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Stützpunkt in Deutschland Air France-KLM will Billig-Fluglinie aufbauen

Die Fluggesellschaft Air France-KLM will eine europaweite Billig-Airline schaffen. Einem Medienbericht zufolge ist eine Niederlassung auch in Deutschland geplant. Der Start für das Projekt soll schon bald erfolgen.
03.09.2014 - 17:01 Uhr Kommentieren
Air France-KLM will eine europaweite Billig-Airline aufbauen. Quelle: ap

Air France-KLM will eine europaweite Billig-Airline aufbauen.

(Foto: ap)

Paris Die Fluggesellschaft Air France-KLM will eine europaweite Billig-Airline schaffen und dazu Stützpunkte in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, aufbauen. „Das Projekt dürfte am Donnerstag dem Verwaltungsrat vorgestellt werden“, bestätigten Unternehmenskreise der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Das Ziel sei, zusätzliches Wachstum über die bereits bestehende Billig-Linie Transavia in Frankreich und Transavia in den Niederlanden hinaus zu erreichen. Das Internet-Wirtschaftsmedium „La Tribune“ hatte berichtet, die europaweite Billig-Airline Transavia Europe wolle mit Personal vor Ort und lokalen Verträgen arbeiten.

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen will die Führung des französisch-niederländischen Konzerns das Billig-Projekt rasch starten, so dass im Sommer 2015 schon Flüge europaweit angeboten werden können. Laut „La Tribune“ werden etwa 15 Standorte europaweit in die Wahl gezogen, darunter gleich zu Beginn ein deutscher Flughafen und zwei in Portugal, Porto und Lissabon. Ein Konzernbetriebsrat will am Donnerstagmorgen zusammenkommen, danach der Verwaltungsrat.

Die seit 2012 in einer Umstrukturierung steckende Fluglinie Air France-KLM will zudem am 11. September ihren Zukunftsplan „Perform 2020“ vorstellen, der in groben Zügen bereits im Juli bekannt geworden war. Demnach soll das defizitäre Geschäft der Kurz- und Mittelstrecken-Flüge so verändert werden, dass unter anderem die Billig-Linie Transavia ausgebaut werden soll. Die wichtigste Piloten-Gewerkschaft bei Air France, SNPL, hat ab dem 15. September bereits zu einer Woche Streik wegen des neuen Plans aufgerufen.

Air-France-Chef Frédéric Gagey hatte am Dienstag in einem Gespräche mit der Zeitung „Le Figaro“ eingeräumt, dass sich hinter den Forderungen der Piloten die Frage nach der Entwicklung von Transavia in Frankreich verberge. Derzeit ist die Flugzeug-Flotte von Transavia France auf 18 Maschinen begrenzt. Die Unternehmensführung will diese Zahl in Verhandlungen mit den Piloten erhöhen. Transavia in den Niederlanden verfügt über 30 Flugzeuge.

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