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Stratolaunch Das größte Flugzeug der Welt startet zum ersten Testflug

Vom „Stratolaunch Carrier Aircraft“ sollen eines Tages während des Fluges Trägerraketen mit Satelliten an Bord ins Weltall geschossen werden.
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Der Jungfernflug des größten Flugzeugs der Welt
Jungfernflug in der Mojave-Wüste
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In einer kalifornischen Wüste gelang am Samstag der erste Flug der Stratolaunch, des größten Flugzeugs der Welt.

(Foto: AFP)
Zwei Kabinen, sechs Triebwerke
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Das Flugzeug soll künftig als Trägerflugzeug dienen, um aus der Luft Raketen zu starten, die zum Beispiel Satelliten in eine Erdumlaufbahn bringen.

(Foto: Reuters)
Die Stratolaunch im Landeanflug
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Die Firma Stratolaunch Systems war von Paul Allen gegründet worden, dem 2018 verstorbenen Mitgründer des Softwarekonzerns Microsoft.

(Foto: AFP)
Planespotter beobachten die Maschine und ein Begleitflugzeug
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Bei dem zweieinhalbstündigen Flug erreichte das Flugmodell eine Höhe von über 5000 Metern und eine Spitzengeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern, teilte das Unternehmens mit.

(Foto: Reuters)
Dunkler Rauch vor dem Testflug
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Am Tag vor dem Start war dunkler Rauch aus einem der Triebwerke der Stratolaunch ausgetreten.

(Foto: Reuters)
Extreme Flügel
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Der riesige Flieger mit einer Flügelspannweite von 117 Metern war von dem Flughafen Space Port in der Mojave-Wüste gestartet und nach dem Testflug problemlos gelandet - „sanft und punktgenau“, wie es hieß.

(Foto: Reuters)
Team von Stolz erfüllt
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„Was für ein fantastischer erster Flug“, sagte Stratolaunch-Chef Jean Floyd nach der Landung. Der Flug erweitere nunmehr die Möglichkeiten zu Alternativen zu Raketenstarts vom Boden. „Ich bin so stolz auf diesen historischen Tag“, twitterte er später. Auch Testpilot Evan Thomas war vom Erstflug begeistert.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfIn Kalifornien ist nach jahrelanger Entwicklung erstmals das „Stratolaunch Carrier Aircraft“ zu einem Testflug abgehoben. Wie der US-Sender CNN berichtet, ist es mit einer Flügelspannweite von 117 Metern das größte jemals gebaute Flugzeug der Welt und stellt sogar die Antonov An-225 in den Schatten, die bislang als weltgrößtes Flugzeug galt.

Wenn die Testphase abgeschlossen ist, soll Stratolaunch als Startbasis für Raketen dienen, die Satelliten ins Weltall transportieren sollen. Die Entwickler versprechen sich von der neuen Startmethode vor allem Kosteneinsparungen und wollen die Raketenstarts per Flugzeug als Alternative zu den herkömmlichen Raketenstarts von einer irdischen Startrampe etablieren.

Stratolaunch-Chef Jean Floyd sagte bereits 2018, „einen Satelliten ins Weltall zu bekommen wird bald so einfach sein wie das Buchen eines Linienfluges.“ Ob er damit Recht behält, bleibt abzuwarten. Der Jungfernflug des Stratolaunch-Flugzeuges ist jedenfalls ein großer Schritt auf dem Weg zur mobilen Startrampe im All.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Virgin-Chef Richard Branson plant ebenfalls die Entwicklung eines Trägerflugzeuges für mobile Raketenstarts in der Erdatmosphäre. Mit einer Boeing 747 will Branson bereits Mitte des Jahres die erste Rakete ins Weltall schießen. Anders als beim Stratolaunch verlässt sich Branson bei seinem Projekt auf ein bereits vorhandenes Flugzeug und verkürzt damit die Test- und Entwicklungsphase erheblich.

Die Neuentwicklung des Stratolaunch war hingegen deutlich aufwendiger. Über die Kosten schweigt der Hersteller beharrlich. Das Flugzeug wird von insgesamt sechs Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney angetrieben und fällt vor allem durch seine ungewöhnliche Form auf. Die Tragfläche verbindet die beiden Flugrümpfe miteinander, die jeweils über ein separates Cockpit verfügen.

Entwickelt wurde das Flugzeug von der US-Firma Stratolaunch Systems. Deren 2018 verstorbener Gründer Paul Allen, der zusammen mit Bill Gates einer der Erfinder von Microsoft war, finanzierte zuvor bereits die Entwicklung des Raumflugzeuges Space Ship One mit, welches 2004 mit dem ersten bemannten privaten Weltraumflug Geschichte schrieb.

Der erste reguläre Flug mit einer Trägerrakete an Bord soll laut Stratolaunch Systems „im Laufe des Jahres 2020“ stattfinden. Bis dahin braucht es jedoch noch zahlreiche Testflüge – und eine Zertifizierung der US-Luftfahrtbehörde FAA.

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