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Streikdrohung Lufthansa macht Piloten ein neues Angebot

Im Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Einen Tag vor dem drohenden Streik hat die Fluggesellschaft ihr Angebot für eine Arbeitsplatzgarantie konkretisiert. Jetzt liegt der Ball wieder bei den Piloten.
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Im Tarifkonflikt haben die Piloten nach einer Urabstimmung zum flächendeckenden Streik von Montag bis Donnerstag kommender Woche aufgerufen. Quelle: dpa

Im Tarifkonflikt haben die Piloten nach einer Urabstimmung zum flächendeckenden Streik von Montag bis Donnerstag kommender Woche aufgerufen.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Kurz vor Beginn des größten Streiks in der deutschen Luftfahrtgeschichte hat die Lufthansa ihr Angebot an die Piloten konkretisiert. Das Unternehmen sei bereit, bis Ende 2012 eine Arbeitsplatzgarantie zu geben, bestätigte eine Sprecherin Aussagen von Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das Blatt schreibt zudem, die Garantie könne bis 2013 oder 2014 verlängert werden. „Voraussetzung ist aber, dass wir wieder an einen Tisch kommen.“ Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich Lufthansa offen für eine Regelung zur Arbeitsplatzsicherheit gezeigt.

Für Montag bis einschließlich Donnerstag hat die Vereinigung Cockpit mehr als 4000 Piloten zum Streik aufgerufen. Mit rund 3200 Flugausfällen wäre es für die Airline der bisher größte Ausstand. Normalerweise zählt die Lufthansa jeden Tag rund 150 000 Passagiere. Streitpunkte sind Geld, Arbeitsplatzsicherung und vor allem der Einfluss auf die Unternehmenspolitik.

Die Kritik am drohenden größten Streik der deutschen Luftfahrtgeschichte wächst: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) forderte, den Streik der Lufthansa-Piloten in letzter Minute auf dem Verhandlungsweg zu verhindern. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sprach von einem "Irrweg" und rief dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Lufthansa bot am Samstag neue Verhandlungen unter Vorbedingungen an, die Pilotengewerkschaft lehnte dies aber ab.

Die Lufthansa hatte den Piloten bereits zuvor Verhandlungen angeboten, stellte aber Bedingungen: "Wir können sofort über das Thema Arbeitsplatzsicherheit für Lufthansa-Piloten verhandeln, wenn VC ihre unerfüllbaren und rechtlich unzulässigen Forderungen über die Ausweitung deutschen Tarifrechts ins Ausland fallen lässt", sagte Lufthansa-Vize Christoph Franz laut Mitteilung.

Die Gewerkschaft lehnte dies ab ab. "Die Vereinigung Cockpit, die vorbedingungslosen Gesprächen jederzeit offen gegenüber steht, sieht sich nicht in der Lage die Vorbedingungen der Lufthansa Konzernführung zu akzeptieren", hieß es in einer Mitteilung. Die Bedingungen würden bereits bestehende Tarifverträge in Frage stellen. Zudem zeigte sich die Gewerkschaft verwundert, dass Voraussetzungen für Gespräche über die Medien mitgeteilt würden.

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11 Kommentare zu "Streikdrohung: Lufthansa macht Piloten ein neues Angebot"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ich finde das ganze eine riesen große Frechheit, LH Piloten verdienen eh mehr als ihre Kollegen bei anderen Unternehmen und das ist eben das Prinzip der Freien Marktwirtschaft, entweder man macht es billger, weil es andere auch billiger machen oder man sieht zu das man sich höher Qualifiziert dann kann man auch wieder mehr Geld verlangen, aber SO NiCHT!

  • ich finde das ganze eine riesen große Frechheit, LH Piloten verdienen eh mehr als ihre Kollegen bei anderen Unternehmen und das ist eben das Prinzip der Freien Marktwirtschaft, entweder man macht es billger, weil es andere auch billiger machen oder man sieht zu das man sich höher Qualifiziert dann kann man auch wieder mehr Geld verlangen, aber SO NiCHT!

  • Hallo! ich finde den angekündigten Streik zwar bedauerlich, kann die Forderungen der LH Piloten aber voll und ganz verstehen! ich muss beruflich viel fliegen und ich hätte Angst in einem "Low-Cost" Flugzeug ( was ist eigentlich in so einem betrieb alles low-cost?? ) oder in einem von billigen,müden, schlecht ausgebildeten vielleicht nicht die gleiche Sprache sprechenden Piloten gesteuerten Flugzeug zu sitzen! in der Automobilbranche hatte man mit dem outsourcing zu beginn massive Qualitätseinbußen! Nur um verhältnismäßig wenig Kosten zu sparen. ich möchte dass bei meinem nächsten Flug nicht als unschuldiger Passagier miterleben. ich kauf mir ja auch kein billig Tata Auto und beschwere mich danach wenn der Airbag nicht aufgeht.....

