Start-up Dahu Ein Skistiefel aus der Tüftlergarage

Klobige und schwere Plastikstiefel mit Metallschnallen vermiesen vielen Skifahrern das Pistenvergnügen. Das Schweizer Start-up Dahu beweist, dass es auch anders geht – der zweiteilige Stiefel hat aber seinen Preis.
Das Modell besteht aus zwei getrennten Komponenten. Quelle: Dahu
Dahu-Skistiefel

Das Modell besteht aus zwei getrennten Komponenten.

(Foto: Dahu)

MünchenSonntagmorgen, neun Uhr, ein Sportgeschäft irgendwo in den Alpen. Es geht zu wie im Bienenschlag, die Ferienwoche beginnt und die Sportler leihen sich ihre Skier. Nur wenige Wintersportbegeisterte leisten sich noch eigene Bretter. Warum auch? Der Skiverleih ist bequem und günstig.

Ganz anders bei den Skistiefeln. Die bringen die meisten Urlauber nach wie vor selbst mit. Das zeigt sich in den Kassen der Händler: Vergangenes Jahr kletterten die Umsätze mit Skischuhen bei der Fachhandelskette Sport 2000 um acht Prozent. Das Skigeschäft ist dagegen nur halb so kräftig gewachsen.

Mit fremden Skiern haben die Konsumenten kein Problem, von Leih-Stiefeln hingegen wollen viele nichts wissen; vermutlich, weil sie die Schuhe für unhygienisch halten. Das sorgt für vergleichsweise gute Verkaufszahlen, auch wenn sich an den Schuhen selbst in den vergangenen Jahren nicht viel getan hat. Noch immer sind die klobigen, schweren Plastikstiefel mit den Metallschnallen vor allem für Frauen das größte Ärgernis beim Pistenvergnügen. Schwer zu heben, schwer zu verschließen, schwer auszuziehen, oft drückt es hier und da.

So war es auch bei Nicolas Frey. Dessen Freundin war die Lust am Skifahren angesichts ihrer unbequemen Schuhe vergangen. Andere Männer würden versuchen, ihre Begleitung mit einem Apfelstrudel in der Hütte zu besänftigen. Doch der Schweizer zog sich in die Garage zurück und begann zu tüfteln. Das Resultat ist ein Skistiefel, der ganz anders ist als die meisten gängigen Modelle.

Was Outdoor-Fans begeistert
Ein Skitourenstock mit Sicherheitsbindung
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Der schwäbische Stockspezialist Leki hat seine von den Pisten bekannte Technik „Trigger“ jetzt auch für Tourenstöcke angepasst. Das Prinzip ist auch jenseits der präparierten Abfahrten dasselbe: Die Sportler klinken sich mit einer kleinen Schlaufe am Stock ein, beim Sturz löst die Mechanik aus und der Handschuh löst sich.

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Schneestock
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Skitouren werden immer beliebter, daher verspricht sich Leki gute Umsätze vom „TriggerSVertical“ genannten Stock. Auch für Fans von Schneeschuh-Touren ist der Stock eine gute Wahl.

Auf einem Rad durch die Welt
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Eine ganz eigene Interpretation des Einrads hat das amerikanische Start-up Rideonewheel entwickelt. Das Board wird durch einen Radnabenmotor angetrieben. Den wiederum hat die Firma in einen Gokart-Reifen eingebaut. Elf Kilometer soll die Batterie durchhalten, bei nur 20 Minuten Ladezeit. Gesteuert wird das Einrad per Gewichtsverlagerung, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 24 Kilometern in der Stunde. Der Preis allerdings ist happig: 1499 Dollar.

Das beste Start-up der Ispo stammt aus München
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Icaros hat mit seinem neuartigen Trainingssystem den Brand-New-Award gewonnen. Die Bayern kombinieren ein Trainingsgerät mit einer Virtual-Reality-Brille. So können Sportler durch künstliche Welten schweben und gleichzeitig die Muskeln stärken – schweißtreibend, wie der Preis: 7500 Euro.

Auch Handwerkszeug lässt sich noch verbessern
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Das amerikanische Start-up Dmos-Collective hat auf der Ispo einen Preis eingeheimst für seine neue Schneeschaufel. Mit dem nur anderthalb Kilo schweren Gerät sollen Snowboarder ihre Schanzen deutlich einfacher zusammen bekommen als bisher.

Cobi
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Das elektronische Cockpit fürs Fahrrad mit mehr als 100 Features zeigt das Frankfurter Start-up Cobi. Die ersten Geräte sollen demnächst in die Läden kommen, gerade hat die Firma noch einmal gut sechs Millionen Euro von Finanzinvestoren eingesammelt. Das System wird in der Basisversion für Elektrobikes gut 180 Euro kosten. Mit Vorder- und Rücklicht schlägt das Paket mit mindestens 259 Euro zu Buche.

Wo ist die nächste Steckdose?
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Für Sportler inzwischen angesichts der vielen elektronischen Geräte eine relevante Frage. Wer unterwegs ist, der kann jetzt – statt das nächste Café zu suchen – den Biolite Camp-Stove anwerfen, einen wahren Alleskönner. Der Ofen verbrennt rauchfrei Holz, erzeugt damit Strom, lässt sich aber auch zum Kochen verwenden. Der Preis: rund 150 Euro.

Er besteht aus zwei voneinander getrennten Komponenten. Teil eins: Ein wasserdichter, hoher Schuh, der sich komplett herausnehmen lässt. Bequem soll der Stiefel sein, weich und warm, es lässt sich damit Autofahren, mit Schneeschuhen wandern oder nach Liftschluss in der Bar feiern.

Teil zwei: Eine Art Plastikskelett, in das der Athlet mit seinem Schuh steigt, wenn er auf die Piste geht. Frey verspricht eine perfekte Verbindung von Stiefel und Hülle und damit eine bessere Kraftübertragung als bei herkömmlichen Skistiefeln.

Nur ein echter Konkurrent
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