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Streit um neue Buchungsgebühr Lufthansa droht ein Milliarden-Loch

Die Lufthansa regelt ihre Buchungsgebühren neu. Dagegen laufen viele Großunternehmen nun Sturm und drohen, künftig auf Konkurrenten auszuweichen. Für die Lufthansa könnte das ein milliardenschweres Problem werden.
16.07.2015 - 14:18 Uhr Kommentieren
Die Ankündigung zur Einführung einer neuen Ticketgebühr bringt der Lufthansa Ärger ein. Quelle: dpa
Lufthansa-Maschinen in Düsseldorf

Die Ankündigung zur Einführung einer neuen Ticketgebühr bringt der Lufthansa Ärger ein.

(Foto: dpa)

Der Lufthansa droht ein Umsatzverlust von bis zu einer Milliarde Euro bei ihrer wichtigsten Kundengruppe, den Geschäftsreisenden deutscher Unternehmen. Hintergrund sind neue Richtlinien des Konzerns für Buchungsgebühren.

„Unsere Mitglieder haben in einer Umfrage die deutliche Bereitschaft gezeigt, Reisen zu anderen Airlines zu steuern, wenn Lufthansa die Pläne wie angekündigt umsetzt“, sagte Dirk Gerdom, Präsident des Geschäftsreiseverbands VDR und Vice President Global Mobility beim Softwareriesen SAP, der WirtschaftsWoche.

Laut Branchenkennern könnten die VDR-Mitglieder, darunter Großunternehmen wie Siemens und der Pharmakonzern Merck, bis zur Hälfte ihrer gut zwei Milliarden Euro Jahresumsatz von der Lufthansa zu anderen Fluglinien oder der Bahn verlagern.

Grund des Ärgers ist die von Lufthansa-Chef Carsten Spohr angekündigte neue Ticketgebühr. 16 Euro muss jeder Passagier zahlen, der vom 1. September an Flüge nicht online auf einer der Lufthansa-Seiten bucht, sondern über Reservierungssysteme wie Amadeus, die in Reisebüros, Konzernreisestellen und auf Urlaubs-Web-Sites Standard sind. Damit will Lufthansa jährlich 250 Millionen Euro einsparen. Das wäre etwa ein Drittel des operativen Gewinns im Jahr 2014.

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    Eine Abkehr der VDR-Mitglieder von der Lufthansa träfe auch die Vielflieger im Lufthansa-Bonusprogramm Miles & More. Buchen ihre Arbeitgeber sie künftig vermehrt auf andere Linien, sammeln sie weniger Lufthansa-Meilen.

    Die Lufthansa glaubt jedoch, dass die Geschäftsleute nicht wechseln werden. „Wir rechnen nicht mit weniger Buchungen“, sagte Vertriebschef Jens Bischof der WirtschaftsWoche. Er verweist darauf, dass Lufthansa als Amadeus-Alternative künftig eigene Firmen-Webseiten anbietet.

    • rük
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