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Steigende Passagierzahlen Ryanair expandiert in Deutschland

Während Air Berlin und die Lufthansa ihr Angebot zurückfahren, will der irische Billigflieger Ryanair seine Passagierzahlen steigern. Ab März 2013 sollen die Ryanair-Flugzeuge auch von Dortmund aus starten.
10.10.2012 - 11:25 Uhr 11 Kommentare
Ryanair-Geschäftsführer Michael Cawley will das Geschäft in Deutschland ausbauen. Quelle: dapd

Ryanair-Geschäftsführer Michael Cawley will das Geschäft in Deutschland ausbauen.

(Foto: dapd)

Weeze/Dortmund Während sich Europas Fluglinien auf einen stagnierenden Markt einstellen, will Ryanair weiter wachsen. Die Zahl der transportierten Passagiere soll um fünf Prozent steigen, erklärte Ryanair-Vize Michael Cawley bei der Vorstellung des Sommerflugplans am Flughafen Düsseldorf-Weeze. Mit 79 Millionen Passagieren in 28 Ländern ist die irische Billig-Airline schon heute die größte Fluggesellschaft in Europa. Die wirtschaftliche Krise in Südeuropa wollen die Iren durch ein verstärktes Engagement in Osteuropa ausgleichen.

Ab März 2013 bietet Ryanair auch sechs neue Flugverbindungen ab Dortmund nach Alghero, Barcelona, Faro, Malaga, Porto und Palma an. Bei 14 Flügen pro Woche rechnet die Airline mit 200.000 Passagieren im Jahr. Mit dem Einstieg der Iren will der Flughafen Dortmund den weitgehenden Rückzug von Easyjet und Air Berlin kompensieren, der einen Verlust von jährlich etwa 300 000 Passagieren bedeutet, sagte Flughafen-Sprecher Guido Miletic. Ryanair zahle ähnliche Gebühren wie andere Billig-Anbieter am Airport Dortmund. Die Fluggesellschaft mit Sitz in Dublin ist für strenge Preispolitik bekannt, um besonders günstige Flugpreise anzubieten.

Derzeit verhandele man mit neun weiteren deutschen Flughäfen über eine Expansion, so Cawley. Der Flughafen Düsseldorf (Weeze) solle aber weiterhin die wichtigste Basis in Nordrhein-Westfalen bleiben. Mit Vilnius (Litauen) und Korfu werden dort zwei neue Ziele in den Sommer-Flugplan aufgenommen. Die Strecken nach Budapest, Rhodos, Larnaca und Leeds werden gestrichen.

Von der Entscheidung der Lufthansa, den Sitz ihrer neuen Billigairline nach Köln zu legen, zeigen sich der Ryanair-Vize wenig beeindruckt. „Das beeinflusst unsere Planungen für das Sommergeschäft überhaupt nicht“, sagt Cawley.

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    Mit ihrer Wachstumsprognose für Europa liegen die Iren über den Markterwartung. Für 2012 prognostiziert die Internationale Luftfahrtfahrt Organisation (IATA) für Europa ein Wachstum der Passagierzahlen von 3,5 Prozent, im kommenden Jahr sollen es nur noch 2,5 Prozent sein. Ob höhere Passagierzahlen die zuletzt gestiegenen Kosten des Billigfliegers kompensieren können, bleibt abzuwarten. Zuletzt hatte Ryanair einen Gewinnrückgang um fast ein Drittel erlitten.

    Die letzten elf von 112 bestellten Boeing 737-800 sollen bis zum Ende des Jahres ausgeliefert werden. Die Flotte der Iren wächst damit auf 309 Maschinen an. Derzeit verhandelt Ryanair über die Bestellung von 100 neuen Maschinen, mit der Option auf weitere 100. Boeing sei längst nicht der einzig mögliche Lieferant, betont Cawley. Ryanair verhandele außerdem mit dem russischen Hersteller Suchoi und dem chinesischen Flugzeugbauer Comac. „Die Chinesen könnten schon in zwei bis drei Jahren ein Flugzeug liefern, das unseren Anforderungen entspricht“.

    „Die Menschen glauben nicht alles, was in der Zeitung steht“
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    11 Kommentare zu "Steigende Passagierzahlen: Ryanair expandiert in Deutschland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Unsymphatische Fluggesellschaft.

    • Das wird ja spannend in NRW: LH/Köln gegen Ryanair/Dortmund.

      Ist jedenfalls erheblich besser als Weeze oder Hahn.

      Ich werde aber sicher eher von CGN fliegen. Bessere Anbringung und LH ist fairer und kundenfreundlicher, wenn auch etwas teurer.

