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Streit um Milliardenübernahme LVMH will nun auch gegen Tiffany klagen

Der Streit zwischen dem französischen Luxusriesen LVMH und dem US-Juwelier Tiffany eskaliert. Nachdem eine Übernahme zu platzen droht, überziehen sich beide mit Klagen.
10.09.2020 - 15:42 Uhr Kommentieren
Ursprünglich hatte der französische Luxusgüterkonzern die US-Juwelierkette für über 16 Milliarden Dollar kaufen wollen. Quelle: Reuters
LVMH-Tochter Louis Vuitton

Ursprünglich hatte der französische Luxusgüterkonzern die US-Juwelierkette für über 16 Milliarden Dollar kaufen wollen.

(Foto: Reuters)

Paris Der um die angedachte milliardenschwere Übernahme entbrannte Streit zwischen dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH und der US-Edeljuwelierkette Tiffany weitet sich aus. LVMH teilte am Donnerstag in Paris mit, der Konzern werde die US-Amerikaner wegen schlechten Krisenmanagements in der Pandemie verklagen.

Bereits am Mittwoch hatte Tiffany seinerseits eine Klage gegen die Franzosen angekündigt, weil der Deal zu platzen droht. Außerdem will das US-Unternehmen die Übernahme vor Gericht durchsetzen.

Der Luxusgüterkonzern zeigte sich über die Tiffany-Klageankündigung zudem überrascht und hält sie für „komplett unbegründet“. Aus Sicht von LVMH sei Tiffanys Gang vor das Gericht schon vor langer Zeit vorbereitet und nun in einer irreführenden Art den Anteilseignern kommuniziert worden. Dies unterstreiche die „Unehrlichkeit“ im Verhältnis und Umgang mit LVMH.

Am Mittwoch hatten die US-Amerikaner wiederum LVMH vorgeworfen, den eigentlich seit November vergangenen Jahres geplanten Deal immer noch nicht bei Wettbewerbsbehörden förmlich angemeldet zu haben. Diese Anschuldigung habe keinerlei Substanz und LVMH werde dies vor Gericht beweisen, betonten ihrerseits die Franzosen.

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    Übernahme wäre LVHMs teuerster Deal geworden

    Zudem habe der LVMH-Verwaltungsrat sich die gegenwärtige wirtschaftliche Lage von Tiffany genau angesehen und dabei festgestellt, dass die Ergebnisse des ersten Halbjahres und die weiteren Aussichten für 2020 „sehr enttäuschend“ seien - gerade im Vergleich zu ähnlichen Marken aus dem LVMH-Portfolio.

    Die Franzosen übten daher heftige Kritik am Umgang der Amerikaner mit der Krise und sehen die notwendigen Bedingungen für den Abschluss der Übernahme als nicht erfüllt an.

    Bereits am Mittwoch hatte LVMH mitgeteilt, dass der Pariser Luxusgigant sich nach „einer Reihe von Vorkommnissen“ derzeit nicht in der Lage sehe, Tiffany zu kaufen. Ursprünglich wollten die Franzosen für den US-Konzern 16,2 Milliarden US-Dollar (13,68 Mrd Euro) auf den Tisch legen. Es wäre der teuerste Deal in der Geschichte von LVMH.

    Mehr: Harte Zeiten für Luxus: Coronakrise setzt der Branche zu

    • dpa
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