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Der Zigarettenkonzern versucht, seine Kunden zum Umstieg auf den Tabakerhitzer „Iqos“ zu bewegen. Ein Werbeverbot könnte das nun verhindern.

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  • Schade, dass die ansonsten sympathische Frau Oeking sich für diese naive Argumentation vor den PMI-Karren spannen lässt. Als hätte der Konzern jetzt sein gutes Gewissen entdeckt und kämpfe nun nach hunderttausenden an Lungenkrebs erkrankten Menschen für die Gesundheit ebenjener. Die vollplakatierten Innenstädte zeugen jedenfalls von einem anderen Bild – es werden doch bewusst emotional aufgeladene Motive verwendet. Nüchterne Informationen zur Aufklärung sucht man vergeblich. Das könnte freilich daran liegen, dass eine Heerschar an Marketingmenschen und weniger Lungenfachärzte in den Gräfelfinger Büros zu finden sind.

    Die Wahrheit ist einfacher: Die Margen traditioneller Zigaretten stehen unter Druck, ein Tabakunternehmen ist aufgrund diverser Einflussfaktoren, insbesondere der Regulierung, für Investoren nicht mehr sexy. Also versucht man sich als nachhaltiges, gesundheitsbewusstes Tech-Unternehmen zu inszenieren, das mit einem neuen Produkt aufgrund einer niedrigeren Besteuerung und gleichhoher Preise für den Konsumenten höhere Margen erzielen will.

    Doch das zieht Probleme für Philip Morris nach sich. 6 Milliarden Euro investiert, aber iqos fliegt einfach nicht. Die Zahlen sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, der Versuch sich als innovatives Tech-Unternehmen zu zeigen kläglich gescheitert. Ein Werbeverbot käme für Philip Morris zur Unzeit.
    Der Druck auf das Management nimmt täglich zu. Die iqos Fabrik in Dresden liegt auf Eis. Die Flagship Stores verbrennen Geld. Die beim Landwirtschaftsministerium vorteilhafte Besteuerung der Heets steht unter Beschuss.

    Das Werbeverbot ist ein im Vergleich zu anderen Ländern später, aber dennoch konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Es hat, im Zusammenwirken mit höheren Steuern, u.a. in Australien zu einem signifikanten Rückgang der Raucher geführt. 2001 haben noch 24,2% der australischen Bevölkerung geraucht, 2014/15 waren es nur noch 15,5%. Ein großer Sieg für die Gesundheit der Australier.

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