Stärkung für Metro-Chef Metro-Aufsichtsrat meldet sich im Streit um Media-Saturn zu Wort

Deutliche Worte: Der Metro-Aufsichtsrat stehe „geschlossen hinter Herrn Koch“ lässt dessen Chef mit Blick auf den dauernden Media-Saturn-Zwist wissen. Vielen fehlt Verständnis für Kochs Gegenspieler Kellerhals.
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Darauf ein Gläschen: Der Vorstandsvorsitzende der Metro Group Olaf Koch kann sich im Zwist mit Media-Saturn-Miteigentümer Kellerhals gestärkt fühlen. Quelle: dpa

Darauf ein Gläschen: Der Vorstandsvorsitzende der Metro Group Olaf Koch kann sich im Zwist mit Media-Saturn-Miteigentümer Kellerhals gestärkt fühlen.

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FrankfurtDer Metro-Aufsichtsrat hat im Machtkampf um Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn Konzern-Chef Olaf Koch den Rücken gestärkt. „Herr Koch und ich als Aufsichtsratschef sind in einem extrem engen Schulterschluss in allen Themen - auch bei Media-Saturn“, sagte Franz Markus Haniel der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe) laut Vorab vom Dienstag. „Der Aufsichtsrat steht geschlossen hinter Herrn Koch“, ergänzte der Chef-Kontrolleur. Der Handelsriese Metro liegt seit Jahren in einem erbitterten Streit mit Media-Saturn-Gründer und Miteigentümer Erich Kellerhals. Kellerhals hält 22 Prozent, Metro 78 Prozent. Beide Seiten ringen erbittert um das Sagen bei der Elektronikmarktkette mit über 56.000 Mitarbeitern, die zuletzt knapp ein Drittel des Metro-Umsatzes erwirtschaftete. Erst vor wenigen Tagen hatte Kellerhals erneut eine Übernahme der Metro-Anteile ins Spiel gebracht.

„Die Lage bei Media-Saturn ist schwierig und komplex; darüber sind sich alle Beteiligten im Klaren und auch darüber, dass man einen konstruktiven Weg nach vorne finden muss“, sagte Haniel. Es gebe aber inzwischen die Bereitschaft, sich aufeinander zu zu bewegen.

Eine Verlängerung des Vertrages von Metro-Chef Koch über das Jahr 2015 hinaus hängt nach Aussage von Haniel nicht von dem Zwist mit Kellerhals ab. „Herr Koch wird an seiner Gesamtleistung als Vorstandsvorsitzender der Metro gemessen und nicht alleine an der aktuellen Situation rund um Media-Saturn“, machte er deutlich.

Erst im April hatte Stephan Gemkow, Chef von Metro-Großaktionär Haniel, in einem Reuters-Interview deutlich gemacht, dass er von Koch eine Verbesserung der Marge bei dem Handelsriesen erwarte. „Bei Metro erwarten wir Wachstum und Margenverbesserungen, die sich (..) in steigenden Aktienkursen spiegeln sollen“, hatte Gemkow gesagt. Koch habe in der Vergangenheit „erhebliche Erfolge bei der Stabilisierung und Konsolidierung“ der Metro erzielt. Nun müsse sich zeigen, ob Metro auf Wachstumskurs steuere.

  • rtr
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