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Statistisches Bundesamt Einzelhändler starten mit Umsatzeinbußen in die zweite Jahreshälfte

Die Einnahmen der Branche sind im Juli im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Dennoch steuert der deutsche Einzelhandel auf sein zehntes Wachstumsjahr in Folge zu.
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Trotz des Rückschlags steuert die Branche auf ihr zehntes Wachstumsjahr in Folge zu. Quelle: dpa
Einkauf im Supermarkt

Trotz des Rückschlags steuert die Branche auf ihr zehntes Wachstumsjahr in Folge zu.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutschen Einzelhändler sind mit unerwartet hohen Umsatzeinbußen in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Einnahmen schrumpften im Juli um 2,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Preisbereinigt (real) fiel der Rückgang mit 2,2 Prozent sogar noch einen Tick stärker aus. Das war zugleich das größte Minus in diesem Jahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Juni noch ein sehr kräftiges Plus von 3,0 Prozent gegeben hatte.

Trotz des Rückschlags steuert die Branche auf ihr zehntes Wachstumsjahr in Folge zu. Ihr Umsatz wuchs in den ersten sieben Monaten um 3,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Internet- und Versandhandel kam dabei auf ein Plus von 8,2 Prozent, während das Geschäft mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren um 0,1 Prozent schrumpfte.

Der Branchenverband HDE rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf gut 537 Milliarden Euro, wozu vor allem der boomende Online-Handel beitragen soll.

Die deutsche Wirtschaft ist derzeit besonders auf eine starke Binnennachfrage mit einem robusten Privatkonsum angewiesen, weht ihr doch auf den Auslandsmärkten starker Gegenwind ins Gesicht. Handelskonflikte, die Brexit-Unsicherheit und die schwächere Weltkonjunktur dämpfen derzeit die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“.

Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte deshalb im zweiten Quartal um 0,1 Prozent. Geht es im laufenden Sommerquartal erneut nach unten, steckt Deutschland erstmals seit dem Jahreswechsel 2012/13 in der Rezession.

Mehr: 120 Millionen Quadratmeter Einkaufsfläche in Deutschland stellen Einzelhändler vor große Herausforderungen, denn Kunden bleiben aus. Mittelständler werden kreativ.

  • rtr
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