Streik am Donnerstag Verdi legt alle großen Flughäfen lahm

Flugreisende werden am Donnerstag wieder auf eine Geduldsprobe gestellt. Unter anderem wird es in Frankfurt, München und Düsseldorf zu erheblichen Einschränkungen kommen. Die Lufthansa kündigt schon Annullierungen an.
Update: 25.03.2014 - 15:57 Uhr 8 Kommentare
Auch am Hamburger Flughafen wird am Mittwoch die Arbeit niedergelegt – wie bereits vor einem Jahr (Foto). Quelle: dpa

Auch am Hamburger Flughafen wird am Mittwoch die Arbeit niedergelegt – wie bereits vor einem Jahr (Foto).

(Foto: dpa)

Frankfurt/BerlinIn Frankfurt und an anderen deutschen Flughäfen drohen am Donnerstag massive Behinderungen und Flugausfälle. Am größten deutschen Drehkreuz hat die Gewerkschaft Verdi tausende Beschäftigte des Betreibers Fraport AG zu einem elfstündigen Warnstreik zwischen 3.30 und 14.30 Uhr aufgerufen. Auch in München, Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart sollen die öffentlich beschäftigten Flughafenmitarbeiter die Arbeit ruhen lassen, wie der Verdi-Bundesvorstand in Berlin mitteilte.

Laut Gewerkschaft sollen in Frankfurt unter anderem die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste, der Frachtabfertigung und der Passagierkontrollen streiken, nicht aber der Flughafenfeuerwehr. Wenn die Feuerwehr nicht zum Dienst antreten würde, könnte der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen gar nicht stattfinden.

Die Lufthansa als größter Kunde des Flughafens arbeitet an einem Ersatzflugplan. „Sollten tatsächlich - wie laut Medienberichten angekündigt - am Donnerstag allein in Frankfurt 6000 Flughafenmitarbeiter in den Ausstand treten, müsste an diesem Tag ein Großteil der Flüge am Heimatflughafen der Lufthansa gestrichen werden“, erklärte die größte deutsche Fluggesellschaft. Einzelheiten über Annullierungen, Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten zum Beispiel mit der Bahn will die Lufthansa den Passagieren am Mittwochvormittag geben. Man werde sich bemühen, die Auswirkungen für die Passagiere so gering wie möglich zu halten, hatte eine Sprecherin bereits am Montag erklärt.

Die Frachttochter der Lufthansa hat sich mit ihren Planungen ebenfalls auf Behinderungen eingerichtet, wie der Vorstandschef der Lufthansa Cargo, Karl Ulrich Garnadt, erklärte. „Wir rechnen schon mit deutlichen Einschränkungen des Betriebs in Frankfurt.“

IW-Experte: Vorgehen von Verdi nicht mehr verhältnismäßig
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8 Kommentare zu "Streik am Donnerstag: Verdi legt alle großen Flughäfen lahm"

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  • Verdi Ihr Mistkerle !! Was haben die Passagiere mit Eurem Streik zu tun ???

  • Ja, wieder mal Verdi. Verhandeln immer nur mit der Brechstange und auf Kosten derer die nichts dafür können.
    Das ist allmählich so offensichtlich, dass Verdi mit dem Streikaufruf immer ganz schnell dabei ist. So kommt Herr Bsirske wieder ins Fernsehen und kann Werbung für "seine" Gewerkschaft machen. Und doofen Pfeifen sind dann wieder mit der Trillerpfeife unterwegs

  • Schon mal was von Schlichter gehört? Der letztendlich meist akzeptiert wird? Besser Verhandlung effektiv, als die Brechstange. Insbesondere VERDI ist überflüssig!

  • Dann machen Sie bitte einen besseren Vorschlag, wie sich die Angestellten im öffentlichen Dienst gehör verschaffen sollen. Wenn die IGM tagelang streikt stört das doch auch keinen Menschen.

    Eben kurz den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen überflogen: Die Arbeitgeberseite hat nach bisher zwei Verhandlungsrunden kein Angebot auf den Tisch gelegt. Aber schuld ist allein VERDI, schon klar.

  • Ich würde mich freuen, wenn nicht immer die Kunden in Geiselhaft genommen werden würden. Mal sehen, ob ich morgen heim komme. Am Freitag habe ich noch Termine in Deutschland. Wenn ich die nicht wahrnehmen kann, kostet es den Staat immerhin ungefähr 400,-EUR. Dies ist meine einzige Genugtuung. Warum es neuerdings en vogue ist, immer die Kunden des Arbeitgebers maximal zu schaden, anstatt den Arbeitgeber, den man schließlich doch zwingen will, mehr zu zahlen, ist mir ein Rätsel. Die Finanzämter von NRW wurden nicht bestreikt. Jedenfalls wurden alle Zahlungen und noch mehr pünktlich von meinem Konto abgebucht. Auch ist kostenloses Parken in meiner Kommune nicht möglich. Liebe Verdi: Wenn dort mal gestreikt werden würde, wären vermutlich viele normale Bürger sogar solidarisch mit dem ÖD. So jedoch hoffe ich darauf, dass Fraport möglichst alle Bereiche privatisiert.

  • Frechheit. Den Standort Deutschland für einen Tag lahmzulegen ist eine Unverschämtheit und der volkswirtschaftliche Schaden wird wieder einmal auf die Allgemeinheit umgelegt. Vom Image-Schaden bei ausländischen Privat- und Geschäftsreisenden abgesehen, kann es nicht angehen, daß VERDI beliebig in sogenannten "Warnstreiks" insbesondere die auf Pünktlichkeit angewiesenen Geschäftsreisenden davon abhält, Termine im In- und besonders im Ausland einzuhalten. Eine Minderheit terrorisiert eine Mehrheit, die nur ihrer Arbeit nachgeht und in den Tarifverhandlungen nicht Partei ist. Die Rechnung sollte jeder an VERDI stellen...

  • Wer über 25oooo,--€ plus Rente mit 56 verdient und dann glaubt streiken zu müssen, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen.

  • Die Wirtschaft lahmlegen ist genau so angenehm (besonders für die Betroffenen) wie das ständige Herausholen der Nazikeule bei jeder genehmen Gelegenheit.

    Gewerkschaften müssten verboten werden, denn die Aufgabe, die Arbeit gehen vor!

    Hier gehören vorrangig direkt geeignete und unabhängige Schlichter zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hin, die letztendlich das gleiche Ergebnis erzielen. Irgendwo muß ja mal die Vernunft einsetzen. Weg mit den Gewerkschafts-Parasiten, natürlich auch aus den profitablen Aufsichtsräten.

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