Südzucker erhöht Prognose Bioethanol versüßt das Geschäft

Sinkende Weltmarktpreise setzen dem größten europäischen Zuckerproduzenten zu. Dennoch erhöht Südzucker seine Jahresziele und baut auf das Geschäft mit Bioethanol – allerdings nur kurzfristig.
Das Geschäft mit Bioethanol sorgt bei Südzucker für gestiegene Gewinnprognosen. Quelle: dpa
Südzucker

Das Geschäft mit Bioethanol sorgt bei Südzucker für gestiegene Gewinnprognosen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer größte europäische Zuckerproduzent Südzucker hat wegen der höheren Preise für Bioethanol erneut seine Jahresziele angehoben. Der Mannheimer Konzern erwarte nunmehr für das Bilanzjahr 2015/16 einen Umsatz zwischen 6,3 und 6,5 (Vorjahr: 6,8) Milliarden Euro und einen operativen Gewinn in der Spanne von 200 bis 240 (181) Millionen, wie Südzucker am Donnerstag mitteilte.

Vor allem die Südzucker-Tochter Cropenergies profitiere von den gestiegenen Preisen auf dem europäischen Bioethanolmarkt und sorge so beim Mutterkonzern für Rückenwind. Bereits im September hatte das Südzucker-Management seine Prognose angehoben und statt eines Gewinnrückgangs einen Anstieg des operativen Ergebnisses angekündigt.

Allerdings ist Cropenergies für das kommende Geschäftsjahr weniger zuversichtlich. Die Terminpreise für Bioethanol in Europa für 2016/17 zeigten aktuell „einen deutlichen Preisrückgang.“ Auf dieser Basis würde sich ein operatives Ergebnis von rund 30 Millionen Euro ergeben nach voraussichtlich 70 bis 90 Millionen in diesem Jahr.

Giganten auf dem Acker
Beetformer GF800
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Das Modell der Firma Grimme, dem Spezialisten rund um Kartoffeln. Die Vorbereitung des Bodens, die Separierung, ist wichtig. Denn Beimengungen wie Steine können  im Kartoffelbau den gesamten Produktionsablauf stören, und die Flächenleistung der Erntemaschinen verringern.

GF800
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Die Dammfräse bearbeitet intensiv den Boden und zerkleinert lästige Kluten. Diese entstehen, wenn die Erde bei der Bearbeitung zu feucht war. Mithilfe der Maschine wird die nun lockere Erde zu einem Damm aufgebaut.

Mähdrescher W650 von John Deere
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Der amerikanische Landmaschinenhersteller liefert unter anderem Traktoren und Mähdrescher in alle Länder der Welt.

Tucano 420 der Firma Claas
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Die Erntemaschine gilt als Einstiegsmodel; das APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Dreschwerken erreicht. Das Modell verfügt nach Unternehmensangaben über ein Korntankvolumen von 7500 Liter; es arbeitet mit einer Maximalleistung von 238 PS.

Claas
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Vier Mähdrescher von Claas auf einem Feld in Angerbach, Sachsen.

New Holland
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Ein Traktor des Produzenten New Holland, der zur Unternehmensgruppe CNH Industrial gehört, auf der Teststrecke.

Fendt 900 Vario
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Der Traktor der Baureihe gehört im Segment über 200 PS zu den Marktführern. Fendt gehört seit 1997 zur AGCO-Corporation, einem der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen.

Die Anleger straften Cropenergies wegen der Aussicht auf einen Gewinneinbruch ab. Die Aktie gab um über acht Prozent auf 5,54 Euro nach. Die Südzucker-Papiere fielen leicht.

Südzucker hatte in seinem Kerngeschäft seit längerem mit fallenden Zuckerpreisen zu kämpfen. Auslöser sind Überproduktionen in Europa und höhere Zuckerimporte aus Entwicklungsländern.

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