    • mit ryan air fliegen ist wie mit der straßenbahn 1922.
      es lebe geiz ist geil

    • von Düsseldorf nach Hamburg mit Ryanair.
      Bald also auch von Dortmund nach Hamburg.
      Ryanair scheint es auf den ÖPNV angelegt zu haben.
      Dann machte das auch Sinn mit den Halteschlaufen an den Decken der Flieger statt Sitzen.
      Immer wieder gut für subtilen Humor, Ryans-Air, der Truppe, bei der für den Kunden kein Auge trocken bleiben wird.
      Man wartet förmlich darauf, dass die Halteschlaufen bei Ryans-Air künftig rund um den Flugkörper angebracht werden, damit das Produkt mit Wahlmöglichkeiten beim Fliegen aufzuwarten vermag.
      Fein.

    • Wer die dümmlichen Bedingungen dieser Fluggesellschaft akzeptiert ist entweder dämlich, hat keine Ahnung oder kein Geld. Meistens alles.






      a

    • „Die Chinesen könnten schon in zwei bis drei Jahren ein Flugzeug liefern, das unseren Anforderungen entspricht“

      ... ein Grund mehr Ryanair zu meiden. Da zahle ich lieber zehn Euro mehr und hab' was vernünftiges.

    • @ JMS

      Bzgl. Lastschriftverfahren haben Sie recht, nicht jeder ist Kreditkartenfan - ich auch nicht. Leider ist man heutzutage gezwungen so ein Ding zu haben, sonst nix Mietwagen und eben auch kein Online-Ticket-Buchen. Mit den Kindern ist kein Problem - wir fliegen immer komplett als Familie. I.d.R. kriegt man immer eine Reihe für sich, falls nicht einfach kurz die Stewardess ansprechen. Die regelt das dann. Leider gibt es zunehmend asoziale Familien die das ausnutzen, zu fein sind sich anzustellen und dann als letzte in den vollen Flieger getrödelt kommen und sich dann eine Reihe "freischaufeln" lassen. Das ist wirklich der Nachteil bei Billigfliegern, auch Unterschichtproleten können fliegen. Ansonsten halte ich die sog. Billigairlines für längst unverzichtbar, vor allem wenn man mehrmals im Jahr mit der ganzen Familie in die Sonne will. Dass das die Gutmenschen aus der Kaste der Unkündbaren natürlich ganz schrecklich finden... wen interessierts ? Ist klar Gutmenschen nach Wandlitz, der Rest in die Platte. Hatten wir schon mal, brauchen wir nicht mehr. Danke und tschüsssssssssssss............

    • Pay peanuts and you get monkeys

    • Haben die gemerkt dass die Bürger in Deutschland ab 8 Uhr Morgens bis 0 Uhr Nachts das Hirn abschalten und bauen den Schrottfliegerzirkus jetzt hier aus? Anscheinend ja.... Soll mit fliegen wer will.

    • Dass Billigfluggesellschaften weiter expandieren ist für den Wettbewerb sicherlich gut. Allerdings sollten die Billigflieger zu mehr Standards verpflichtet werden. Immer wieder ist z. B. der Anbieter Ryanair deswegen in der Kritik.

      Zu verbessern gibt es nach wie vor vieles:
      - Ausweis der Gesamtkosten für einen Flug (Hintergrund: Preisvergleich)
      - Zusatzkosten, gerne auch als Strafgebühr bezeichnet, müssen eingeschränkt werden (z. B. keine Gebühren für Online-Check-in bzw. Check-in-Gebühren am Schalter)
      - wenn Anbieter nur Online-Check-in anbieten, dann müssen an allen Flughäfen, die der Anbieter anfliegt, Automaten zum Einchecken bereitgestellt werden (selbstverständlich ohne weitere Kosten für die Reisenden)
      - Familien mit Kleinkindern (bis 12 Jahre) müssen Sitzplätze kostenlos reservieren können, damit die Betreuung während des Fluges sichergestellt ist.
      - Bei der Bestellung über das Interntet muss grundsätzlich das Lastschriftverfahren (ohne zusätzliche Gebühren) ermöglicht werden
      - Die Stornierung von Flugtickets muss bis x Wochen vor Antritt des Fluges möglich sein (Stornogebühr muss in einem vertretbaren Rahmen liegen, am bestens aufwandsbezogen sein)

      Fazit:
      Billigflieger sind gut für die Konkurrenz, allerdings sollten die Kunden dieser Airlines durch Behörden/ Ämter geschützt werden. Schließlich soll der Flug in den Urlaub etwas schönes sein und nicht zum Horror werden bzw. unschöne Überraschungen mit sich bringen.

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