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Stephan Fanderl Firmenchef sieht Galeria Karstadt Kaufhof vor großen Herausforderungen

Die Fusion und Neuausrichtung des Warenhausriesen ist arbeitsintensiv. Konzernchef Fanderl glaubt dennoch, die Probleme in den Griff zu bekommen.
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Karstadt Kaufhof: Fanderl sieht Konzern vor Herausforderungen Quelle: dpa
Stephan Fanderl

„Wir arbeiten mit hoher Geschwindigkeit daran, unser Bestes aus beiden Welten zusammenzuführen.“

(Foto: dpa)

EssenDer neue Warenhausriese Galeria Karstadt Kaufhof steht nach Einschätzung von Konzernchef Stephan Fanderl noch vor großen Herausforderungen. „Die Fusion und die Neuausrichtung kosten Kraft“, räumte der Manager in einem Interview für das Intranet des Konzerns ein. „Die Lage bleibt herausfordernd.“ Insgesamt zeigte sich der Manager dennoch zuversichtlich: „Wir wissen, dass wir das in den Griff bekommen.“

Bei Karstadt habe man im letzten Geschäftsjahr einen „vertretbaren Jahresverlust“ in Kauf genommen, „weil die Richtung stimmt und die Fusion starke Perspektiven bietet“, berichtete Fanderl. Bei Kaufhof sei die Lage aber deutlich schwieriger. „Wir sind dabei das zu drehen, aber das wird nicht ohne spürbare Einschnitte gehen.“

Immerhin sei die erste gemeinsame Kampagne von Karstadt und Kaufhof unter dem Motto „Zusammen sind wir Deins“ gut angelaufen. „Wir arbeiten mit hoher Geschwindigkeit daran, unser Bestes aus beiden Welten zusammenzuführen. Das bringt uns an der Ladenkasse aktuell einen kräftigen Umsatzschub“, berichtete Fanderl.

Der Sportbereich etwa laufe umsatzmäßig über Vorjahr. Er soll in Zukunft erheblich vergrößert werden. Auch Gastronomie und Lebensmittel sollen an Bedeutung gewinnen.

Ein Sorgenkind für den Konzern sind weiterhin die bei dem Zusammenschluss ebenfalls übernommenen erst in den letzten Jahren eröffneten Hudson's Bay Warenhäuser in den Niederlanden.

„Niemand von uns kann nachvollziehen, mit wie wenig Risikobewusstsein und wirklicher Analyse der Bedürfnisse holländischer Kunden dieser Markteintritt erfolgt ist“, sagte Fanderl. Die Verluste dort seien hoch und die Fehler der Vergangenheit könnten nur mit weiteren Investitionen und einer Neuausrichtung korrigiert werden.

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