  • ich denke das Problem wird sich mittelfristig erledigt haben, militärische Entwicklungen gehen mit zeitlicher Verzögerung auch auf zivile Produkte über.
    ein Flugzeug ohne Pilot gibt es beim Militär schon !

  • Sehr geehrte Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), ihre Mitglieder sind in einem halbstaatlichen Unternehmen angestellt, als hohes Gehalt sichere Arbeitsplätze. ich halte ihre Forderungen für überzogen und unverschämt. Würde man auf mich hören würde ich die Piloten der Lufthansa dienstverpflichten, und einem Strickverbot unterstellen. Wem dieser Gedanke nicht gefällt, soll sich einen neuen Arbeitsplatz suchen. Was hier abläuft, ist der Straftat bestand der Erpressung.
    Danke

  • Warum streiken diese wahnsinnigen LH Piloten ??

    Ganz einfach . Weil sie von allen Arbeitnehmergruppen in Deutschland am besten organisiert sind und ihre berechtigten Forderungen auch durchsetzen können. Zum Schluss wird das Management nachgeben müssen. Klar bewirkt so etwas Neidgefühle, sowohl in schlechter als auch in besser verdienenden Schichten der Republik. Die meisten beschäftigungsgruppen sind der Gier und der Willkür des Managements ausgesetzt, Letzteres gönnte sich gerade im Fall von Lufthansa 15% Gehaltssteigerung. Wasser predigen und Wein trinken nennt man das. Wenn Sie nicht streiken wird die Abwärtsspirale des Lohndumpings kein Ende nehmen, denn viele Topmanager sind in der Regel Profilneurotiker und würden auch Kühlschränke an Eskimos verkaufen inkl. ihrer eigenen Großmutter. Sie verstehen nur den Arbeitskampf als Druckmittel, Verträge oder Geschäftsgrundlagen sind da nur hinderlich und lästig und werden gern immer wieder als „nicht zeitgemäß“ tituliert oder gleich umgangen. Unter Lohndumping leidet die Qualität der Selektion und der Ausbildung und in Folge dessen auch die Sicherheit. in den USA kommen Piloten ohne Nebenjobs bei Starbucks oder als Hundesitter oftmals nicht über die Runden. Diesem Trend würden sich Manager liebend gern auch in Europa anschließen, im Sinne von Shareholder Value und Vorstandsbonuszahlungen. ich glaube nicht, dass der Kunde sein Leben einem Piloten anvertrauen möchte der vor seinem Flugdienst noch 6-10 Stunden schaffen durfte.

  • Die Piloten haben meine volle Unterstützung, sie sollen nehmen , so viel sie bekommen können. Ansonsten stecken die Kohle andere ein.

  • Ein Arroganz mit der die Pilotenvertretung auftritt. ich habe neulich mit einem Piloten gesprochen, ein absolut falsches Weltbild scheint bei dieser Lufthansa-berufsgruppe gegeben zu sein. Es geht nur um besitzstandswarung und die Vermeidung sich der globalen Realität zu stellen. Das Lufthansa-Management reagiert auf die seit Jahren anhaltende inflexibilität der eigenen Angestellten. Die Totengräber sind leider viel zu häufig im eigenem Haus.

  • LUFTHANSA selbst ist der Verursacher. Man zog sich das Dilemma der hauseigenen "fliegenden busfahrer" mit Statusverträgen in Goldfolienvariante plus Extras zurecht. Ein System der fliegenden Diven wurde so sich "zurechtgeüchtet".

    Damit muss schluss sein. Alle Zukunftspiloten werden über Tochterunternehmen angestellt. Die Diven sterben einfach aus und werden gedeckelt. Das Problem löst sich dann mit der Zeit selbst.

    Streiks werden gebrochen indem aus der Alliance andere Piloten eingesetzt werden; hier werden Absprachen und Kooperationsmodelle vereinbart werden.

    Kein Verständnis für Mitarbeiter, die bereist so gut verdienen, aber trotzdem "den Hals nicht voll genug bekommen". Das Modell der Luftshansa-Diven hat ausgedient und gehört auf die Reformliste für die 1te Position.

  • einen sicheren Arbeitsplatz hat heute keinen mehr.
    haben das die Piloten noch nicht gemerkt ?
    vielleicht sollte man sie mit Entlassungen darauf hinweisen !!!

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