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Streik bei Textil-Discounter Kik-Mitarbeiter legen Arbeit wieder nieder

Hunderte Mitarbeiter des Textil-Discounters Kik legen am Montag wieder die Arbeit nieder. Die Beschäftigten im Zentrallager in Bönen folgen einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Ihre Forderung: Tarifliche Löhne.
21.11.2014 - 15:04 Uhr Kommentieren
Der Discounter Kik gehört zum Einzelhandelskonzern Tengelmann. Quelle: dpa

Der Discounter Kik gehört zum Einzelhandelskonzern Tengelmann.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Angestellten im Zentrallager des Textildiscounters KiK im nordrhein-westfälischen Bönen sind ab Montag zu einer zweiten Streikwoche aufgerufen. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Freitag mit, die Tarifkommission habe am Mittag eine Verlängerung des Ausstandes beschlossen. Dabei solle von Tag zu Tag entschieden werden, wie es weiter gehe.

An den ersten Streiktagen von Montag bis Freitag hätten täglich rund 200 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, teilte Verdi mit. Da mehr als die Hälfte der Festangestellten nicht arbeite, „können viele Läden gar nicht oder nur zum Teil beliefert werden“, erklärte Verdi-Streikleiterin Christiane Vogt.

Arbeitsniederlegungen seien so lange möglich, bis ein Tarifvertrag abgeschlossen sei, kündigte sie an. Das Zentrallager beliefert nach Gewerkschaftsangaben Geschäfte des Billiganbieters in ganz Deutschland und in Osteuropa.

Verdi will mit dem Arbeitskampf die Anerkennung aller Tarifverträge des NRW-Einzelhandels für die Kik-Logistik-Beschäftigten durchsetzen. Das derzeitige Geschäftsmodell bei Kik sei auf "Lohndumping und niedrige Sozialstandards" ausgerichtet, kritisierte die Gewerkschaft. Ein Lagerarbeiter in Nordrhein-Westfalen bekomme nach dem dort geltenden Einzelhandelstarifvertrag 2106 Euro brutto im Monat. Kik zahle seinen Lagerarbeitern dagegen nur 1650 Euro brutto.

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