Stromschlag-Gefahr Ikea ruft Kühlschrank „Frostfri“ zurück

Ikea-Kunden könnten einen Stromschlag erleiden. Der schwedische Möbelgigant ruft daher die Kühl- und Gefrierschränke „Frostfri“ zurück. Verbraucher sollen betroffene Geräte sofort abstöpseln.
Kunden sollten die betroffenen Geräte sofort vom Stromnetz nehmen. Quelle: obs
Kühl- und Gefrierschrank „Frostfri“

Kunden sollten die betroffenen Geräte sofort vom Stromnetz nehmen.

(Foto: obs)

Hofheim-WallauWegen der Gefahr von Stromschlägen ruft Ikea Kühl- und Gefrierschränke der Marke „Frostfri“ zurück. Betroffen seien Geräte mit dem Datumsstempel 1545 bis 1607, die zwischen Kalenderwoche 45 im Jahr 2015 und Kalenderwoche 7 im Jahr 2016 produziert worden seien, teilte das Einrichtungshaus am Freitag mit.

Kunden sollten die betroffenen Geräte sofort vom Stromnetz nehmen, aber nicht ins Einrichtungshaus zurückbringen, sondern einen Reparaturtermin mit einem Servicetechniker vereinbaren.

Die Super-Trends vom Schweden-Riesen
Die Heimat von Ikea
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Der Geburtsort des Mythos: In unscheinbaren grauen Bürokästen im verschlafenen schwedischen Städtchen Älmhult residiert die Ikea-Zentrale. Von hier wird das globale Imperium mit knapp 150.00 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 29 Milliarden Euro minutiös gesteuert. So verspielt sich der Konzern nach außen hin gibt – hier wird nichts dem Zufall überlassen. Im Bild ist das Ikea Kulturzentrum, das im Keller auch ein kleines Museum beherbergt, das an die Anfänge des Konzerns erinnert. 2016 öffnete genau gegenüber ein neues, großes Ikea-Museum.

Der Ikea-Chef
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Die Konzernführung tritt locker auf, alle sind per du, selbst Chef Peter Agnefjäll wird nie mit Krawatte gesehen. „Wir müssen verstehen, was die Wünsche der Kunden sind und wir müssen sie erfüllen“, gibt Agnefjäll die Richtung vor. Dazu werden aufwendige Kundenbefragungen in Auftrag gegeben, fast jeden Tag besuchen Researcher von Ikea gemeinsam mit Produktentwicklern Kunden in ihren Häusern und Wohnungen um ihre Gewohnheiten zu erforschen und so auf Ideen für neue Produkte zu kommen.

Das Entwicklungszentrum
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Im Design-Center in der Konzernzentrale entstehen viele der Ideen für die rund 2.000 Produkte, die jedes Jahr neu in die Kataloge aufgenommen werden. Im großen Aufenthaltsraum herrscht eine Atmosphäre fast wie bei einem Start-up.

Prototypen-Bau
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Die Entwicklung ist auf höchstem Standard, bereits seit 2003 nutzt Ikea auch 3D-Drucker. Hier das Modell eines Wasserhahns frisch aus dem Drucker. Die meisten Prototypen entstehen jedoch ganz traditionell in der Werkstatt mit handwerklichen Methoden aus Original-Werkstoffen.

Die Arbeit der Entwickler
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Neue Kollektionen entstehen in Kooperation aus internen oder externen Designern zusammen mit Produktentwicklern. James Futcher ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der PS Kollektion für das Produktjahr 2017: „Wir entwickeln einen neuen Zugang zum Thema Komfort, wir wollen damit die junge Generation aus der Stadt erreichen.“ Unter den Ideen sind Decken im Stil von Schlafsäcken oder Sessel mit 3-D-Strick wie ihn z.B. Nike für seine Turnschuhe verwendet.

Die Kollektion von Katie Eary
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Um dem Programm einen Touch Avantgarde zu geben, arbeitet Ikea jetzt mit international bekannten Modedesignern zusammen. So hat die Herrenmodedesignerin Katie Eary eine farbenfrohe Kollektion mit Geschirr, Textilien und Notizbüchern entworfen, die unter dem Namen „Giltig“ im März 2016 in die Möbelhäuser kamen.

Designs aus Indien
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Der Designer Martin Bergström, der sonst Stoffmuster für Couture-Häuser in Paris entwirft, ist im Auftrag von Ikea nach Indien gereist, um dort mit Studenten des National Institute of Fashion Technology in Neu Delhi moderne indische Motive in schwarz-weiß zu entwickeln.

Informationen darüber, wann das Gerät hergestellt wurde, finden sich Ikea zufolge auf dem Datumsstempel: Dazu muss das unterste Fach im Kühl- oder Gefrierschrank entfernt werden. Das Etikett befindet sich im Gerät auf der linken Seite unten. Problem bei den betroffenen Geräten sei, dass sich die Frontblende hinter der Tür an der Oberseite lockern und mit dem Stromnetz in Berührung kommen könne.

