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Tabakbranche Chef von E-Zigaretten-Firma Juul tritt zurück

Der Hersteller von E-Zigaretten tauscht den Geschäftsführer aus. Nach Kritik an den Werbepraktiken stoppt Juul in den USA außerdem alle laufenden Kampagnen.
25.09.2019 - 15:23 Uhr Kommentieren
In den USA steht die E-Zigaretten-Firma wegen Werbepraktiken in der Kritik. Quelle: Bloomberg
Juul-Produkte in den USA

In den USA steht die E-Zigaretten-Firma wegen Werbepraktiken in der Kritik.

(Foto: Bloomberg)

San Francisco Der umstrittene E-Zigaretten-Hersteller Juul Labs stellt seine Firmenspitze neu auf. Vorstandschef Kevin Burns erklärte am Mittwoch seinen Rücktritt. Ersetzen wird ihn K.C. Crosthwaite, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übernimmt ein Manager des US-Tabakriesen Altria (Marlboro), der mit 35 Prozent an Juul beteiligt ist und dort großen Einfluss ausübt.

Das Start-up aus San Francisco steht wegen zweifelhafter Methoden bei der Vermarktung von E-Zigaretten an Jugendliche massiv in der Kritik und im Fokus von Ermittlungen verschiedener US-Behörden. Parallel zum Chefwechsel kündigte Juul nun an, in den USA sämtliche Werbung in Rundfunk-, Print- und Digitalwerbung vorerst auszusetzen.

E-Zigaretten sind in den USA mittlerweile sehr umstritten. Präsident Donald Trump kündigte „sehr strenge“ Vorschriften an und bezeichnete die Nutzung von E-Zigaretten als „großes Problem“. Laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA inzwischen 530 Fälle von Lungenverletzungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten erfasst. Im kalifornischen San Francisco und dem Bundesstaat Massachusetts gibt es bereits erste Verkaufsverbote für E-Zigaretten.

In Deutschland, wo Juul seit Ende 2018 E-Zigaretten vertreibt, wurden dem Unternehmen jüngst erhebliche Markteinschränkungen auferlegt. Der Firma wurde vorerst gerichtlich untersagt, Kartuschen ohne Entsorgungshinweis auf dem Plastikgehäuse in den Handel zu bringen. Eine zweite einstweilige Verfügung verbietet es Juul, Kartuschen zu vertreiben, bei denen der tatsächliche Nikotingehalt von dem auf der Packung angegebenen Wert um mehr als ein Milligramm abweicht.

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    Mehr: Die Tabakindustrie sucht nach Alternativen zur Zigarette. Unklar ist noch, ob sich E-Zigaretten oder Tabakerhitzer durchsetzen werden.

    • dpa
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