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Streit um Filialschließung Lidl kommt Mitarbeitern entgegen

Der mehrmonatige Streit um die Schließung einer Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl in Calw ist beigelegt. Dafür hat das Einzelhandelsunternehmen allerdings auch Zugeständnisse gemacht.

HB STUTTGART. Die Filiale wird wie von Lidl geplant geschlossen, wie der Discounter und die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mitteilten. Allerdings räumt der vor der Einigungsstelle ausgehandelte Sozialplan den Mitarbeitern deutlich bessere Bedingungen ein als zunächst von Lidl vorgesehen. „Lidl ist mit Hilfe der Gerichte und durch den Druck der Öffentlichkeit auf einen rechtskonformen Weg zurückgebracht worden“, sagte der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi, Werner Wild.

Die Gewerkschaft hatte Lidl vorgeworfen, die Filiale in Calw nur deswegen geschlossen zu haben, weil die dortigen Mitarbeiter einen Betriebsrat gebildet hatten. Lidl-Geschäftsführer Olaf Pfenningsdorf beharrte darauf, dass die Filiale wegen einer zu kleinen Verkaufsfläche aufgegeben worden sei.

Nach Angaben von Verdi verzichtet Lidl darauf, die Calwer Mitarbeiter in bis zu 60 Kilometer entfernte Filialen zu versetzen. Stattdessen würden ihnen nun Arbeitsplätze in maximal 25 Kilometer Entfernung angeboten. Für den Ortswechsel erhielten sie eine Prämie von 2000 Euro und zusätzlich zwei Jahre lang die Fahrtkosten erstattet. Die meisten der zwölf Mitarbeiter wollten nun in eine andere Filiale versetzt werden, sagte Wild. Wer das Unternehmen ganz verlassen wolle, erhalte eine doppelt so hohe Abfindung wie gesetzlich vorgeschrieben.

Das Landesarbeitsgericht Stuttgart hatte eine Ordnungsstrafe von 100 000 Euro gegen Lidl unter der Bedingung aufgehoben, dass sich beide Parteien vor der Einigungsstelle verglichen.

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