Streik mit verheerenden Folgen Frankfurter Flughafen ist abgeriegelt

Der Frankfurter Flughafen ist wegen eines Warnstreiks des Sicherheitspersonals fast komplett gesperrt worden. Nur für Transitpassagiere geht es auf Deutschlands größtem Flughafen überhaupt noch weiter.
Update: 21.02.2014 - 15:14 Uhr 16 Kommentare

Aggressive Stimmung und Chaos am Frankfurter Flughafen

BerlinDer von Sicherheitsleuten bestreikte Frankfurter Flughafen ist am Freitag für Passagiere weitgehend gesperrt worden. Wegen des Streiks der privaten Sicherheitsleute werden nur noch Fluggäste abgefertigt, die in Frankfurt umsteigen müssen, wie ein Sprecher der Bundespolizei erklärte. Der Betreiber Fraport forderte die Fluggäste auf, sich mit ihrer Fluggesellschaft für Umbuchungen in Verbindung zu setzen.

Zuvor war immerhin ein Teil der Kontrollstellen besetzt gewesen, vor ihnen hatten sich lange Schlangen gebildet. Die Wartezeit für die Passagiere betrug zum Teil mehrere Stunden.

Bis zum Freitagmittag wurden einem Fraport-Sprecher zufolge 65 Flüge annulliert. Diese Zahl dürfte sich allerdings im Lauf des Tages weiter erhöhen.

Zahlreiche Plätze in den Maschinen blieben zudem leer, weil die vorgeschrieben Passagierkontrollen nicht stattfinden konnten. Von 183 in den beiden Terminals verfügbaren Kontrollspuren waren zeitweise nur 20 besetzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Aufgabe dürfen nur speziell geschulte und von der Bundespolizei überprüfte Beschäftigte vornehmen. Transitfluggäste müssen in Frankfurt erneut durch den Sicherheitscheck, wenn sie aus einem Land außerhalb des Schengen-Raums kommen.

Allein die Lufthansa hat bisher 35 Flüge abgesagt und bittet ihre Fluggäste um Geduld. „Wir empfehlen daher allen innerdeutschen Fluggästen der Lufthansa, wenn möglich alternative Verkehrsmittel zu nutzen und beispielsweise auf die Bahn auszuweichen.“ Wer auf die Bahn ausweiche, erhalte den Wert des ungenutzten Flugscheins erstattet. Eine vorherige Anreise zum Flughafen sei dafür nicht notwendig.

„Wir verpassen unseren Flieger“
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16 Kommentare zu "Streik mit verheerenden Folgen: Frankfurter Flughafen ist abgeriegelt"

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  • Keine Ahnung ob hier schon mal jemand aus der runde über den charles de gaulle airport geflogen ist, aber ich muss das leider öfters und wenn dort gestreikt wird, ist das heutige FRA "chaos" ein witz. Dort kommt man gar nicht erst in den airport und wird draussen noch rüde beschimpft und angepöbelt. Mir so alles schon passiert.

    Ein wörtchen noch zu einem der mein es seien "wilde streiks" So kann ich nur sagen, das wenn es denn solche wären, die bundespolizei das bestimmt hätte verhindern können. Denn die sicherheits leute sind ja im auftrag des staates da.
    Das haben sich letzendes alle betreffenden gruppen selbst eingebrockt. Da wird in grauzonen personal von einem zum anderen verschoben immer unter den augen des staates bzw. des bundeslandes. Es wird eine firma zugemacht dann eine neue eröffnet und das gleiche personal von schlechteren konditionen weiterbeschäftigt. Das sich die leute irgendwann wehren ist verständlich. Das sie das dann da vollziehen wo es am meinsten schmerzt auch.
    Wie viele "nieten in nadelstreifen" sich hier bei uns tummeln ist wohl auch aus der presse und TV hinlänglich bekannt. Aber immer auf die sicherheitsleute einprtügeln hilft auch nichts. Wir alle, iich schließ mich da mit ein, wollten günstig fliegen, daher wird sich diese spirale immer weiter drehen. Mein arbeitgeber hat mich früher buiss fliegen lassen, jtzt nur noch holz. Also es geht munter immer weiter.
    Noch vor 5 jahren konnte man am LH-schalter alles bekommen. Heute ist das nur noch ein baggage drop-off und weiter nichts. Da wird also auch gesparrt. So muss ich jetzt mit einem touch screen "reden" und alles selber machen, wir können das. Aber die generation vor mir hat mit diesen automatismen richtig probleme. Das sollte auch mal bedacht werden.
    Auch könnte ja drüber nachdgedacht werden die sicherheit wieder in staates hand zu geben, nur ob es beser wird wenn das militär uns checkt, wie anderenorts üblich, sei dahin gestellt. Ich mag keine "knarre" im rücken haben...

  • Sollten diese "Sicherheitskräfte" nicht für den Mindestlohn arbeiten? Bei DER Ausbildung??

  • Streike ist nicht mehr Zeitgemäß!
    Es ist Erpressung und Schädigung des Unternehmens von dem die Streikenden mehr Geld wollen!
    Alternativen Unabhängiges Schiedsgericht.
    Viele unbeteiligte müssen ebenfalls darunter leiden!

