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Studie: Discounter wachsen weiter Ladensterben nimmt noch zu

Konjunkturflaute, Preiskampf und Finanzierungsprobleme setzen den deutschen Groß- und Einzelhandel auch weiterhin unter Druck. Das teilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zu den Ergebnissen einer Studie am Montag in Düsseldorf mit.

HB DÜSSELDORF. Jedes vierte Unternehmen nehme bereits heute Kredite in Anspruch, um die schwierige Finanzlage zu überbrücken. Mit den strengeren Richtlinien für Bankkredite (Basel II) werde sich die Situation verschärfen.

In den kommenden Jahren werde es eine wachsende Zahl an Fusionen, Übernahmen und Betriebsaufgaben in der Handelsbranche geben. Nach mehreren Krisenjahren seien die finanziellen Reserven vieler Händler aufgebraucht. In diesem Jahr gehen voraussichtlich mehr als 10 000 Händler Pleite - nach 9420 Insolvenzen im vergangenen Jahr. Inzwischen drohe auch großen Handelsunternehmen das Aus. Ein jahrelanger Preiskampf lasse die Gewinne kräftig schmelzen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch namhaften Unternehmen die Luft ausgeht“, erläuterte der Mitautor der Studie, Peter Schommer.

Generell sei die Branche von geringen Eigenkapitalquoten und einem hohen Verschuldungsgrad gekennzeichnet, erklärte Ernst & Young am Montag. Verschärft werde dies durch die neuen internationalen Eigenkapitalvorschriften (“Basel II“). Die Handelsbranche müsse sich deshalb spätestens von 2006 an auf spürbar schlechtere Kreditbedingungen einstellen. „Das wird ein richtiges Schockerlebnis werden für viele Unternehmen,“ sagte Schommer. Handelsunternehmen müssten bei den Finanzierungskosten mit hohen Risikoaufschlägen rechnen.

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