Südzucker Zuckerproduzent erhöht Gewinnprognose erneut

Südzucker hat nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten die Gewinnziele für das Gesamtjahr erhöht. Europas größter Zuckerproduzent profitiert vor allem von den gestiegenen Zuckerpreisen.
Update: 12.01.2017 - 12:51 Uhr Kommentieren
Sollte sich der derzeitige Zuckerpreis auf dem aktuellen Niveau halten, könnte das ein ertragreiches Jahr für den Konzern werden. Quelle: dpa
Südzucker

Sollte sich der derzeitige Zuckerpreis auf dem aktuellen Niveau halten, könnte das ein ertragreiches Jahr für den Konzern werden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfHöhere Zuckerpreise lassen bei Südzucker die Kassen klingeln. Europas Branchenführer erhöhte nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten die Ergebnisziele für das Gesamtjahr zum zweiten Mal, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Zudem könnte der Verkauf von Anteilen am österreichischen Zucker- und Fruchtkonzern Agrana rund 100 Millionen Euro bringen. Bei günstigen Marktbedingungen könnte Südzucker von seinem direkt gehaltenen Anteil von 6,5 Prozent rund fünf Prozent im Zuge der von Agrana geplanten Kapitalerhöhung abstoßen, erklärte ein Sprecher.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Mit einem Aufschlag von rund drei Prozent führte Südzucker die Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax an.

Das sind die größten Lebensmittelhersteller der Welt
Platz 10: Smithfield
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Der Konzern ist der weltgrößte Schweinefleischproduzent und -lieferant mit Firmensitz in Virginia. 2013 hat die chinesische Staatsfirma Shuanghui das Unternehmen übernommen.

Quelle: Konzernatlas 2017

Platz 9: General Mills
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Auf dem neunten Platz der umsatzstärksten Unternehmen liegt der US-Lebensmittelkonzern mit Sitz in Golden Valley, Minnesota. In Deutschland bekannt ist unter anderem die Eiskremesorte Häagen-Dazs.

Platz 8: Danone
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Das französische Unternehmen ist der Rivale des schweizerischen Lebensmittelgiganten Nestlé. Der Lebensmittelproduzent ist in Deutschland durch das Joghurtgetränk Actimel oder durch seine bunten Verpackungen von den Fruchtzwergen bekannt. Der Konzern hat am Ende des Jahres 2016 die EU-Genehmigung für die Übernahme des US-Bio-Rivalen Whitewave erhalten.

Platz 7: Unilever
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Der niederländische Lebensmittel- und Kosmetikriese ist in Großbritannien durch den Brotaufstrich Marmite bekannt. In Deutschland finden sich von dem Unternehmen bekannte Marken wie Becel, Bertolli, Langnese, Lipton oder Knorr. 2016 kaufte der Konzern die US-Ökofirma Seventh Generation auf, um der Nachfrage nach ethischen Produkten in der Haushaltssparte nachzukommen.

Platz 6: Kraft Heinz
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Auf Platz sechs findet sich das US-amerikanische Unternehmen Kraft Heinz mit Sitz in Pittsburgh, das bei uns besonders durch den Tomaten-Ketchup bekannt ist. Der Konzern ist 2015 aus der Fusion von Kraft Foods und Heinz Company hervorgegangen.

Platz 5: Mondelez
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Der Lebensmittelriese mit Sitz in Deerfield, Illinois, ist Hersteller der in zahlreichen Ländern vertriebenen Schokolade mit in goldgelb verpackten Bergen. 2016 gab es in Großbritannien einen Aufschrei wegen der zackigen Süßigkeit. Der Konzern stellt unter anderem auch so bekannte Marken wie Milka und Oreo her.

Platz 4: Mars
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Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Virginia nimmt den vierten Platz in der Weltrangliste der Lebensmittelhersteller ein. Es stellt die bekannten Marken Balisto, Bounty, M&M’s, Milky Way oder den gleichnamigen Schokoriegel Mars her. Der Konzern stellt neben Süßigkeiten auch Tiernahrung her.

In den ersten neun Monaten stieg das operative Ergebnis um 65 Prozent auf 327 Millionen Euro, der Umsatz sank um 0,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Den niedrigeren Zuckerabsatz konnte Südzucker durch höhere Preise mehr als ausgleichen.

Für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr 2016/17 erwartet der Konzern nun ein operatives Konzernergebnis von 380 bis 410 (bislang 340 bis 390) Millionen Euro nach 241 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz wird weiterhin bei 6,4 bis 6,6 (Vorjahr: 6,4) Milliarden Euro erwartet. Südzucker hatte im September schon einmal die Prognose erhöht.

Agrana prüft derzeit, einen Teilrückzug des deutschen Mehrheitsaktionärs Südzucker für eine Kapitalerhöhung zu nutzen. Insgesamt könne der Streubesitz damit auf rund 20 von derzeit sieben Prozent erhöht werden, teilte das Unternehmen mit. Möglich ist eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital um bis zu 15 Prozent. Gleichzeitig könnte Südzucker seine direkt gehaltene Agrana-Beteiligung ganz oder teilweise platzieren.

Schöpft Agrana den 2015 genehmigen Kapitalrahmen voll aus, könnten 2,1 Millionen Aktien mit einem Börsenwert von knapp 250 Millionen Euro platziert werden. Südzucker könnte zudem Aktien für bis zu 109 Millionen Euro auf den Markt werfen. An der Wiener Börse legten Agrana-Aktien rund ein Prozent zu.

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