    Ich fliege schon lange nicht mehr mit einer Deutschen Fluggesellschaft, da das Streiken hier schwer in Mode ist.

    Bodenpersonal, Flugpersonal die Gewerkschaften schaden allen!

    Ich habe nichts gegen bessere Gehälter, aber nicht so!

  • Sicherheitsleute fordern 37 Prozent mehr Geld
    ------------
    Nur 37%? Das ist doch sehr bescheiden! Unsere Abgeordneten haben sich heute gerade 10% gegönnt, und das sind 830 Euro pro Monat. Sie bekommen dann 9.082 Euro pro Monat plus 4.000 Euro steuerfreie Aufwandentschädigung!

  • Jau, auch so ein Obrigkeitshöriger, der noch auf die Beleidigungsmasche rein fällt. Ich bin Selbständiger. Meinen Sie, man könnte in Deutschland noch erfolgreich selbständig sein, wenn man nicht ab und zu einem Beamten eine rein drückt. Heute erst musste ich eine Tusse beim Finanzamt äußerst robust ansprechen, damit sie pariert.
    Und bei diesen Sicherheitskräften muss man ja noch nicht mal beleidigend werden. Die sind meistens so minderbemittelt, dass sie Ironie nicht verstehen und dann von sich aus beleidigend werden. Und dann komme ich mit der Beleidigungsmasche und rufe gleich den bereit stehenden Polizisten hinzu. Sie glauben gar nicht wie kleinlaut die dann werden.
    Bin schon gespannt, ob dies noch durch die Zensur geht.

  • Haben Sie auch nur ansatzweise eine Ahnung wie oft man Streikopfer wird, wenn man beruflich auf Fliegen angewiesen ist? Und bei mir als Selbständigen entsteht dann meistens ein finanzieller Schaden, der höher ist als was die Leute da fordern. Der aktuelle Streik ist mal wieder ein wilder Streik. Zig Menschen haben dadurch einen nicht unerheblichen finanziellen Schaden. Und beim letzten Streik des Kabinenpersonals hatte ich sogar erst noch Verständnis und nach einer Ankunft aus Singapur gleich angeboten, mit dem Zug weiter zu fahren. Aber nein, man wollte die Passagiere in Geiselhaft nehmen, um abends schöne Chaos-Bilder in den Nachrichten zeigen zu können und belog einen, dass Folgeflüge ja fliegen würden. Nach 6 Stunden Warten wurde dann 5 min vor dem Boarding der Flug annulliert. Da hätte ich einen der Freaks mit den gelben Westen beinahe erschlagen. Wenn Gewerkschaften das Maximum tun, um die Kunden der Beschäftigten zu schädigen, dann hält sich meine Solidarität in sehr engen Grenzen. Den Arbeitgeber könnte der Sicherheitsdienst auch anders schaden (einfach z. B. nachts den Flughafen nicht mehr bewachen). Aber prinzipiell die Kunden in Geiselhaft zu nehmen, um Bilder vom Chaos in den Nachrichten zu zeigen, ist einfach nur noch unanständig.

  • Nur zu. Wenn sich heraus stellt, dass ein MA dieser dämlichen Sicherheitskontrollen, die im Übrigen gar keine sind, meint, sich aufspielen zu müssen und die Kunden zu schikanieren, dann fliegt er. Einen von diesen Freaks habe ich schon aus dem Job entfernen lassen. Im Übrigen sind diese Sicherheitskontrollen gar keine. Auch ich habe schon mal ein Taschenmesser im Handgepäck gehabt. Wenn einem das rechtzeitig einfällt, bekommt man auch so was in den Flieger. Und so ziemlich jeder Vielflieger kennt die Tricks wie man Benzinfeuerzeuge, Taschenmesser u. ä. durch die Sicherheitskontrolle durch bekommt. Also machen Sie nicht so einen Larry. Die ganze Show-Veranstaltung ist so dermaßen lächerlich, dass es schon weh tut.

  • Wenn unternehmerisches Denken der Mitarbeiter nicht mehr gefragt sein sollte, ...
    ....können wir infrastrukturnahe Aufgaben wieder verstaatlichen. Die Beamten dürfen ja nicht streiken!

  • ........welche Firmen oder Interessengemeinschaften dahinterstecken.

    Die Gewerkschaftsbonzen, wer sonst? Auf diese primitive Art und Weise sichern und erhöhen sie ihre Pfründe, auf kosten dritter (Fluggäste), Denn die sind ein Dienstleister und müssen, egal wie auch immer Geld einnehmen. Da die Mitgliedsbeiträge an die Einkommen der Arbeitnehmer gekoppelt sind ist für die Gewerkschaften jede Lohnerhöhung ein satter Verdienst ohne eigenes Risiko und auf dem Rücken unbeteiligt dritter die dem primitiven Treiben hilflos ausgesetzt sind.

  • Nein, es geht um die unberechtigte Forderung, dass ungelernte Hilfsarbeiter EUR 16 pro Stunde erhalten sollen. Und das für dafür, dass sie auch noch dazu immer unfreundlich, übellaunig, desinteressiert und teilweise der deutschen Sprache nur in geringem Umfang mächtig sind. EUR 16 sind eine groteske Forderung!

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