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Sturmflug nach Puerto Rico Wie Piloten einer Delta-Maschine Hurrikan Irma trotzten

Es war ein gut geplantes Flugmanöver: Eine Delta-Maschine landete am Mittwoch in Puerto Rico – obwohl der Hurrikan Irma auf die Insel Kurs nahm. Dass der Rückflug gelang, war ein Kunststück der Meteorologen.
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Zwei Delta-Piloten trotzten dem Hurrikan Irma. Quelle: AP
Delta-Airlines-Maschine

Zwei Delta-Piloten trotzten dem Hurrikan Irma.

(Foto: AP)

DüsseldorfNew York, am Mittwoch, 8 Uhr Ortszeit: Flug DL431 bereitet sich auf den Start vor. Das Ziel ist der Maschine von Delta Airlines ist San Juan auf der Karibik-Insel Puerto Rico. Doch nicht nur der Passagierflieger will die Insel in vier Stunden erreichen, auch Hurrikan Irma ist auf direktem Weg dorthin.

Die Boeing 737-900 hat 173 Passagiere an Bord, als sie in Richtung San Juan abhebt. Wie Flugzeuge der Airlines JetBlue und AmericanAir auch tritt die Delta-Maschine trotz Sturmwarnung die Reise an. Was dann passierte, hat der Flugzeug-Blogger Jason Rabinowitz in einer Serie von Twitter-Nachrichten nachgezeichnet, die am Donnerstag in dem Sozialen Netzwerk tausendfach geteilt wurden. Satellitenbilder auf der Plattform Flightradar zeigen, mit welcher Präzision die Delta-Piloten dem Hurrikan trotzten.

Die Maschinen von JetBlue und American Airlines entschieden sich schon über dem Nordatlantik für eine Umkehr. Megasturm Irma näherte sich unaufhaltsam dem angesteuerten Flughafen, sodass die Gefahr, im Hurrikan die Kontrolle über die Maschine zu verlieren, immer größer wurde.

Über Funk erhält auch die Crew von DL431 die Nachricht, dass alle anderen Piloten den Heimweg angetreten hatten. Das bringt sie allerdings nicht von ihrer Flugroute ab – als einzige Maschine steuert die Boeing den Flughafen San Juan an.

Eine Entscheidung, die die Crew nur treffen konnte, weil sie zu jeder Zeit in engem Kontakt mit Meteorologen stand. Diese lieferten die nötigen Informationen über die Windverhältnisse und insbesondere -geschwindigkeiten, die mit Werten um 58 km/h für eine Boeing dieser Größe als sicher zu fliegen galten.

Solange der Flieger nicht in den Kern des Hurrikans gerät, ist er sicher. Irma treibt anderthalb Stunden vor Ankunft in Puerto Rico allerdings schon ihr Unwesen auf den nur 200 Kilometer entfernten Jungferninseln. Die Zeit ist daher knapp.

Nach knapp vier Stunden Flugzeit erreicht die Maschine den Flughafen von San Juan. Doch für ein erleichtertes Durchatmen ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Schließlich muss die Maschine wieder zurück – und zwar bevor das Zentrum des Sturms die Gegend um den Flughafen erreicht. Innerhalb kürzester Zeit müssen die Passagiere das Flugzeug verlassen, neue einsteigen, das Flugzeug getankt und auf Flugtauglichkeit überprüft werden.

Alle Beteiligten vollbringen eine Höchstleistung, sodass der Flieger nach 40 Minuten wieder auf der Startbahn ist. Geschickt muss der Pilot nun zwischen den äußeren Ausläufern des Sturms durchmanövrieren, bevor er um 16:22 Uhr Ortszeit sicher wieder in New York landet. 

Viele Twitter-Nutzer feierten die Piloten der Delta-Maschine als Helden. Mancher kritisierte das Manöver aber auch als unverantwortlich.

Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 20: Air Berlin (Deutschland)
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Die zweitgrößte Airline Deutschlands hat sich in puncto Sicherheit nichts vorzuwerfen, da es seit ihrer Gründung bisher weder einen tödlichen Unfall noch einen Flugzeugverlust gab. Allerdings kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren kritischen Zwischenfällen. Für die Top 15 hat es daher mit dem Index 0,025 nicht gereicht.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

(Foto: dpa)
Platz 19: Sichuan Airlines (China)
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Die chinesische Fluggesellschaft wurde 1986 gegründet, die Flotte besteht mittlerweile aus 106 Flugzeugen und bedient vor allem Ziele im asiatischen Raum. Größere Unglücke sind bislang ausgeblieben. Mit einem Index von 0,025 schafft es die Airline in die Top 20.

(Foto: dpa)
Platz 18: British Airways (Großbritannien)
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Mit einem Index von 0,020 landet die Fluggesellschaft immerhin in den Top 20. Dabei kommt es bei den Fliegern immer wieder zu Zwischenfällen. So waren jüngst in einem Superjumbo auf dem Weg von San Francisco nach London offenbar giftige Gase ausgetreten. Die Maschine wurde nach Vancouver umgeleitet, konnte ihren Flug aber anschließend fortsetzen.

(Foto: dpa)
Platz 17: Delta Airlines (USA)
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Delta gehört zu den größten Fluggesellschaften der Welt. Den letzten Zwischenfall gab es im März 2015, als eine Maschine bei der Landung in New York von der Landebahn rutschte und gegen einen Erdwall prallte. Dabei wurden 23 Passagiere leicht verletzt. Mit einem Index von 0,018 landet Delta Air Lines dennoch in den Top 20.

(Foto: AFP)
Platz 16: Air Canada (Kanada)
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Die kanadische Fluggesellschaft landet mit einem Index von 0,018 auf dem 16. Rang. Zuletzt kam es im März 2015 zu einem Zwischenfall bei schlechtem Wetter: Ein Airbus setzte beim Flug von Toronto nach Halifax bei der Landung vor der Landebahn auf. Insgesamt 23 Insassen wurden verletzt.

Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Auf Rang 15 der sichersten Fluggesellschaften steht All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018 – das macht Platz 15.

(Foto: AFP)
Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Der Index liegt aktuell bei 0,017.

(Foto: Reuters)
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