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Streit mit Verdi Nächste Runde im Amazon-Streik

Die Angestellten von Amazon haben ihre Arbeit in Bad Hersfeld und in Leipzig niedergelegt. Seit Mitternacht kämpfen sie für gleiche Bedingungen wie im Einzelhandel. Zur Frühschicht sollen weitere Standorte hinzukommen.
27.10.2014 - 01:06 Uhr 3 Kommentare
Die Forderung der Gewerkschaft Verdi ist klar: „Gute Arbeit, gutes Geld = gute Tarifverträge“. Quelle: dpa

Die Forderung der Gewerkschaft Verdi ist klar: „Gute Arbeit, gutes Geld = gute Tarifverträge“.

(Foto: dpa)

Leipzig/Bad Hersfeld Die Beschäftigten des Versandhändlers Amazon haben ihre Arbeit am hessischen Standort in Bad Hersfeld und in Leipzig mit der Nachtschicht niedergelegt. Wie ein Verdi-Sprecher in Bad Hersfeld mitteilte, streikten die Mitarbeiter dort seit 0.00 Uhr.

Mit der Frühschicht folgen nach Verdi-Angaben die Standorte Graben bei Augsburg, Werne (NRW) und Rheinberg im Ruhrgebiet. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben bis einschließlich Mittwoch zum Ende der Spätschicht zum Streik aufgerufen, in Werne soll bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht gestreikt werden.

Ende September hatte Verdi bereits fünf Amazon-Standorte bestreikt und mit Arbeitskampfmaßnahmen im wichtigen Weihnachtsgeschäft gedroht. Amazon hatte betont, die Ausstände hätten aber keine Auswirkungen auf die „Einhaltung des Lieferversprechens“ an die Kunden.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Streiks zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.

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    • dpa
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    3 Kommentare zu "Streit mit Verdi: Nächste Runde im Amazon-Streik"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja, wir haben das Jahr 2014 und im Arbeitsrecht, die entzogenen Leitplanken, sind die Ursache dieser Machenschaften vieler fragwürdigen "Unternehmen" !

      Dieses Unternehmen sollte erstmal entsprechend Steuern in D bezahlen, für die Benutzung der Infrastruktur !

      In der Arbeitswelt sind wir fast ins 19. Jahrhundert abgerutscht und die diese "Volksvertreter" und "Unternehmer" finden diese Arbeitswelt modern. Unfassbar !

      Die Deregulierungen im Arbeitsrecht und Finanzen, durch ROT/GRÜN verursacht, ist perverser Lobbyismus pur !

      Der Missbrauch in Leih- und Werksverträge, prekär Beschäftigung, die Scheinselbstständigkeit, unseriöse Zeitverträge, müssen endlich verboten und hart bestraft werden!

      Die Betriebsräte und Gewerkschaften müssen, eigentlich überfällig, endlich aktiver werden !!!

    • Die Gewerkschaften verfallen mitten im Abschwung wieder einmal in die Dummphase der 80iger Jahre. Und das Mitgliedervolk glaubt jenen Gewerkschaftsbossen mit Millionengehältern, ihr angeblicher Einsatz für sie würde ihnen eine rosige Zukunft bescheren.
      Eine Lachnummer.
      Denn was hindert Amazon & Co bei den heutigen offenen Grenzen, einfach ihre Betriebe hinter die Grenze zu verlagern.
      Und dann sind es wieder die bösen Kapitalisten für das dann einsetzende Neidgeschrei, wenn sie alle ohne Arbeit sitzen.
      Haben die Gewerkschaftsbosse nicht mitbekommen, daß wir das Jahr 2014 schreiben?
      Oder doch?
      Weil sich das Volk durch die Massenmedien leichter beeinflussen und für Dumm verkaufen läßt?
      Man sollte nur mal über die Grenzen schauen. In die Niederlande! Wie viele LKW mit gelben Nummernschildern und niederländischen Fahrern gibt es noch? Heute läuft die Masse ehemaliger niederländicher LKW umgeflaggt mit neuen Fahrern, weil irgendwo auch die Gewerkschaften dort maßlos wurden und das eine natürliche Verlagerungsaktion gegeben hat.
      Schon mal darüber nachgedacht, Fred Maisenkaiser ?

    • Man hat sich darauf eingestellt: Die Gewinne der Reichen explodieren, und die Einkommen derer, die diesen Reichtum erarbeiten sinken.
      Und nun erdreisten sich die Lokführer, Zugbegleiter, Piloten und schließlich Amazon-Beschäftigten etwas von diesen Gewinnsteigerungen abbekommen zu wollen.

      Das geht gar nicht!!! Und bald werden unsere gleichgeschalteten Medien Stimmungsmache auch gegen diese Mitarbeiter machen. Schließlich geht es ja um die die Gefährdung des unbegrenzten Wirtschaftswachstums.

      Schön übrigens, dass endlich auch der DGB mal aktiv wird.

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