Supermarkt-Deal mit Edeka Mehr Tengelmann-Filialen könnten an Konkurrenz gehen

In den möglichen Kauf der Supermärkte von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka kommt Bewegung. Auch Filialen in Berlin könnten an Wettbewerber abgetreten werden. Das Kartellamt hat nun bis Anfang April Zeit.
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Die Supermärkte der Kette könnten an mehrere Interessenten gehen. Quelle: dpa
Tengelmann-Markt in Mülheim an der Ruhr

Die Supermärkte der Kette könnten an mehrere Interessenten gehen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Streit mit dem Bundeskartellamt um die geplante Übernahme der Supermärkte von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka sind beide Unternehmen zu größeren Zugeständnissen bereit. Wie das Handelsblatt aus dem Umkreis der Beteiligten erfuhr, haben die Unternehmen dem Kartellamt am Freitag nicht nur vorgeschlagen, Filialen südlich von München an Wettbewerber zu verkaufen, sondern auch in Berlin.

Ziel sei es, den Marktanteil von Edeka nach der Übernahme in diesen Regionen auf „deutlich unter 40 Prozent“ zu senken. Sprecher von Tengelmann und Edeka wollten diese Angaben nicht kommentieren.

Noch ist nicht klar, welche Standorte im Einzelnen abgegeben werden sollen oder an wen – und auch nicht, ob das reicht, um die Bedenken des Kartellamts auszuräumen. Die Beamten der Bonner Behörde haben nun bis zum 7. April Zeit, die Vorschläge zu prüfen.

Ein Sprecher des Kartellamts wollte sich nicht zum Inhalt äußern, wiederholte aber das Angebot an Tengelmann und Edeka zu weiteren Gesprächen, in denen es um „mögliche Lösungen der wettbewerblichen Probleme“ gehen soll.

Es begann mit Kolonialwaren...
Tengelmann's Kaffee-Geschaeft / Foto - -
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Im Jahr 1867 gründen der Kaufmann Wilhelm Schmitz und seine Ehefrau Louise, geborene Scholl, in Mülheim an der Ruhr die Schokoladenfabrik Wissoll und bald darauf einen Kolonialwarenhandel - seit fünf Generationen liegt das international agierende Imperium inzwischen in den Händen der Familie.

(Das Foto stammt aus den 20er Jahren und zeigt Angestellte)

huGO-BildID: 5752567 Eriwan Haub, 1969
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Der Urenkel Erivan Haub, der 1932 zur Welt kommt, macht eine Lehre als Großhandelskaufmann in den USA, studiert in Hamburg und Mainz Volkswirtschaftslehre, volontiert bei Banken - unter anderem bei der Commerzbank - und in der Immobilienbranche, ehe sich 1963 ein Platz bei Tengelmann in Wiesbaden für ihn findet. Im Jahr 1969 tritt Erivan Haub die Nachfolge seines Onkels, der plötzlich verstorben ist, an und beginnt mit der gezielten Expansion durch die Übernahme mehrerer Handelsketten.

huGO-BildID: 29158806 mehr Foto-Infos gibt es nicht! USO Golfturnier, rechts Helga Haub, Tengelmann Wiesbaden 19xx
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Helga Otto (rechts) wächst mit ihren Eltern Irma und Rudolf Otto sowie drei Geschwistern im südbadischen Emmendingen und Hinterzarten (Schwarzwald) auf. Nach dem Abitur schreibt sie sich in Hamburg für Wirtschaftswissenschaften ein – damals ein Fach, in dem Frauen noch eine Rarität sind.

(Foto: Privataufnahme)

huGO-BildID: 29158780 mehr Foto-Infos gibt es nicht! Privataufnahme, 1984, links Erivan Haub, rechts Helga Haub, Tengelmann
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1958 heiratet der Amerika-Fan Erivan Haub die Diplomkauffrau Helga. Als in den fünfziger Jahren der Kalte Krieg zu eskalieren droht, schafft sich die Familie ein zweites Zuhause in Tacoma bei Seattle an der Westküste; hier kommen zwischen 1960 und 1964 alle drei Söhne, Karl-Erivan, Georg und Christian, zur Welt.

(Foto: Provataufnahme aus dem Jahr 1984)

Tengelmann-Gruppe
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In den folgenden Jahrzehnten baut Erivan Haub den überschaubaren Betrieb zu einem der weltweit größten Handelsunternehmen aus.

China, Shenyang: German home department store "Obi"
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Im Jahr 2000 wagt der Unternehmer die Expansion nach China und eröffnet den ersten Obi-Baumarkt. Zwei Jahre später träumt er von 100 Filialen im Reich der Mitte, doch 2005 muss Obi seine 18 Märkte wieder verkaufen, weil sie keine schwarzen Zahlen schreiben.

huGO-BildID: 2469409 NUMBER :96122706 DATE :19 12 96 CAPTIONWRITER :WvB PHOTOGRAPHER :¬ Wolfgang von Brauchitsch 53113 Bonn Tel.: 0228 21 53 08 C
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Der Auslistung von Froschschenkeln und Schildkrötensuppe Anfang der 80er Jahre verdankt das Unternehmen seine Pionierrolle im Umweltschutz und gleichzeitig sein einprägsames Umweltzeichen.

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1 Kommentar zu "Supermarkt-Deal mit Edeka: Mehr Tengelmann-Filialen könnten an Konkurrenz gehen"

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  • Früher war EDEKA = Reichelt, Berlin ein Vorzeigeuntzernehmen. Heute muss man anhmen unter der leitung des Hr. Spiller, Berlin, Wiesbadener Str.: Bierflaschen, Altenmünster Maibock müssen erst mit Schmutz versehen werden. Warum weigert sich der Manager, so er seinen Laden durchläuft, dies zu ändern???

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