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Studie Schuhe, Lederwaren, Parfüm: Luxusmarken verkaufen sich wieder besser

Vor allem China erweist sich für das Luxusgeschäft als Wachstumsfaktor. Eine vollständige Erholung des Marktes von der Corona-Krise wird erst 2022 erwartet.
04.06.2021 - 14:03 Uhr Kommentieren
Der Umsatz mit Luxusgütern ist Branchenexperten zufolge wieder höher als vor der Pandemie. Quelle: dpa
Gucci in Berlin

Der Umsatz mit Luxusgütern ist Branchenexperten zufolge wieder höher als vor der Pandemie.

(Foto: dpa)

München Der Umsatz mit Luxusgütern ist Branchenexperten zufolge wieder höher als vor der Pandemie. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Bain und des italienischen Luxusgüterverbands Fondazione Altagamma wuchs der weltweite Markt für persönliche Luxusgüter wie Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck im ersten Quartal um knapp ein Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn 2019.

Eine verlässliche Stütze der Branche sei China. Dort sei das Luxusgeschäft schon 2020 um rund 45 Prozent gewachsen. „Dieser Trend setzte sich auch im ersten Quartal 2021 fort“, teilte Bain am Freitag mit. In den USA hätten Impfungen und Konjunkturprogramme die Kauflust geschürt. „Dadurch zog auch die Nachfrage nach Nobelmarken unerwartet kräftig an.“ Dagegen seien die Umsätze in Europa, in Japan und im Rest Asiens im ersten Vierteljahr weiter geschrumpft. Grund seien die Corona-Einschränkungen und der fehlende internationale Tourismus.

Im optimistischsten Szenario könnte das globale Geschäft mit persönlichen Luxusgütern in diesem Jahr 280 bis 295 Milliarden Euro Umsatz erzielen, was dem Niveau von 2019 entspräche. Wahrscheinlicher aber sei, dass die Edelmarken nur 250 bis 265 Milliarden Euro Umsatz erreichten und sich der Markt erst im kommenden Jahr vollständig erhole.

Zugenommen hätten zum einen Online-Beratung und -Käufe, zum anderen das Secondhand-Geschäft mit hochwertigen Produkten: 2020 seien gebrauchte Luxushandtaschen, edler Schmuck und Uhren sowie Markenkleidung im Wert von rund 28 Milliarden Euro umgesetzt worden. Im Jahr zuvor waren es 26 Milliarden Euro, wie Bain mitteilte.

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