Streik bei der Bahn Auch GDL sieht Fortschritte

Die Bahn hatte bereits am Vorabend von „weiteren Fortschritten“ gesprochen, nun vermeldet auch die GDL eine Annäherung. Nun wollen die beiden Parteien das nächste Etappenziel in Angriff nehmen.
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Ulrich Weber (l), Personalvorstand der Deutschen Bahn AG, und Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL: Bahn und GDL verhandeln bereits seit vergangenem Juli miteinander. Quelle: dpa
Ulrich Weber und Claus Weselsky

Ulrich Weber (l), Personalvorstand der Deutschen Bahn AG, und Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL: Bahn und GDL verhandeln bereits seit vergangenem Juli miteinander.

(Foto: dpa)

Berlin/FrankfurtIn ihrer schwierigen Tarifrunde sind die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL einen Schritt vorangekommen. Beide Seiten hätten bei Verhandlungen am Montag in Berlin einen Weg gefunden, Zugbegleiter und Bordgastronomen in den Flächentarifvertrag aufzunehmen, der bisher nur für Lokomotivführer gelte, teilte die GDL am Dienstag mit. „Der erzielte Fortschritt“ sei in einem Verhandlungsprotokoll fixiert worden. Die Bahn hatte bereits am Vorabend von „weiteren Fortschritten“ gesprochen. An diesem Freitag werden die Verhandlungen fortgesetzt.

Damit ist die Streikgefahr zu Beginn der Osterferien gebannt. In Niedersachsen und Bremen fangen die Schulferien an diesem Mittwoch an, in den meisten anderen Bundesländern am folgenden Wochenende.

Nächstes Etappenziel für die GDL ist es, auch die Berufsgruppen der Lokrangierführer und der Disponenten/Planer in den Flächentarifvertrag zu integrieren. Im Flächentarifvertrag sind unter anderem Entgelt, Arbeitszeit und Urlaub geregelt. Die GDL versucht, die Regelungen dieses Vertrags für ihre Mitglieder auch bei anderen Eisenbahnunternehmen durchzusetzen.

GDL-Chef Claus Weselsky sagte, zuerst sollten alle genannten Beschäftigtengruppen in einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal eingebunden werden. Anschließend würden „die zusätzlichen Tarifelemente in den Haustarifverträgen verankert“. Am Schluss wolle man sich mit der Bahn über Entgelt und Arbeitszeit einigen.

Welche Länder in die Schiene investieren
huGO-BildID: 10110060 A high-speed AVE train, on its first journey between Madrid and Barcelona, arrives in Barcelona, Spain, Wednesday, Feb. 20, 200
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Platz 10 - Spanien - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 27 Euro

Im Krisenland Spanien leidet auch die Infrastruktur unter der anhaltenden Wirtschaftskrise. Die Investitionen ins Schienennetz fallen 2013 deutlich geringer aus als bei den europäischen Nachbarn.

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Platz 9 - Frankreich - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 47 Euro

Streiks legten zuletzt weite Teile des Schienenverkehrs in Frankreich lahm. Das Netz für TGV und Co. wurde zuletzt nicht sonderlich gut gepflegt. Im Vergleich landen die Franzosen auf den hinteren Plätzen.

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Deutschland investiert seit Jahren deutlich mehr Geld in den Straßenbau als in die Schieneninfrastruktur. So droht die Bundesrepublik mit 54 Euro pro Bürger den Anschluss an wirtschaftlich potente Länder in Europa zu verlieren.

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Platz 7 - Italien - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 81 Euro

Auch in Italien schlägt die Wirtschaftskrise spürbar auf die staatlichen Schieneninvestitionen durch. Umso überraschender ist es, dass Italien mehr Geld in sein Netz investiert als Deutschland.

Neuer Eurostar-Bahnhof in London in Betrieb genommen
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Platz 5 - Großbritannien - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 120 Euro

Das Netz der verschiedenen privaten englischen Eisenbahngesellschaften, auf denen täglich 18.000 Personenzüge und 1000 Güterzüge verkehren, ist rund 16.880 Kilometer lang. Die Netzausbau kann sich sehen lassen: England brachte 120 Euro pro Bürger auf.

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Platz 4 - Niederlande - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 139 Euro

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schweden
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Platz 3 - Schweden - Investitionen ins Schienennetz pro Kopf: 160 Euro

Schweden brachte im vergangenen Jahr 160 Euro pro Bürger auf. Das schwedische Schienennetz umfasst rund 11.481 Kilometer. Auf den wichtigsten Strecken sprintet der Schnellzug X2000.

Die GDL verlangt für das gesamte Zugpersonal fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.

  • dpa
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