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Streik-Auswirkungen Iberia streicht 127 Flüge

Erneut wehren sich die Angestellten der Fluggesellschaft Iberia gegen die Gründung einer Billig-Tochter. Bis Dienstag fallen über ein Drittel der geplanten Flüge aus. Kanaren und Balearen werden aber weiter bedient.
19.02.2012 - 18:25 Uhr Kommentieren
„Nein zu Iberia Express“: Iberia-Mitarbeiter protestieren vor der Unternehmenszentrale in Madrid. Quelle: AFP

„Nein zu Iberia Express“: Iberia-Mitarbeiter protestieren vor der Unternehmenszentrale in Madrid.

(Foto: AFP)

Madrid Die spanische Luftfahrtgesellschaft Iberia hat wegen eines erneuten Streiks von Sonntag bis Dienstag 127 Flüge gestrichen. Diese Zahl entspricht 38 Prozent der geplanten Flüge, wie das Unternehmen mitteilte. Die für Touristen wichtigen Verbindungen zu den Kanarischen Inseln und den Balearen seien aber nicht betroffen.

Die Pilotengewerkschaft Sepla hatte Ende Januar beschlossen, sich den geplanten Streiks des Kabinen- und Bodenpersonals von Iberia anzuschließen. Die Piloten haben seit dem 18. Dezember bereits an mehreren Tagen die Arbeit niedergelegt. Weitere Streiks sind für den 24. und 29. Februar angesetzt. Sepla warnte bereits, dass sie die Streiks verschärfen werde, wenn Iberia keine Verhandlungsbereitschaft zeige.

Die Arbeitsniederlegungen richten sich gegen das Vorhaben Iberias, im März eine neue Billigfluglinie ins Leben zu rufen. Die Tochterfirma Iberia Express soll sich auf Flüge innerhalb Spaniens und Europas spezialisieren, so dass die Muttergesellschaft sich auf die lukrativen Transatlantik-Routen konzentrieren kann.

Die Pilotengewerkschaft hält eine solche Auslagerung der Kurz- und Mittelstrecken für illegal, weil sie gegen die Tarifverträge verstoße. Iberia bestreitet dies und will an der Gründung der Tochtergesellschaft festhalten.

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