Subway, McDonald's, Burger King Die Drei von der Tankstelle

Sie sind fast immer offen und praktisch überall – die Fast-Food-Branche will von den Standortvorteilen von Tankstellen profitieren. Neben McDonald's und Burger King hat nun auch Subway Expansionspläne.
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Allein Aral will in den kommenden fünf Jahren an bis zu 1000 Tankstellen Mini-Supermärkte eröffnen. Quelle: dpa
Tankstelle

Allein Aral will in den kommenden fünf Jahren an bis zu 1000 Tankstellen Mini-Supermärkte eröffnen.

(Foto: dpa)

München/KölnMal kurz rechts ran fahren, einen Happen essen und eine kleine Besorgung machen – abseits der Zapfsäulen werden Tankstellen immer mehr auch zur Anlaufstelle für die Dinge des täglichen Bedarfs. Auch Fast-Food-Ketten haben das für sich entdeckt und wollen Kundenfrequenz und Anziehungskraft der Tankstellen für ihre eigenen Expansionspläne nutzen.

Aktuellstes Beispiel ist die Sandwich-Kette Subway: An zwei Tankstellen im niedersächsischen Laatzen und in Fürth in Bayern sollen sich die Kunden demnächst auch Sandwiches belegen lassen können, wie die Kette bekanntgab. 50 weitere Standorte sind schon in Prüfung, falls der Test erfolgreich verläuft.

Gleich in mehreren Hinsichten sind Tankstellenketten für Fast-Food-Anbieter attraktive Partner: Sie haben lange oder sogar durchgängige Öffnungszeiten und ziehen so auch in Randzeiten potenzielle Kundschaft an. Sie sind oft zentral gelegen, immer aber natürlich gut mit dem Auto erreichbar und haben Parkmöglichkeiten. Und vor allem: Sie sind überall – und bieten damit Spielraum für die Expansion. Gerade im umkämpften Fast-Food-Markt ist das entscheidend. Zumal die anziehenden Immobilienpreise vor allem in den Innenstädten den Ausbau des Filialnetzes nicht gerade einfacher macht.

Mehr als 14.000 Tankstellen umfasste nach ADAC-Erhebungen aus dem Januar dieses Jahres alleine das deutsche Straßennetz – Autobahn-Tankstellen sind da noch gar nicht eingerechnet. Hier baut Fast-Food-Primus McDonald's bereits sein Geschäft über eine Kooperation mit Tank & Rast aus. In diesem Jahr soll nach jüngsten Ankündigungen eine niedrige zweistellige Zahl neuer Filialen hinzukommen, innerhalb von fünf Jahren peilen die Partner die Eröffnung von rund 100 Filialen der Marke McDonald's an den Autobahnen in Deutschland an. Teils werden dabei Standorte übernommen, die andere Anbieter verlassen, teils entstehen auch neue Restaurants.

Diese Fast-Food-Läden stürmen die Deutschen
31. Hans im Glück
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Hans im Glück konnte seinen Umsatz fast verdoppeln auf 86,8 Millionen Euro. Einen Dämpfer gibt der Abschied vom größten Franchisenehmer Patrick Junge, der seine eigenen Kette „Peter Pane“ aufzieht und ein Drittel des Umsatzes mitnimmt. Erfolg bringt das Konzept, edle Burger und Cocktails zu verkaufen. Denn das lockt vor allem weibliche Gäste zwischen 20 und 40 Jahren, für die Hamburger ganz selbstverständlich auf der Speisekarte stehen. Die aktuellen Wachstumspläne sind ambitioniert.

Quelle für alle Zahlen: Fachzeitschrift „Food Service“

30. L’Osteria
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L’Osteria arbeitet sich von Rang 45 auf Rang 30 vor. Bei 13 Eröffnungen wuchs der Umsatz 2015 auf 87,8 Millionen Euro – ein Plus von 57 Prozent. Pizza zieht in angenehmen Ambiente.

15. Joey’s
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Joey’s wächst als größter deutscher Lieferdienst auf 143,5 Millionen Euro. Dennoch verliert das Unternehmen seine Unabhängigkeit: Die Inhaber konnten einem Angebot der US-Kette Domino’s Pizza nicht widerstehen. Die Filialen sollen auf die neue Marke umgeflaggt werden.

11. Vapiano
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Vapiano wächst um gut 15 Millionen Euro auf 190,8 Millionen Euro. Doch Berichte über Probleme bei Zeiterfassung und Frische bremsten das Tempo. Das italienisch inspirierte Konzept arbeitet zudem daran, Schlangen zu verkleinern – etwa durch Bestell-Apps.

10. Edeka
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Dass Edeka Zentrale im Ranking auftaucht, zeigt: Auch bei Bäckern und in Supermärkten wird das Gastronomie- und Snack-Geschäft wichtiger. In die Umsatzzahl von 198 Millionen Euro sind dabei viele Angebote der Kaufleute nicht mal eingerechnet.

9. Ikea
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Ikea wächst ebenfalls bei der Gastronomie – auch dank neuer Angebote wie vegetarischer Bällchen um 13 Millionen auf 204 Millionen Euro. In der ersten City-Filiale in Hamburg-Altona ist die Gastronomie sogar so erfolgreich, dass Ikea bereits am dortigen Bahnhof wirbt. „Bei uns gibt es neben Coffee auch Tische to go“.

8. Aral
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Aral wächst mit Petit Bistro in den Filialen seiner 1137 Franchisenehmer und bringt es auf 212,1 Millionen Euro Umsatz. Der Ölkonzern sorgte für Aufsehen, weil die konzerneigenen Filialen schrittweise auf Rewe to Go umgestellt werden. Das Kölner Handelsunternehmen weitet so die Präsenz seiner Convenience-Linie deutlich aus.

Auch Burger King als Nummer zwei auf dem deutschen Markt arbeitet an seiner Expansion. Der nun scheidende Deutschland-Chef Andreas Bork hatte bis zum Jahr 2023 das Ziel von rund 1000 Restaurants in Deutschland ausgegeben, das wären rund 300 mehr als derzeit. Neben attraktiven Städten wie München und Köln kommen auch in Kleinstädten und der Peripherie neue Standorte hinzu. Auch Tankstellen kämen dafür durchaus in Frage, sagt ein Unternehmenssprecher.

Aber auch andere Branchen haben ein Auge auf das Thema geworfen, darunter etwa die Supermarktkette Rewe. Allein Aral will in den kommenden fünf Jahren an bis zu 1000 Tankstellen Mini-Supermärkte unter dem Logo Rewe ToGo eröffnen.

Sowohl für den Lebensmittelhandel als auch die Schnellrestaurant-Ketten ergibt sich damit ein weiterer wichtiger Pluspunkt: Für beide Branchen waren Tankstellen bisher vor allem Konkurrenten, denn die Kunden können dort neben Benzin und Motoröl schon heute auch einen Liter Milch, ein paar Semmeln oder eine Tube Zahnpasta kaufen - und für den Hunger zwischendurch auch einen kleinen Snack bestellen. Dieses Shop-Geschäft macht für die Betreiber bereits jetzt teils einen Großteil ihrer Einnahmen aus – und die Bedeutung dürfte mit der zunehmenden Elektromobilität noch steigen. Deshalb sind die Tankstellen ihrerseits auch auf neue Partner angewiesen.

Auch der Subway-Deutschland-Chef ist deshalb überzeugt, dass beide Seiten profitieren werden. „Wir sind zwei international bekannte Marken, die im deutschen Markt an gemeinsamen Standorten voneinander profitieren werden“, erklärt er mit Blick auf die Kooperation mit Shell.

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  • dpa
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