Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Steakhaus-Kette Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Maredo

Die Steakhaus-Kette Maredo soll Mitarbeiter in einem ihrer Restaurants eingeschlossen und zur Kündigung genötigt haben. Jetzt hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
2 Kommentare
Maredo: Die Steakhaus-Kette steht unter Druck. Quelle: Maredo

Maredo: Die Steakhaus-Kette steht unter Druck.

(Foto: Maredo)

Düsseldorf Was geschah am Nachmittag des 26. November im Maredo-Restaurant in der Frankfurter „Freßgass“? Um das herauszufinden, hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Steakhaus-Kette eingeleitet. „Die Polizei ist mit Vernehmungen beauftragt worden, um den Sachverhalt zu klären“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Handelsblatt.

14 Mitarbeiter der Frankfurter Filiale hatten Maredo wegen Freiheitsberaubung und Nötigung angezeigt. Sie behaupten, sie seien in einer Blitzaktion von Maredo zur Kündigung ihrer Arbeitsverhältnisse gezwungen worden. Sicherheitsleute hätten ihnen untersagt, das Restaurant zu verlassen. Auch hätten sie nicht telefonieren dürfen.

Maredo bestreitet sämtliche Vorwürfe und wirft den betroffenen Mitarbeitern Diebstahl und Betrug vor. Eine Videoüberwachung und der Einsatz von verdeckten Ermittlern hätten entsprechende Beweise erbracht. Die Kündigung der Mitarbeiter sei freiwillig erfolgt.

Heute soll bei einem Gütetermin vor dem Frankfurter Arbeitsgericht über die Kündigung von zwölf betroffenen Mitarbeitern verhandelt werden. Unterdessen hat ein Frankfurter Aktionsbündnis weitere Proteste vor Maredo-Filialen angekündigt, bei denen für die Wiedereinstellung der gekündigten Mitarbeiter demonstriert werden soll.

Maredo, mit 54 Restaurants in Deutschland der Marktführer im Steakhaus-Segment, beschäftigt etwa 1700 Mitarbeiter. Haupteigner ist die Private-Equity-Gesellschaft ECM, zu der auch die Bäckereikette Kamps gehört.

Startseite

2 Kommentare zu "Steakhaus-Kette: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Maredo"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mir ist in dem besagten Maredo der Endbetrag per Kreditkarte zweimal abgerechnet worden.

  • Von einer Betroffenen habe ich erfahren, dass in besagtem Maredo in Frankfurt reihenweise Handtaschen geklaut wurden, selbst in Bereichen ohne "Publikumsverkehr". Es ist durch die hohe Anzahl (Polizeiinformationen) wohl sehr wahrscheinlich, dass die dortigen Mitarbeiter zumindest teilweise kooperiert haben. Wenn im wichtigen Weihnachtsgeschäft reihenweise geklaut wird muss die Geschäftsleitung reagieren. Ich kann nur hoffen, dass auch gegen die Mitarbeiter ermittelt wird! Freiheitsberaubung, Nötigung...erinnert mich an ein Sprichwort: ein betroffener Hund beißt!