Storck nach dem Shitstorm Die Marke Merci muss geschützt werden

Nachdem Storck gegen das „Café Merci“ vor Gericht gezogen ist, schlägt dem Berliner Süßwarenhersteller herbe Kritik entgegen. Jetzt hat das Unternehmen reagiert – ebenso wie ein Abgeordneter des EU-Parlaments.
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Zahlreiche Nutzer solidarisieren sich mit den Betreibern des „Café Merci“ und kritisieren das Vorgehen von Storck. Der Konzern hat jetzt Stellung bezogen. (Screenshot Facebook-Seite Merci)
Storck erklärt sich auf Facebook

Zahlreiche Nutzer solidarisieren sich mit den Betreibern des „Café Merci“ und kritisieren das Vorgehen von Storck. Der Konzern hat jetzt Stellung bezogen. (Screenshot Facebook-Seite Merci)

DüsseldorfDie Entrüstung in den Sozialen Netzwerken über das Vorgehen von Storck gegen die Betreiber der Filialen des „Café Merci“ nimmt zu. Nach „Handelsblatt Online“ berichteten unter anderem auch „Bild.de“ und die „FAZ Online“ über den Fall. Mit der medialen Aufmerksamkeit wächst zudem der Ärger, den die Marke Merci auf ihrer Facebook-Seite aushalten muss.

Auch Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei Deutschlands, hat sich zu Wort gemeldet und einen Brief an die Geschäftsführung von Storck verfasst, wie Gericke auf Twitter vermeldet. Darin fragt er, warum ein Traditionsunternehmen wie Storck solch eine Maßnahme nötig hätte. Nun bezieht der Konzern Stellung und veröffentlicht eine Erklärung.

Storck zeigt Verständnis für die Sympathie, die „Café Merci“-Besitzerin Tanja Klügling von vielen Nutzer entgegengebracht wird. Dennoch, so Storck, wolle man einen Blick auf die Fakten werfen. Die Umbenennung von „Café Bonjour“ in „Café Merci“ sehe man als Problem, weil Storck nicht wisse, wo Klüglings Unternehmen in zehn oder mehr Jahren stehen werde und wie viele Filialen es dann unter der Marke betreibe.

Das seien keine nur theoretischen Befürchtungen, denn „wie gut so etwas funktionieren kann und wie eng ein als Patisserie oder Konditorei konzipiertes gastronomisches Angebot Speisen, Konditorwaren wie Pralinen und Schokolade verknüpfen kann, zeigt etwa das Beispiel Leysieffer, eine Kaffeekette mit sehr vielen Filialen, die aus einer Konditorei entstanden ist.“

Zudem sei nicht auszuschließen, dass Klügling die Betriebsgesellschaft der Kaffeehäuser an einen Investor verkaufe, dem das Konzept einer solchen großen Kette gefalle und der das Potenzial der Bezeichnung „Café Merci“ erkenne. „Solchen Entwicklungen müssen wir zum Schutz unserer Marke vorbeugen und das ist auch der Grund, weshalb wir uns bei dem Unternehmen gemeldet und auf unsere Markenrechte hingewiesen hatten“, so Storck.

Storck zeigt sich gesprächsbereit
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6 Kommentare zu "Storck nach dem Shitstorm: Die Marke Merci muss geschützt werden"

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  • Sind das jene Figuren, die täglich, albern mit den Fingern auf dem Smartphone wischend, durch die Straßen stolpern, sich sofort solidarisch erklären und zum "Shitstorm" aufrufen, um sich an "Likes" und "Friends Invites" aufzugeilen?

  • Merci steht im Duden und ist damit Teil der deutschen Sprache, wenn auch aus dem französischen übernommen. Es ist damit nicht schutzfähig, denn sonst könnte man eine Sprache durch den Schutz seiner Teile buchstäblich lahm legen.

  • 200.000 EUR Schaden erheben zu wollen ist ebenso frech wie sein Caffee vorsätzlich nach einem erfolgreichen Konkurrenzprodukt zu nennen.

  • @Eugen Schmidt, ja, nur Ihnen geht es so. Alle anderen verstehen die Analogie von Gastkommentartor Volker Hetzer.

  • Petra W.: "Ich nenn einen Waschsalon ja auch nicht Weißer Riese oder Persil.“ Ich muss leider sagen: Ich verstehe den Kommentar nicht; geht das nur mir so?

  • Ist doch ganz einfach:
    Im Markenrechtsgesetz steht, dass die Marke aktiv geschützt werden muss, um bestehen zu können.
    Ansonsten kann die Marke verfallen.

    Also verhält sich Storck genau richtig.

    Sonst macht der Konditor in 2 Jahren einen Versand auf, legt ein paar Pralinen bei und Stück für Stück geht das Besondere a nder Marke und damit auch deren Schutzwürdigkeit verloren.

    Bis irgendwann mal ein Gericht urteilt, dass Merci nun Allgemeineigentum geworden ist, weil es jeder verwendet.

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