Was Sie noch nicht über Ikea wussten
Auf den Hund gekommen
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Ein Bello zwischen Billys: Bei Ikea gibt es auch Hunde. Allerdings hat der Möbelriese nicht gleich die Lampen-Abteilung zum Welpen-Paradies umfunktioniert. Und zusammenbauen muss die Kläffer auch niemand. Die Hunde im Geschäft sind nur Pappaufsteller und dienen einem guten Zweck: Sie sind originalgetreue Abbilder realer Hunde im Tierheim, die ein neues Zuhause suchen. "Wir dachten, es sei die perfekte Möglichkeit, Menschen zu zeigen, wie ihr Zuhause mit einem Haustier darin aussehen würde“, erklärt eine Ikea-Marketing-Mitarbeiterin dem „Business Insider“. Für das Projekt „Home for Hope“ arbeitet Ikea mit mehreren Tierheimen zusammen. Bislang gibt es die Ikea-Hunde in den Städten Tempe (Arizona) und Singapur.

Eine Menge Holz
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Ikea ist der unangefochtene Gigant unter den Möbelhäusern – und einer der ganz Großen auf dem weltweiten Holzmarkt. Dem „Pacific Standard“ zufolge verbraucht der schwedische Konzern rund ein Prozent der weltweiten Holzproduktion. Insgesamt sind das rund 14 Millionen Kubikmeter Holz, die Ikea pro Jahr in Bretter und Spanplatten steckt – Papier- und Verpackung nicht mit eingerechnet.

Gut gebettet
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Jeder zehnte Westeuropäer wird auf einer Ikea-Matratze gezeugt – behauptet Jan Kluge in seinem Buch „Unliebsame Wahrheiten“. Besonders die Engländer scheinen sich dabei auf schwedischen Matratzen wohlzufühlen. In dem Königreich soll sogar jedes fünfte Neugeborene ein Ikea-Kind sein.

Beliebter als die Bibel
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Jedes Jahr im Herbst beginnt für Ikea die hektischste Phase des Jahres. Dann bringt das Unternehmen nämlich seinen neuen Katalog heraus – und lockt in den folgenden Monaten die meisten Kunden in die Einrichtungszentren. Mittlerweile gibt es den 300-seitigen Katalog zwar auch digital und als App, aber auch die gedruckte Variante geizt nicht mit Superlativen: Der Katalog für 2016 wurde rund 220 Millionen Mal gedruckt. Zum Vergleich: Die Bibel wird, Schätzungen zufolge, rund 100 Millionen Mal verkauft oder verteilt.

Spielplatz für Männer
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Wer einmal im Möbelhaus drin ist, soll so schnell nicht mehr rauskommen. So lautet die Formel von Ikeas Kundenpolitik. Die Besucher sollen sich Zeit nehmen, stöbern, schlendern und kaufen – vor allem Frauen. Und damit die beim Einkaufsbummel nicht gestört werden, erprobt Ikea eine „Männerkrippe“.  Bei kostenlosen Softdrinks, Playstation und Kicker können Frauen ihre Männer dort „abgeben“, um ungestört die Kreditkarte heiß laufen zu lassen. In einer Filiale in Sydney hat Ikea das Programm „Mänland“ bereits getestet. Mit Erfolg, sagt der Konzern.

Erfolgreich mit Köttbullar und Hot Dogs
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Ikea gehört in  Deutschland zu den umsatzstärksten Systemgastronomen. Mit einem Jahresumsatz von 230 Million Euro (2017) hängt der Möbel-Riese selbst Vapiano und Starbucks locker ab.

Alle zehn Sekunden ein Billy
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Das Bücherregal „Billy“ ist einer der Ikea-Verkaufsschlager schlechthin. Seit 1979 verkauft der Konzern das schlichte Bücherbord in rauen Mengen. Deutlich über 41 Millionen Stück sollen es bisher sein, genaue Zahlen veröffentlicht das Möbelunternehmen nicht. Wie BBC News errechnet hat, nimmt das Bücherregal damit weltweit einen Spitzenplatz ein: Alle Ikea-Filialen und rund 690 Millionen Besucher jährlich zusammengenommen, kauft alle zehn Sekunden ein neuer Kunde ein Billy-Regal. Seit Sie das erste Bild dieser Galerie aufgerufen haben, sind also wieder Dutzende neue Bücherregale verkauft worden.

Ikea hat nach eigener Aussagen bislang keine Berichte darüber erhalten, dass sich Personen verletzt oder einen Stromschlag erlitten hätten. Kunden würden für verdorbene Lebensmittel und Unannehmlichkeiten entschädigt. Die Geräte wurden in Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Spanien, Frankreich und Italien verkauft.

  • dpa
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