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Steigende Nahrungsmittelpreise Das Leben wird teurer

Naturkatastrophen, Dürreperioden und Spekulanten sorgen für explodierende Rohstoffpreise. Die Lebensmittelhersteller versuchen nun, die steigenden Kosten über den Handel an die Verbraucher weiterzugeben. Hinter den befürchteten Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln stehen unterschiedliche, sich selbst verstärkende Faktoren.
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Die großen Lebensmittelhersteller überlegen fieberhaft, wann und wie sie ihre Preise anheben. Quelle: dpa

Die großen Lebensmittelhersteller überlegen fieberhaft, wann und wie sie ihre Preise anheben.

(Foto: dpa)

mjh/rp/cs/chw Die Woche beginnt für Matthias Queck stets mit einem Besuch bei Aldi. Der Marktforscher der Frankfurter Firma Planet Retail kauft aber nichts ein, er prüft nur die Preisschilder. Denn wenn der Discount-König seine Produkte verteuert, dann am Montagmorgen. Die Konkurrenz zieht meist noch am selben Tag nach.

In den vergangenen Wochen notierte Queck gleich mehrere Erhöhungen - und vieles spricht dafür, dass sich dieser Trend im kommenden Jahr nicht nur fortsetzt, sondern verstärkt. Schlechte Nachrichten also für deutsche Verbraucher.

Verantwortlich dafür sind explosionsartig gestiegene Preise für Rohstoffe wie Weizen, Zucker, Kaffee oder Kakao - die in den vergangenen zwei Monaten teilweise um 50 Prozent in die Höhe geschnellt sind. Aber auch der Klimawandel und die zunehmende Macht von Spekulanten sorgen dafür, dass Nahrung teurer wird. Hedge-Fonds und Fonds seien als Käufer sehr aktiv gewesen, hat Ole S. Hansen von der Saxo Bank beobachtet.

Hinter den Kulissen überlegen die großen Lebensmittelhersteller fieberhaft, wann und wie sie die Preise anheben und bei den mächtigen Discountern auch durchsetzen können. Denn die in Deutschland dominierenden Billigketten sortieren schnell mal ein Produkt aus, falls ihnen der Preis zu hoch erscheint.

Trendsetter Aldi hat bereits erste Erhöhungen zugelassen: Die Preise für Fruchtnektar im Sortiment des Discounters sind zu Monatsbeginn um 18 Prozent gestiegen. Noch gravierender ist der Anstieg bei Markenbutter: Sie liegt bei Aldi für 1,05 Euro im Regal - statt bisher 85 Cent, ein Plus von 21 Prozent. Milch ist um vier Prozent teurer geworden.

Die Nahrungsmittelproduzenten sind, was öffentliche Äußerungen zur Preispolitik anbelangt, überaus vorsichtig geworden. Denn diese werden von den Kartellämtern schnell als unerlaubte Absprache gewertet. "Jedes Industrieunternehmen hat gewisse Vorräte, aber die sind irgendwann aufgebraucht. Steigende Rohstoffpreise werden dann an den Abnehmer weitergegeben werden müssen", sagte Nestlé-Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge dem Handelsblatt.

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14 Kommentare zu "Steigende Nahrungsmittelpreise: Das Leben wird teurer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Leben ist Schicksal,
    ich kan nicht mehr Spenden weil das Leben teuerer geworden ist.
    Schicksal sog i nur!

  • Man strengt euch doch mal an, soviel Gerüchte wie ihr täglich bringt gibt's doch gar nicht! bitte nehmt diese Kritik mal richtig Ernst. Euer Ruf steht auf dem Spiel!

  • Die Preise steigen, bloss die inflation bleibt niedrig. Was für ein Glück für die deutschen Gutmenschen, die daran glauben

  • unabhängig davon WER nun letzten Endes Schuld an was auch immer hat...

    ich könnte nicht ruhig schlafen wenn ich an der Preisschraube von Lebensmitteln der Allgemeinschaft schrauben würde nur um meine Gier zu stopfen.

    Wenn jemand unbedingt GEWiNN mit Nahrungsmitteln machen will, soll er doch bei seinem bedarf zur günstigsten Marke greifen... am Ende bleibt ihm mehr (= Gewinn) und das beste daran er schadet niemand anderem!!

    Was ist mit Rückrat und Moral!?

    @Nossi, das macht garnix, es wird einfach der %uelle Anteil an elektronik erhöht und schon ist der Wert wie gewünscht...
    Nur das sich unsereins nicht 2 monatlich n Fernseher oder Handy kauft (iphone fantiker aussen vor) :)

  • wie gut, dass wir keine inflation haben und das milliardenfach gedruckte geld "neutralisiert" werden konnte. sind natürlich die bösen spekulanten und nicht die unfähigen zentralbänker. ich freu mich schon auf die neuen inflationszahlen... ob dann nahrungsmittel noch drin sind?

  • Guten Tag,... Wer jeden Tag kocht braucht keine Zeiung um das zu bemerken.besten Dank

  • Es wäre eine gute Sache, die Spekulanten und deren Firmen im internet zu veröffentlichen. Auch die menschlichen Auswirkungen ihrer Schandtaten sollten auf der Side öffentlich gemacht werden, damit der Volkszorn auch die trifft, die es verdient haben. Sie sollten ihres armseeligen Lebens nicht mehr sicher sein.

  • Es ist einfach nur geschmacklos auf Nahrungsmittel zu spekulieren!
    irgendwann ist die Grenze des guten Geschmacks erreicht oder wie hier überschirtten...

  • das problem besteht schon seit so langem. ich plädiere für ein ende des Spekulantentums. Keine Steuer oder sonst was kann die aufhalten. Es muss strikte Verbote geben ohne wenn und aber.

  • Naturkatastrophen, Dürreperioden und Spekulanten

    Spekulanten müssen ganz vorne genannt werden. Spekulationen ansich und insbesondere mit Grundnahrungsmitteln müssen gesetzlich verboten werden. Aber hier trauen sich unsere Politiker nicht ran. Warum? Sind die Lobbyisten der Konzerne so mächtig oder hat es andere Gründe?

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