigabe der Übernahme durch die EU-Wettbewerbsaufsicht sah.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte den Überbrückungskredit vor wenigen Tagen verteidigt. Dass das Geld vielleicht nur in Teilen zurückgezahlt werde, sei „ein reales Risiko“. Sie gehe aber davon aus, dass „ein wesentlicher Teil des Kredits“ zurückgezahlt werde, sagte Zypries.

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    Wie viel Geld noch an den Steuerzahler zurückfließt, ist unabhängig vom Verkauf des Ferienfliegers Niki an einen anderen Eigentümer als die Lufthansa. Bisher gibt es eine Hand voll Kaufinteressenten: Neben dem Niki-Gründer Niki Lauda sind das der Reisekonzern Thomas Cook, der irische Billigflieger Ryanair, das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht und Insidern zufolge auch der britische Luftfahrtkonzern IAG. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Bis Donnerstag sollen die Interessenten verbindliche Angebote vorlegen. Mit einer Entscheidung rechnen Insider in der kommenden Woche.

    Der Großteil des bereits zurückgezahlten Betrags, nämlich 36,5 Millionen Euro, stammt aus dem bereits vollzogenen Verkauf von Firmenteilen an die britische Easyjet. Weitere Millionen kommen aus dem Verkauf der Tochtergesellschaften Leisure Cargo und Air Berlin Technik. Zusätzlich könnten 18 Millionen Euro von der Lufthansa für die AB-Tochter LG Walter fließen, falls die EU der Übernahme zustimmt.

    • rtr
    • dpa
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    1 Kommentar zu "Staatskredit: Air Berlin tilgt offenbar 40 Millionen Euro"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Seit wann sind ca. 36 % ein großer Teil? Bei 150 Mio. sind 40 Mio. ein kleiner Teil oder habe ich in der Schule nicht aufgepasst!

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