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Stefan De Loecker Wie der neue Beiersdorf-Chef die Analysten überzeugt

Seit sieben Jahren warten Analysten auf einen Zukauf – der neue CEO Stefan De Loecker liefert nach fünf Monaten. Er nimmt Bayer eine Lichtschutzcreme ab.
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Der Belgier stärkt konsequent das Geschäft in China und in den USA. Quelle: dpa
Stefan De Loecker

Der Belgier stärkt konsequent das Geschäft in China und in den USA.

(Foto: dpa)

HamburgZwar ist er erst fünf Monate im Amt, doch gelingt ihm, was dem Vorgänger in sieben Jahren nicht vergönnt war: ein großer Zukauf. Stefan De Loecker erwischt einen glücklichen Start als Vorstandschef beim Dax-Konzern Beiersdorf. Am Montagabend meldete er den Kauf der Sonnencreme-Marke Coppertone von Bayer für 550 Millionen Dollar. Damit vollzieht er den von Analysten lang ersehnten Zukauf.

Der 52-jährige Belgier stärkt Beiersdorf damit in zwei wichtigen Märkten. Coppertone hat 450 Mitarbeiter in Nordamerika und China. „Wir sind überzeugt, dass Coppertone und das Mitarbeiterteam unser führendes Markenportfolio mit zusätzlicher Expertise ergänzen werden, sodass wir unsere Position – insbesondere in den USA – deutlich stärken werden“, sagte De Loecker.

In dem Land kämpft Beiersdorf seit Jahren um nachhaltige Profitabilität. Die Kernmarke Nivea ist auf dem Markt nur mit wenigen Produkten vertreten – und gar nicht mit Sonnencreme. Mit Coppertone kann De Loecker die Vertriebskraft stärken.

Der Manager, der zuvor für die Wachstumsmärkte auf dem Globus zuständig war, will außerdem endlich den chinesischen Markt knacken, auf dem Beiersdorf viel Lehrgeld gezahlt hat. Dafür, Coppertone als Erfolgsmarke zu etablieren, bringt Beiersdorf bessere Voraussetzungen mit als Bayer: Nivea ist einer der Weltmarktführer in dem Bereich.

Auch sonst hat De Loecker Fortune: Seine neue Strategie Care+ kommt trotz Mehrausgaben am Markt an, die Aktie ist in seiner Zeit geklettert. Beim Konkurrenten Henkel hingegen hatte ein ähnlicher Strategieschwenk für dauerhafte Ernüchterung gesorgt. Intern tritt De Loecker weniger autoritär auf als sein Vorgänger Stefan Heidenreich – und gilt trotzdem als entscheidungsstark.

Mit künftig drei Prozent Umsatzanteil sei Coppertone zwar keine Umwälzung, aber eine wichtige Entscheidung, zumal damit die Zeit fehlender Zukäufe zu Ende gehe, lobte Deutsche-Bank-Analystin Eva Quiroga-Thiele. Endlich gebe es im Konzern Verwendung fürs Spargeld.

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